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Die Betriebshaftpflichtversicherung für Gründer und Startups

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Gründer wohl eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt. Im Nachfolgenden erkläre ich Dir, warum eine Betriebshaftpflichtversicherung für viele Unternehmen in jedem Fall unverzichtbar ist und welche Vorfälle eine Betriebshaftpflichtversicherung eigentlich abdeckt.

Wofür braucht man eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Nicht alle Versicherungsangebote sind sinnvoll. Gründer und Start-ups sind in der Regel bestrebt, die Ausgaben auf einem Minimum zu halten. Aus diesem Grund wird auch oft im Bereich der Versicherungen gespart. Wer allerdings gar keine Versicherungen abschließt, läuft oft auch Gefahr am falschen Ende zu sparen. Die Betriebshaftpflicht allerdings ist eine Versicherung die für die meisten Unternehmen langfristig durchaus sinnvoll sein kann.

Denn wenn Du oder Deine Mitarbeiter einen Schaden verursachen, dann ist, laut geltendem deutschen Recht, das betroffene Unternehmen unbegrenzt haftbar. Das Unternehmen haftet also mit seinem gesamten Vermögen. Die daraus entstehenden Schadenersatzforderungen können kleinere und mittelständische Betriebe an den Rand der Insolvenz treiben. Insbesondere Personenschäden können häufig Kosten in Millionenhöhe verursachen.

Eine einfache Betriebshaftpflichtversicherung kann in einem solchen Fall Deinen Betrieb vor der sicheren Insolvenz retten. Denn eine Betriebshaftpflichtversicherung ist quasi eine Art Schadensversicherung, speziell für Unternehmen, um Schäden nicht aus dem eigenen Unternehmensvermögen zahlen zu müssen.

Ist die Betriebshaftpflichtversicherung für dich verpflichtend?

Die Betriebshaftpflicht ist für „besonders verantwortungsvolle“ Berufsgruppen gesetzlich vorgeschrieben und zwar schon mit der Anmeldung des Gewerbes. Wobei man hier in der Regel eher von einer „Vermögensschadenhaftpflichtversicherung“ ( quasi eine Unterart der Betriebshaftpflichtversicherung)  spricht. Diese ist eine Betriebshaftpflichtversicherung für alle Personen und Firmen, bei denen ein Berufsversehen echte Vermögensschäden, also keine Personen- oder Sachschäden, zur Folge hat. Das betrifft hauptsächlich Menschen aus dem Dienstleistungssektor, die Aufgaben mit einer großen Verantwortung übernehmen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Architekten oder Bauingenieure
  • Freiberufliche Mediziner (z.B. Ärzte und Tierärzte, usw.)
  • Rechts- und steuerberatende Berufe (z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Notare, usw.)

 Wogegen sichert Dich die „Betriebshaftpflicht“ ab?

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt alle Schäden ab die Du oder Deine Mitarbeiter an anderen Menschen (Personenschaden) oder fremden Eigentum (Sachschaden) verursachen. Zudem zahlt die Versicherung im Idealfall auch für alle sonstigen Vermögensschäden, die mit der Beschädigung einhergehen, eine Entschädigungszahlung aus.

Dies kann z. B. hilfreich sein wenn eine verletzte Person Entschädigung auf Grund von Einkommenseinbußen fordert. Des Weiteren sind auch alle Personen, die sich innerhalb Deiner betrieblichen Räumlichkeiten oder auf Deinem Betriebsgelände verletzen, von deiner Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Sehr nützlich ist es auch, dass Deine Versicherung für alle Kosten aufkommt, die durch unberechtigte oder überhöhte Schadensersatzforderungen entstehen. Darunter fallen auch Kosten für Sachverständige, Anwälte und sonstige Prozesskosten.

Beachte aber, dass einige Freiberufler und Berater (also vor allem die Berufe für die Betriebshaftpflichtversicherungen Pflicht sind) in der Regel eine zusätzliche Absicherung benötigen. Dies ist beispielweise der Fall bei Anwälten, Bauingenieuren, Übersetzern, Architekten oder Ärzten der Fall. Eine einfache „Standard“-Betriebshaftpflichtversicherung reicht hier meist nicht mehr aus.

Außerdem sind Subunternehmer eines Unternehmens nicht von deren Haftpflichtversicherung abgedeckt. Diese müssen sich also in jedem Fall selbst versichern.

Für wen oder was gilt die Betriebshaftpflichtversicherung?

Deine Betriebshaftpflichtversicherung gilt für alle die im Auftrag Deines Unternehmens handeln. Arbeitsverträge, Arbeitszeiten oder Ort des Vorfalls sind dabei unerheblich, wichtig ist nur, dass der jeweilige Vorfall sich während einer relevanten Arbeit für das Unternehmen ereignete. Außerdem sind auch Deine Kunden während des Aufenthalts auf dem Firmengelände versichert.

Zu beachten ist hier allerdings, dass regulär nur Schadensfälle innerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgesichert werden. Absicherung im Ausland werden variabel gehandhabt, dies solltest Du beim Vergleich und der Auswahl der Versicherungsangebote möglicherweise im Hinterkopf behalten.

Welche Kosten verursacht eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Kosten der Versicherung sind in erster Linie abhängig von Deiner Branche, den Leistungen und der Deckungssumme. Ebenfalls entscheidend können die Höhe des Umsatzes, die Gehälter, die Mitarbeiteranzahl und die Art der Tätigkeit sein.

Gerade für Berufe bei denen die Betriebshaftpflichtversicherung Pflicht ist fällt die Versicherung meist besonders teuer aus. So müssen Ärzte z.B. oft mehrere tausend Euro im Jahr bezahlen. Andere Berufsgruppen wie z.B. Handwerker oder Heilpraktiker sind schon mit dreistelligen oder sogar zweistelligen Beiträgen versichert.

Die Kosten der Betriebshaftpflicht hängen also sehr stark vom eigenem Unternehmen selbst ab.

Wie hoch sollte Deine Deckungssumme sein?

Wenn Du Deine Deckungssumme auswählst, solltest Du dabei in der Regel den größtmöglichen Schadensfall in Deinem Unternehmensbetrieb vor Augen haben. Nur so kann die Versicherung als langfristige Investition betrachtet werden. Personenschäden können oft in die Millionenhöhe gehen. Und je wertvoller Dein Betriebsinventar, desto höher kann auch der schlimmst-mögliche Schaden ausfallen, also das Haftungsrisiko bei Schadensfällen. Eine Deckungssumme von einer Million und mehr ist also in den meisten Fällen durchaus ratsam.

Was eine betriebliche Haftpflichtversicherung nicht abdeckt

Je nach Branche kann es sein, dass Du zusätzlich zur Betriebshaftpflichtversicherung auch eine Produkthaftpflichtversicherung oder eine Vermögenshaftpflichtversicherung benötigst. Produkthaftpflichtversicherungen sind z. B. insbesondere für Zwischenhändler und Zwischenproduzenten konzipiert. Außerdem reicht eine „einfache“ Betriebshaftpflicht bei Berufen wie Anwälten oder Architekten alleine nicht aus.

Was sind die Nachteile einer Betriebshaftpflichtversicherung?

Der größte Nachteil der Versicherung liegt natürlich auf der Hand und gilt genauso für alle anderen Versicherungen: Die Beitragskosten.  Außerdem muss für die Versicherung ein rechtlich bindender Vertrag eingegangen werden, welche manchmal über eine gewisse Mindestlaufzeit verfügen und daher nur begrenzt kündbar sind. Bei sogenannter „grober Fahrlässigkeit“ kann es auch sein, dass die Versicherung sich weigert im Fall der Fälle zu zahlen. Und falls man die Versicherung nicht in Anspruch nehmen muss sind die Beiträge natürlich nicht rückerstattungsfähig.

Die richtige Betriebshaftpflichtversicherung finden & abschließen

Bevor Du nun übereilt eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließt, empfehle ich Dir vorher die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Momentan gibt es sehr viele Versicherungen die auch eine Betriebshaftpflicht anbieten, ungenügend Optionen dürfte also kein Problem für Dich werden. Problematisch ist es eher, dass die verschiedenen Anbieter sich in Leistungen und Preisen oft doch sehr stark unterscheiden.

Um eine möglichst günstige und gleichzeitig leistungsstarke Versicherung abzuschließen, solltest Du also unbedingt verschiedene Angebote vergleichen und Dich erst dann entscheiden. Falls Du Dich allerdings vorab lieber beraten lassen willst, kannst Du auch einen unabhängigen Versicherungsberater aufzusuchen der auf deine jeweilige Branche spezialisiert ist. Dieser kann Dir dann helfen die für Dich passende Versicherung zu finden.


Preise

Das Geschäftskonto - verständlich erklärt und Tipps zur Eröffnung

Ohne ein Geschäftskonto geht es nicht. Die Vorteile eines Geschäftskontos wiegen die Nachteile bei Weitem auf. Du hast kaum etwas zu verlieren und gleichzeitig viel zu gewinnen. Warum ich das glaube und auch Dir dazu raten würde, Deine Gründung mit der Gründung eines Geschäftskontos zu verbinden, erfährst Du in diesem Artikel. Am Ende des Artikels habe ich für Dich noch einen Geschäftskontovergleich eingefügt, dann kannst Du Dir gleich einen Überblick über die interessantesten Angebote auf dem Markt verschaffen.

Geschäftskonto – was ist damit gemeint?

Das Geschäftskonto ist ein Konto, welches ausschließlich für Deine unternehmerische Tätigkeit verwendet wird. Alle Geldbewegungen hast Du mit diesem Konto quasi an einem Fleck übersichtlich versammelt. Es handelt sich dabei um ein Konto, das Du Dir in Deiner Gründungsphase zulegen solltest. Das Ergebnis von der Führung eines Geschäftskontos ist also: dass Du auf diesem Konto alle unternehmerischen Einkünfte und Ausgaben beisammen hast, welche durch dieses neue/weitere Konto strikt von Deinen privaten Finanzen (z. B. Deinem normalen, privat genutzten Girokonto) getrennt sind.

Brauche ich wirklich ein Geschäftskonto?

Es gibt zwei große Pluspunkte, die für ein Geschäftskonto sprechen. Der erste ist, dass die Buchführung erleichtert wird. Der zweite ist, dass Dir das Konto ein wesentlich übersichtlicheres Wirtschaften beschert.

Grund 1 – Buchhaltung

Auch wenn sie von (wahrscheinlich) niemandem geliebt wird, gehört die Buchhaltung notwendigerweise zu Deinem Business dazu. Damit Du Dir das Leben nicht unnötig schwer machst, bietet Dir die Verwendung eines separaten Kotos, eine vereinfachte und zugänglichere Ausgangslage, in Bezug auf die Buchhaltung, dar. Darüber hinaus gibt es z. B. für diverse Geschäftsunterlagen Aufbewahrungsfristen. So musst Du Kontoauszüge 10 Jahre lang aufheben. Wenn Du jetzt aber ein Geschäftskonto führst, musst Du nicht mehr alle Deine Bankauszüge aufheben, sondern nur diejenigen, die das Geschäftskonto betreffen. Dies bedeutet schon einmal wesentlich weniger Zettelwirtschaft!

Grund 2 – Übersichtlichkeit

Der zweite Punkt (verbesserte Übersichtlichkeit) sollte jedoch auch nicht unterschätzt werden. Durch ein reines GK siehst Du viel einfacher wie es Deinem Unternehmen momentan geht. Du hast alles auf einen Blick vor Dir und musst nicht erst Deine privaten Mittel etc. herausrechnen, um Deinen aktuellen Finanzstand einsehen zu können. Somit siehst Du auch gleich, ob genügend Geld zur Deckung der anstehenden Ausgaben bzw. finanziellen Verpflichtungen vorhanden ist. Ebenso wird aber auch leichter ersichtlich, ob benötigtes Geld für Investitionen oder Ähnliches da ist.

Zusätzliche Kosten

Der einzige mögliche Nachteil, den Geschäftskonten mit sich bringen können, ist die Verursachung von zusätzlichen Kosten. Häufig werden bei Geschäftskonten Gebühren verlangt, was eine zusätzliche finanzielle Mehrbelastung darstellen würde. Dies gilt jedoch nicht für alle Banken. Wie Du in unserem Kontovergleich nachvollziehen kannst, gib es sogar einige kostenlose Geschäftskonten.

Wenn, aus welchen Gründen auch immer, ein kostenloses Geschäftskonto für Dich nicht infrage kommt, musst Du selbst abwägen, welches das Richtige für Dich ist. Gegebenenfalls lohnt sich ein Geschäftskonto, trotz der Mehrkosten, dennoch. Ganz einfach, wenn z. B. die entstehenden Mehrkosten sehr gering sind und Du feststellst, dass der durch ein solches Konto generierte Mehrwert, die Kosten bei weitem übersteigt!

Meine Antwort fällt eindeutig aus: bis auf Ausnahmefälle, kann ich Dir ein Geschäftskonto ausdrücklich empfehlen!

Ein Konto, das Deinen Bedürfnissen gerecht wird

Du hast grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Alternative, wenn Du Dich für ein Geschäftskonto entscheidest.

  1. Ein Konto bei einer Filialbank
  2. Ein Konto bei einer Online-Bank

Ein Filialbankkonto ist dann das Richtige für Dich, wenn Du eine Filiale und damit auf regelmäßige Bareinzahlungen/-auszahlungen angewiesen bist. Wenn Du z. B. den neuen, erfolgreichen Saftladen Deiner Stadt planst, liegt die Wahl einer Filialbank vermutlich näher.

Ein Online-Bankkonto ist dann das Richtige für Dich, wenn Dein Zahlungsverkehr nahezu ausschließlich online abgewickelt werden kann. Wenn Du z. B. dein Produkt oder Deine Dienstleistung über das Netz vertreibst und somit auch der gesamte Zahlungsverkehr online abläuft, dann hast Du von einer Filialbank vermutlich kaum einen relevanten Mehrwert zu erwarten.

Sobald Du weißt, ob es eine Filialbank oder eine Online-Bank sein soll, kannst Du Dich an den Vergleich der verschiedenen Angebote machen. Du solltest darauf achten, dass Du eine Bank mit dem bestmöglichen Preis-Leistungs-Verhältnis fürstar Dich findest. Sollte es eine Bank werden, die kein kostenloses Geschäftskonto anbietet, dann achte unbedingt auf die anfallenden Kosten (z. B. Grundpreis/Buchungskosten etc.) und überlege Dir, wie hoch bei Deinem Business die entstehenden Kosten ungefähr werden würden. Dann kannst Du abschätzen, welche Kosten entstehen und sie gegen den entstehenden Nutzen abwägen. Als Faustregel gilt, dass Du die insgesamt günstigste Bank wählen solltest, die alles kann, was Du brauchst und dementsprechend im besten Fall ein kostenloses Geschäftskonto.

Beachte:

Kostenfreie Geschäftskonten wirst Du vermutlich nur unter den Vertretern der Online-Banken finden.

Raketentipp:

Du kannst auch bei Deiner aktuellen Bank einmal eine Anfrage stellen, zu welchen Konditionen sie Dir ein Geschäftskonto zur Verfügung stellen würde. Diese Angaben kannst Du dann wiederum bei Deinem Vergleich der verschiedenen Angebote (von/mit anderen Banken) berücksichtigen.

Wer muss ein Geschäftskonto führen?

Nur bei Kapitalgesellschaften ist ein Geschäftskonto Pflicht! Unter den Begriff Kapitalgesellschaften werden unter anderem folgende Rechtsformen gefasst:

  • GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
  • KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien)
  • AG (Aktiengesellschaft)

Wenn dies nicht auf Dich zutrifft, dann ist es Dir rechtlich völlig freigestellt, ein Geschäftskonto zu führen oder nicht. Es sind also nur die größeren Player im Game dazu verpflichtet ein Geschäftskonto zu führen. Deswegen kann die Gewöhnung an ein Geschäftskonto nicht schaden, da Du ja noch weiter noch oben kommen willst, auch wenn Du es jetzt noch nicht bist.

Privatkonto als Geschäftskonto?

Du würdest gerne ein privates Girokonto für Deine beruflichen Angelegenheiten nutzen? Daraus wird leider (vermutlich) nichts. Banken bieten ihre häufig kostengünstigeren Girokonten für Privatkunden eben nur Privatkunden an und verbieten eine geschäftliche Nutzung. Dies wird häufig in den AGBs verboten (also z. B. ein Privatkonto eigens für die Geschäfte zu eröffnen und ausschließlich dafür zu nutzen). Banken bieten ihre normalen Konten nur Privatpersonen an bzw. stellen sie diesen zur Verfügung.

Gerade in der Gründungsphase oder kurz danach kann es vorkommen, dass Du Dein privates Konto auch für Deine geschäftlichen Tätigkeiten verwendest. Dies ist den Banken jedoch ein Dorn im Auge und verstößt meist auch gegen deren Auflagen für Privatkunden. In der Regel wird dies dennoch von ihnen bis zu einem gewissen Grad toleriert. Es kann jedoch jederzeit zu einer Kündigung kommen, wenn Banken eine geschäftliche Nutzung eines eigentlich nicht geschäftlichen Kontos vermuten. Um jedoch die Vorteile der Geschäftskontenführungen zu erlangen und gleichzeitig nicht in den Konflikt mit seiner eigenen Bank zu kommen, empfiehlt sich eben die Eröffnung eines extra dafür geschaffenen Geschäftskontos.

Wie eröffne ich ein GK?

Du brauchst verschiedene Unterlagen für die Konto-Eröffnung:

  • Die benötigten, vollständig ausgefüllten Anträge und Formulare Deiner Wunsch-Bank
  • Als Freiberufler deine Steuernummer
  • Als Gewerbetreibender deine Gewerbeanmeldung
  • Eigentlich immer Deinen Personalausweis

Deine Wunsch-Bank wird Dir aber auch tatkräftig zur Seite stehen und Dir alle benötigten Informationen mitteilen, im Zweifelsfall oder bei Unklarheiten einfach noch einmal nachfragen! Banken beißen (meistens) nicht.

Bei Online-Banken füllst Du im Normalfall einen Antrag online aus und daraufhin musst Du Dich dann noch einmal bei der Post blicken lassen, um Deine Identität zu bestätigen (Das sogenannte Postident-Verfahren). Manche Online-Banken bieten mittlerweile sogar eine Identifikation per Video-Chat an und dadurch sparst Du nicht nur viel Zeit sondern auch ein paar Wege!

Wofür verwende ich mein GK?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Für alles was mit Deinem Business zu tun hat. Jegliche Geld Ein- und Ausgänge laufen über dieses Konto. Von A wie Arbeitsmaterial – über M wie Miete – bis Z wie Zollkosten.

Was muss ich beim Abschluss beachten?

6-Punkte-Checkliste:

  1. Habe ich ermittelt, was mein zukünftiges Konto können muss?
  2. Passt das Konto bzw. die Bank zu mir? (vgl. Online-Bank vs. Filialbank)
  3. Habe ich verschiedene Konditionen von Banken miteinander verglichen und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gewählt?
  4. Habe ich überprüft, ob vielleicht sogar ein kostenloses Geschäftskonto für mich verfügbar ist und damit infrage kommt?
  5. Stehen mir alle von der Bank benötigten Unterlagen zur Verfügung?
  6. Habe ich zur Sicherheit die AGBs der Bank gelesen, um nicht in versteckte Kosten hineinzulaufen?

Wenn Du diese Checkliste beachtest, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen!

Zusammengefasst

Wie Du gesehen hast, lohnt es sich ein Geschäftskonto zu führen. Ich würde Dir also raten, zeitgleich mit Deiner Business-Gründung, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Wenn Du jedoch schon ein laufendes Business hast und noch kein derartiges Konto besitzt, solltest Du Dir besser eines zulegen. Aus dem einfachen Grund, dass es Dir langfristig viel Zeit und Ärger ersparen wird! Gleichzeitig bringt es nahezu keine Nachteile mit sich, wenn Du Dich für ein kostengünstiges Konto entscheidest und quasi keine Nachteile, wenn es ein kostenloses Geschäftskonto wird.


Open-Space-Büro

Open-Space-Büro – So sollte man die kreative Gestaltung von Großraumbüros umsetzen

Großraumbüros gelten als wenig attraktiver Arbeitsplatz, mit ihnen verbindet man Hektik, Lärm und insgesamt eine sehr unruhige Umgebung. Das Open-Space-Büro ist ein neuer Ansatz der mit diesen Klischees brechen soll. Im Gegensatz zum klassischen Großraumbüro soll es die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern verbessern und sich auf diese Weise auf Kreativität und Produktivität der Mitarbeiter positiv auswirken.

Was genau ist ein „Open-Space-Büro“?

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich beim Open-Space-Büro in erster Linie um ein großes, aber offenes Büro, das heißt ohne feste Wände oder den stereotyp-labyrinthartig angeordneten Trennwänden. Die Arbeitsplätze sind in Gruppen angeordnet, diese können, je nach Bedarf auch nach Abteilungen gruppiert sein. Die Abschirmung der einzelnen Mitarbeiter voneinander fällt in diesem Konzept aber auf jeden Fall eher minimal aus.

In vielen Open-Space-Büros ist die Sitzplatzvergabe sogar so geregelt, dass jeder Mitarbeiter sich jeden Tag seinen Arbeitsplatz neu aussuchen darf. Dies wird in erster Linie durch mobile Arbeitsgeräte wie Laptops, oder auch standardisierte Arbeitsplätze, ermöglicht.

Ursprung des Open-Space-Büros

Tatsächlich scheint das Open-Space-Büro eine deutsche Erfindung zu sein. Bereits in den 1950er Jahren soll eine Hamburger Firma das ursprüngliche Konzept entwickelt haben, das später als „Open-Space-Büro“ bekannt wurde.

Das Ziel war es ein Großraumbüro-Konzept zu entwickeln, dass sich vom traditionellen Konzept mit Bürozellen deutlich abhebt: Weg von den starren, hierarchisch-angeordneten Strukturen und stattdessen hin zu einer flexiblen, humaneren und abwechslungsreichen Gestaltung des Büros.

In Folge des Umgestaltungsprozesses wurden die Büromöbel einfach auf offenere Flächen zu Arbeitsgruppen zusammengestellt, um so eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit zu erreichen. Das Konzept ging auf, heute ist die Gestaltung und Umgestaltung von Großraumbüros eine der nachgefragtesten Dienstleistungen des Unternehmens.

Open-Space-Büros in Deutschland

Obwohl das Open-Space-Büro in Deutschland erfunden wurde, sind Großraumbüros in Deutschland nach wie vor unbeliebt. Daher wird lediglich bei Konzernen mit größeren Callcentern zu sehr großen Teilen auf Großraumbüros gesetzt. Großraumbüros werden hier vor allem anderen mit viel Lärm verbunden. Außerdem werden sie mit starren Strukturen und einem stressigen Arbeitsalltag verbunden. Was aber wohl auch daran liegt, dass sie in Deutschland immer noch hauptsächlich zu Callcenter-Zwecken eingesetzt werden.

Vorteile und Nachteile des Open-Space-Büros

Im folgenden Abschnitt möchte ich Dir die Vor- und Nachteile eines Open-Space-Büros näher erläutern. Der größte Vorteil des Open-Space-Büros liegt darin, dass der Platz wesentlich effektiver genutzt wird, da bei den früheren Konzepten viel zu viel Platz in personalisierte, und mit Trennwänden isolierte, Einzelarbeitsplätze investiert wurde. Gleichzeitig profitieren aber auch die Mitarbeiter von dem offeneren Büro: Denn im Open-Space-Büro können sich Licht und frische Luft wesentlich besser im Büro verteilen, außerdem sind feste Plätze für Pausen vorgesehen, die im klassischen Konzept meist fehlten. Zudem dürften sich die meisten Leute im Open-Space-Modell deutlich weniger beengt während der Arbeit fühlen.

Vorteile des Open-Space-Büros

  • Sehr gute Flächennutzung
  • Die direkte Kommunikation kaum einschränkt
  • Hohe Flexibilität
  • Sehr gute Voraussetzungen für Teamarbeit
  • Kurze Wege im Büro (dadurch schnellere/effizientere Kommunikation und Problemlösung)
  • Freundlichere Arbeitsumgebung

Nachteile des Open-Space-Büros

  • Unvorteilhafte Geräuschkulisse (wodurch die Konzentration gestört werden kann)
  • Geringe Privatsphäre
  • Bei manchen Mitarbeitern ist generell jede Art von Großraumbüros unbeliebt

Tipps für das Open-Space-Büro

Falls Du Dich nun für das Einrichten eines Open-Space-Büros entschieden hast, möchte ich dir hier zum Schluss nochmal einige Tipps zur Gestaltung deines Büros geben. Denn schließlich sollen am Ende eines solchen Einrichtungsprozesses auch alle Stärken des Open-Space-Büros maximal ausgeschöpft werden, während die Schwächen marginalisiert werden. Um Dir die Übersicht zu erleichtern, habe ich im Folgenden für Dich in „Einrichtungstipps“ und „Betriebstipps“ unterschieden.

Tipps für die Einrichtung des Open-Space-Büros

  • Sorge dafür, dass die Arbeitsplätze so ausgerichtet sind, dass an jeden Arbeitsplatz genügend Licht und Frischluft (beim Lüften) vorhanden ist.
  • Sorge dafür, dass für alle Mitarbeiter genug Platz herrscht und alle wichtigen Arbeitsgeräte in angemessener Reichweite vorhanden sind.
  • Beziehe unbedingt die Akustik in Deine Planungen mit ein, denn eine Reizüberflutung deiner Mitarbeiter gilt es unbedingt zu vermeiden. Der hohe Lärmpegel war und bleibt einer der größten Nachteile von Großraumbüros.
  • Geräuschvolle Geräte wie z.B. Drucker, Kopierer, Kaffeemaschinen, usw. sollte man also sinnvoll platzieren und akustisch so abgeschirmt, wie möglich zu sein. Auch die Platzierung von Telefonen die häufig genutzt werden sollte gut überlegt sein, eine gänzliche Abschirmung ist hier zwar nicht möglich, aber eine sinnvolle Platzierung kann die fehlende Isolation oft wieder ausgleichen.

Tipps für den Betrieb eines Open-Space-Büros

  • Rotierende Arbeitsplätze sind oft mit dem Konzept des Open-Space-Büros verknüpft. Ich würde Dir aber raten im Zweifelsfall auf eine Arbeitsplatzrotation lieber zu verzichten, da die meisten Mitarbeiter einen eigenen, festen Arbeitsplatz durchaus zu schätzen wissen. Empfehlenswert sind solche Rotationsverfahren eher wenn das Unternehmen ohnehin sehr dynamisch ist und daher sehr oft mit wechselnden Teams, bzw. Projektgruppen arbeitet.
  • Um das Konzept dauerhaft erfolgreich zu halten solltest du auf Verbesserungsvorschläge und Wünsche deiner Mitarbeiter eingehen. Gerade wenn Du selbst ein eigenes Büro hast ist es vernünftig, sich Rat von Personen einzuholen die mit der Arbeit in deinem Open-Space-Büro vertraut sind.
  • Je größer das Büro, desto sinnvoller ist häufig auch die Einführung von Verhaltensregeln. Damit kannst Du z.B. vermeiden, dass die Kollegialität der Mitarbeiter unter dem Konzept leidet. Zum Beispiel könntest du festlegen, dass man nur in den Pausenbereichen essen darf, um Geruchs- und Geruchsbelästigung zu vermeiden. Aber auch Regelungen zum Anwenden von Klimaanlage/Heizung und zum Lüften können sich positiv auf die Arbeitsumgebung auswirken.

Fazit

Das Open-Space-Büro ist definitiv eine gute Alternative zum klassischen Großraumbüro. Der neue Trend zum Open-Space-Büro hat insofern auf jeden Fall gute Gründe. Im Gegensatz zum althergebrachten Großraumbüro punktet es nämlich mit angenehmeren, flexibleren und wesentlich besseren Möglichkeiten.

Gerade die Umgestaltung eines schon bestehenden Großraumbüros nach den Maßstäben Open-Space-Büros ist deswegen absolut empfehlenswert. Sollte man ein neues Großraumbüro aufbauen wollen, ist es aber ebenfalls die ideale Alternative zum längst überholten Konzept der alten Großraumbüros mit übertriebener Abschirmung durch Trennwände.


Messeauftritt muss nicht teuer sein

Ein Messeauftritt muss nicht teuer sein

Eine der wichtigsten Aufgaben eines jungen Unternehmens ist es, den eigenen Bekanntheitsgrad so schnell und weit wie möglich zu erhöhen. Dazu bedarf es einer ausgeklügelten Marketingstrategie, zu der unter Umständen auch die Teilnahme an einer Messe gehören kann. Durch einen Messeauftritt hast du den großen Vorteil, dass das Publikum ein gesteigertes Interesse an deiner Branche mitbringt, was die Akquise erleichtern kann.

Da das Geld in der Phase nach der Gründung aber in der Regel nicht im Überfluss vorhanden ist, darf der Messeauftritt nicht allzu viel kosten. Mit Hilfe der richtigen Planung kann diese Bedingung erfüllt werden.

Messeauftritt – Die richtige Messe auswählen

Aus der Vielzahl von einschlägigen Messen gilt es, die richtige auszuwählen. Die Standgebühr spielt bei dieser Auswahl eine sehr wichtige Rolle, gibt es hier doch gewaltige Unterschiede. Oftmals gibt es im Rahmen einer solchen Veranstaltung spezielle Angebote für Star-ups, die sich dann zu vergünstigten Konditionen einem großen Publikum präsentieren können.

Wenn du gezielt nach einer Messe suchst, zu deren Angebot ein Bereich für sehr junge Unternehmen gehört, kannst du schon Einiges an Geld sparen. Doch auch wenn du an einer „normalen“ Messe teilnimmst, kannst du durch einen sorgfältigen Preisvergleich ordentlich sparen.

Messeplatz und Hotel frühzeitig buchen

Die Wahl der Messe sollte mit viel Vorlauf getroffen werden. Denn nur dann kannst du deinen Platz auch rechtzeitig buchen, was gleich mehrere Vorteile hat. Zum einen verringerst du das Risiko, deinen Stand in einer hinteren Ecke der letzten Halle aufbauen zu müssen – und je prominenter du dich beim Messeauftritt platzieren kannst, desto besser stehen die Chancen, neue Kunden zu gewinnen.

Zum anderen lässt sich aber eben auch Geld sparen. Nicht unbedingt was die Teilnahmegebühr angeht, aber in Sachen Übernachtung. Zu Messezeiten schießen die Zimmerpreise in der Regel in die Höhe; buchst du dein Hotel allerdings weit im Voraus, kostet es unter Umständen gerade mal die Hälfte dieser exorbitanten Preise.

Messestand mieten statt kaufen

Die Gestaltung eines attraktiven Messestands, der die Laufkundschaft zum Stehenbleiben animiert, ist eine der schwierigsten Aufgaben bei der Planung. Trotzdem muss der Messeauftritt nicht unbedingt teuer sein. Als Startup braucht man schließlich nicht unbedingt einen individuell gestalteten Stand, der extra in Auftrag gegeben werden muss.

Stattdessen kannst du die Elemente, die man für seinen Messeauftritt benötigt, auch einfach mieten. Da es sich bei der ersten Teilnahme an einer solchen Veranstaltung ein Stück weit um einen Testlauf handelt, bei dem das finanzielle Risiko soweit wie möglich eingedämmt werden sollte, ist das eine sinnvolle Option. Erweist sich der Auftritt als Erfolg, kannst du immer noch darüber nachdenken, dir für künftige Messen einen eigenen Stand zuzulegen.

Werbemittel günstig halten

Ein wichtiger Bestandteil des Messeauftritts sind Werbegeschenke, die dem (potentiellen) Kunden am Ende des Gesprächs mitgegeben werden und diesen an Selbiges erinnern sollen. Im Gegensatz zu Präsenten, die man sonst im Marketing-Mix einsetzt, dürfen Messe-Giveaways gerne auch Massenware sein – Kugelschreiber, Feuerzeug oder USB-Stick sind hier also nicht verboten.

Es geht hier wie gesagt weniger um das Geschenk an sich als um eine Erinnerung an das auf der Messe geführte Gespräch, welches die eigentliche Werbung darstellt. Kannst du hier überzeugen, ist das schon mehr als die halbe Miete, und ein vergleichsweise günstiges Geschenk reicht völlig aus.


Cloudlösungen

Gastartikel: Cloudlösungen – Zwei Seiten einer Medaille

Outsourcing ist das Trendstichwort in der Wirtschaft und Cloudlösungen sind letztlich nichts anderes. Anstatt in der Firma selbst Speicherplatz und Rechenleistung anzuschaffen und von eigenem Personal warten zu lassen, übergibt man Daten und Software einem Provider, der diese auf Servern ablegt, dir und deinen Mitarbeitern Zugriff gewährt und sich um Updates etc. kümmert.

Dadurch wird die Cloud gerade für dein StartUp interessant, da du dich vorerst auf die bestmögliche Umsetzung deiner Ideen, Projektmanagement und um eben alles Wichtige kümmern kannst. Die Beschäftigung einer speziellen Abteilung für IT und Ausgaben für teuren Speicherplatz gehören somit nicht mehr zu deinen Sorgen.

Doch wie so oft gibt es auch hier zwei Seiten einer Medaille, die es abzuwägen gilt.

Chancen von Cloudlösungen

Dass die Verwendung der Cloud vieles einfacher macht, liegt auf der Hand. Anbieter wie Dropbox und Microsoft OneDrive sind bekannt für ihre Filehosting-Dienste: Jeder kann überall und jederzeit auf alle relevanten Unterlagen und Dateien zugreifen. Das ist natürlich gerade für dezentrale Organisationsformen ein Gewinn, bei denen viele Mitarbeiter zum Beispiel vom Home-Office aus arbeiten. Auch für Geschäftsreisen sind Cloudlösungen geeignet, weil du via Internet spontan erforderliche Daten abrufen kannst.

Aber auch Software kann bereits aus der Cloud zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall bietet der Entwickler des Programmes an, dir die Software gegen monatliche Gebühren bereitzustellen, sodass du mit entsprechenden Zugangsdaten von überall darauf zugreifen kannst. Dabei gibt es auch Lösungen für das Smartphone oder Tablet. Updates und Wartung übernimmt der Anbieter selbst und meist auch Support bei technischen Fragen.

Beispielsweise kann so schon der gesamte Bereich der Buchhaltung, von der Rechnungslegung bis zum Jahresabschluss, von Software-Paketen zuverlässig und rechtssicher abgewickelt werden. Anwenderfreundliche Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen bietet Lexware mit seinen Buchführungsprogrammen. So sparst du in deinem jungen Unternehmen Zeit und Ressourcen, bist nicht mehr von USB-Sticks und externen Festplatten abhängig.

Außerdem bist du im Fall, dass die mal kaputt oder verloren gehen, nicht aufgeschmissen und kannst flexibel die Daten für jedwede Projekte bereitstellen. Wenn dein StartUp dann wächst, kannst du ganz einfach mehr Speicherplatz bei deinem Provider buchen. Neue Software installieren und vorhandene updaten lassen. Dein IT-Bereich wächst quasi von allein mit!

Risiken von Cloudlösungen

Natürlich ist man bei Verwendung der „Wolke“ vor Stromausfällen und Störungen in der eigenen Umgebung auf der sicheren Seite. Aber was passiert mit den cloudbasierten Anwendungen, wenn ein Sturm über die Ostküste Amerikas hinwegzieht? „Nichts, was für mein Unternehmen wichtig ist“ könntest du denken. Weit gefehlt!

Denn auf einmal standen Millionen Menschen weltweit ohne die Dienste von NetFlix, Twitter etc. da. Auch zahlreichen Firmen blieb der Zugriff auf ihre Daten verwehrt. Es ist also wichtig zu wissen, wo die Server des Providers stehen und auch, sich über das Thema „Datensicherheit“ zu informieren.

Denn bei einem Angriff auf die Serverzentrale in Australien sind dann im schlimmsten Fall auch die eigenen Inhalte betroffen. Weiterhin gestaltet sich ein Wechsel des Providers und der Umzug zu einem anderen Anbieter oftmals als langwierig. Auch wenn der entscheidet, seine Server zu wechseln und die Daten deines Unternehmens migrieren müssen, kann es zu außerplanmäßigen Ausfällen kommen.

Wenngleich die Voraussetzungen zur Nutzung von Cloud-Diensten niedrig anmuten, so darf ein grundlegender, aber eben nicht selbstverständlicher Punkt nicht vergessen werden: Schnelles Internet. Die größte und sicherste Cloud erfüllt ihren Zweck nicht, wenn du an deinem Firmenstandort kein zuverlässiges Netz hast. Auch der Vorteil der Mobilität geht verloren, wenn du dich auf die Wolke verlässt, aber in ein Gebiet reist, in dem der Breitband-Ausbau noch in den Kinderschuhen steckt. In diesem Fall bist du mit einer lokalen Lösung besser beraten.

Unterm Strich – Alles auf einen Blick

Nachfolgend findest du noch einmal alle wichtigen Punkte einander gegenübergestellt.

Vorteile Nachteile
Ständige Verfügbarkeit und Flexibilität Abhängigkeit vom Provider (Kann Insolvenz anmelden, mangelnde Sicherheit etc.)
Spart Zeit, Geld und Nerven Schwierigkeiten beim Wechsel von Servern/Anbietern
Erlaubt Fokussierung auf das Kerngeschäft Nicht überall ist ausreichend schnelles Internet verfügbar

Was die passende Lösung für dein StartUp ist, musst du selbst herausfinden. Hier gibt es kein Patent-Rezept, doch sind zeitsparende Lösungen zur Auftragsabwicklung in den meisten Fällen empfehlenswert. Eine wohlüberlegte Auseinandersetzung mit dem Thema ist in jedem Fall ratsam. So können die Vorteile ausgeschöpft werden, als auch die Risiken minimiert.


E-Commerce

E-Commerce gründen – Was Du wissen musst & eine Anleitung, wie es funktioniert

In diesem Artikel widme ich mich intensiv dem Thema: Gründung von E-Commerce bzw. eines Online-Shops. Schritt für Schritt zeige ich Dir alles was es zu beachten gibt und wo mögliche Fallstricke auf Dich warten können. Einen Online-Vertrieb aufzubauen ist in der Regel eine kostengünstige Variante in den Einstieg des Handels und für viele Menschen mehr als eine Überlegung wert. Außerdem können Sie sich innerhalb einer E-Commerce Agentur darüber informieren.

Es gilt jedoch vieles im Vorhinein zu bedenken und zu berücksichtigen, damit der Ausflug in die Welt des E-Commerce nicht zu einer Bruchlandung verkommt, sondern eine echte Erfolgsgeschichte wird. Diese dreiteilige Serie, zur Gründung eines Online-Vertriebs, wird nahezu alle wichtigen Fragen und Informationen zum Thema Online-Shop beantworten, damit Du bestmöglich auf Deinen Start vorbereitet wirst!

E-Commerce, was den Vertrieb von Dienstleistungen und Produkten über das Internet bezeichnet, wächst und wächst und das Wachstum wird auch in absehbarer Zukunft nicht abreißen, auch weil die Online-Affinität der Menschen stetig weiter zunimmt. Mit dieser steigenden Online-Affinität geht unweigerlich eine verstärkte Kaufbereitschaft über das Internet einher. Es ist wegen dieses unaufhaltsamen Trends nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen sich die Frage stellen, wie sie von diesem immer weiter wachsenden Geldtopf etwas für sich herausschlagen können. Aus diesem Grund liegt die Überlegung nicht fern einen eigenen Online-Shop zu gründen, um ebenfalls Profiteur dieses Trends zu sein.

Dafür empfiehlt es sich jedoch als Grundvoraussetzung, welche es zu bedenken gilt, dass eine gewisse Neigung zum Medium Internet vorhanden sein sollte. Denn alles, was Du an technischen Fähigkeiten nicht mit Dir bringst, muss später kontinuierlich outgesourct werden oder es müssen Mitarbeiter eingestellt werden, welche Deine Defizite ausgleichen. Dies ist zwar keine K. O. Kriterium, weil Du mit einer guten Idee immer noch unglaublich durchstarten kannst, jedoch sind beide anderen Lösungen unweigerlich eine Frage des Geldes.

E-Commerce – Die Vorteile

Es gibt zahlreiche Vorteile, welche für die Gründung bzw. generell für einen Online-Vertrieb sprechen. Im Folgenden nenne ich Dir einige der stärksten Vorteile, welche für einen Online-Vertrieb statt einen Offline-Vertrieb sprechen. Bei einem Offline-Vertrieb sind die Hürden für einen Einkauf der Kunden unglaublich viel höher, als bei einem Online-Vertrieb z . B. muss man den Laden aufsuchen vs. der Laden kommt zu mir in mein Wohnzimmer bzw. ist immer auf meinem Smartphone bei mir.

Lediglich durch ein paar Klicks können arglos im Internet Surfende zu Deinen glücklichen Kunden werden, indem sie auf Dich stoßen und so zu einem Produkt gelangen, welches ihnen einen echten Mehrwert liefert. Menschen haben unterschiedliche Leben und Tagesrhythmen, deswegen ist aus Kundensicht das beste Geschäft jenes, welches dann für sie erreichbar ist, wenn es in ihren Tagesplan/-rhythmus passt. Ein schlagender Vorteil von Online-Shops ist demnach auch, dass sie keine Öffnungszeiten haben.

Der Produktvertrieb über das Internet bietet darüber hinaus den großartigen Vorteil, dass man eine riesige Masse Menschen erreichen kann und das Ganze geht so einfach wie nie zuvor. Im Vergleich zu einem Laden, welchen Du an einem fest Ort betreibst, ist Deine potentielle Kundenschafft im Internet nahezu grenzenlos. Des Weiteren bietet der Online-Handel eine Vielzahl von Bezahlmöglichkeiten an, wodurch für jeden Kunden die präferierte Bezahloption vorhanden ist. Ein weiterer großer Pluspunkt besteht darin, dass der Einstieg in diese Vertriebsform verhältnismäßig günstig ist, zumindest besteht die Möglichkeit eines günstigen Einstiegs. Natürlich kann so ein Projekt, wenn das nötige Kapital da ist, auch sehr schnell in die Millionen gehen, dies ist jedoch ein anderes Thema.

E-Commerce-Erfolg durch Innovation

Das Internet ist heutzutage voll und zwar nicht nur voll mit Diesem und Jenem, vielmehr ist es voll mit nahezu Allem. Das ist nicht einfach nur so dahingesagt, denn es soll auf ein ernstes Problem aufmerksam machen, vor dem jeder steht, der einen Online-Vertrieb aufbauen will. Viele Märkte sind übersättigt und viele Bereiche sind längst abgegrast oder schon lange von riesigen Unternehmen eingenommen, wodurch kaum einer mehr einen Fuß wird hereinbekommen können.

Da die Ausgangslage deswegen nicht unbedingt die Günstigste ist, benötigst Du etwas womit Du Dich am Markt durchsetzen kannst. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit besteht darin, dass du bereits Bestehendes aber dafür völlig anders machst. Indem du neue Konzepte und neue Ideen umsetzt und so eigentlich Altes neu denkst, kannst Du Dich möglicherweise von Deinen Mitbewerbern abgrenzen und (potentielle) Kunden überzeugen.

Weitere Möglichkeiten wären z. B., wenn Du ein Produkt selbst entwickelt hast und dieses herstellen lässt und vertreibst oder Du generell z. B. aufgrund Deiner handwerklichen Geschicklichkeit Dinge selbst produzierst, welche Dir so schnell keiner nachmachen kann.

Darüber hinaus ist es häufig eine gute und naheliegende Wahl, auf eine Nische zu setzen bzw. diese auszufüllen. In Nischen ist die Konkurrenz wesentlich kleiner und im Gegensatz zu dem breiten Massenmarkt gibt es dort für Dich möglicherweise noch einiges zu holen. Einen spannenden Link zu einem Artikel, welcher dir Schritt für Schritt das Nischtentum näherbringt, habe ich hier für Dich. Zur Orientierung und Einschätzung Deiner Planungen macht es auch durchaus Sinn sich einmal anzuschauen, wie Deine zukünftige Konkurrenz aussieht und verfährt, welche bereits das umsetzt oder ähnliches betreibt, was Du vorhast.

Gibt es vielleicht ein Alleinstellungsmerkmal, welches Dich von Deiner zukünftigen Konkurrenz abgrenzt? Versetz Dich auch in Deine zukünftigen Kunden herein, würdest Du bei Dir kaufen? Und wenn ja warum? Was zeichnet Dich aus? Was kann Dein überzeugendstes Merkmal werden? Z. B. Wenn du eine Nische bedienen möchtest, könnte ein Blog mit Tipps und spannenden Infos rund um das Nischenthema eine hervorragende Möglichkeit sein Dich von anderen Mitbewerbern abzugrenzen, welche keinen Blog oder einen sehr unbefriedigenden besitzen.

Dein Ziel muss sein, dem Markt etwas zu bieten, was es so noch nicht gibt (besserer Service/Preis/Qualität oder eine Nische/etwas Neues/Anderes). Du musst also ein Problem lösen oder einen Bedarf stillen, den der Markt bereits hat, andernfalls wird ein wirtschaftlicher Erfolg für Dein Projekt schwierig bis unmöglich.

Entscheidungen des E-Commerce-Konzeptes

Wenn Du eine Idee hast, mit welchem innovativen Konzept/welcher Idee Du auf dem Online-Markt Fuß fassen willst, gibt es einige Entscheidungen und Fragen, mit welchen Du Dich im Anschluss befassen musst. Zwei dieser Fragen widmen wir uns in diesem Artikel noch gemeinsam.

Reiner Online-Shop oder Mischform?

Eine Frage vor der Du früher oder später stehst ist: Soll ich einen reinen Online-Shop betreiben oder eine Mischform Online-Shop + Offlineshop? Wenn man bereits einen Einzelhandel betreibt, ist der Schritt zu einer Mischform leichter und auch zu empfehlen. Da eine eigene Website schon länger Pflicht statt Kür ist, ist ein Online-Handel letztlich nur die Ausweitung Deiner bisherigen Internetaktivitäten und kein eigentlicher Kaltstart. Man erschließt durch einen solchen Schritt neue Märkte und neue potentielle Kunden. Das Internet eignet sich eben hervorragend für den Vertrieb von Produkten und nicht nur für die Vermarktung seines bestehenden Einzelhandels.

Wenn Du jedoch noch keinen Einzelhandel besitzt und Dich zwischen der Neugründung eines reinen Online-Vertriebs und einer Mischform entscheiden musst, dann ist die Wahl wesentlich schwieriger. In der Regel empfiehlt es sich erst einmal in die Welt des E-Commerce einzutauchen, denn dies ist relativ niedrigschwellig und du wirst nicht an zwei Fronten gleichzeitig Deine Energie verausgaben müssen.

Baukasten-shop vs. individuell erstellt?

Ein weitere Wahl vor der Du stehst ist jene, zwischen einem Baukasten-Shop (welcher sehr günstig und einfach zu bedienen ist) und einem selbst gehosteten Shop (welcher zukunftssicherer/ individualisierbarer ist, mehr kostet und Hilfe von Außen oder IT-Kenntnisse erfordert).

Für einen Shop-Baukasten benötigt man keine wirklichen IT bzw. Programmiererfähigkeiten. Bereits ab 15 Euro bis ca. 80 Euro (monatlich) gibt es bei verschiedenen Anbietern die Möglichkeit sehr einfach einen Online-Shop betreiben zu können (Bekanntesten Anbieter hierfür sind 1&1, Strato und Jimdo). Diese Variante ist demnach eine Möglichkeit kostengünstig in die Welt der Online-Shops einzutreten bei gleichzeitigen niedrigschwelligen Anforderungen in Bezug auf Deine Technikversiertheit. Die Einschränkungen, die jedoch mit einem solchen Shop-Baukasten einhergehen, führen viele Leute dazu, sich gegen eine solche Lösung zu entscheiden. Z. B. für eine kleinere nebenberufliche Shop-Tätigkeit, bei welcher der Shop keine größeren Ansprüche erfüllen muss, mag ein Shop-Baukasten eine völlig ausreichende Lösung sein.

Wenn Du jedoch hauptberuflich mit deinem Shop wirklich durchstarten willst, empfiehlt es sich auf ein individualisiertes Shopsystem zu setzen. In diesem Fall sind die finanziellen Hürden zwar höher, jedoch wirst Du langfristig, mit einem individuell passenden und leistungsfähigeren Shopsystem, erheblich bessere Erträge und Ergebnisse erzielen können (Bekannteste Anbieter hierfür sind: Shopify, Oxid eShop, Gambio, Magento und xt:commerce).

Egal für welche Lösung Du Dich entscheidest, vergleiche unbedingt die verschiedenen Angebote der Anbieter und auch vor allem in Bezug auf die Anforderungen, welche Du von Deinem zukünftigen Shop erwartest und zu welchen Preisen sich bei welchem Anbieter Deine Vorstellung am besten und günstigsten realisieren lassen. Du kannst natürlich auch eine professionelle Agentur dafür bezahlen, dass sie einen Shop für Dich einrichtet, dies ist dann aber natürlich teurer, kann jedoch sehr hilfreich sein, wenn Du selbst zu wenig Ahnung von der Materie hast bzw. nicht die Zeit und Energie hast Dich in die Thematik einzuarbeiten.

Für die allermeisten Gründer, welche sich gegen einen simplen Shop-Baukasten entscheiden, wird der Gang zu einer professionellen Agentur unumgänglich sein. Die Kosten für eine solche Shop-Einrichtung bei einer seriösen Agentur gehen bei ca. tausend Euro los und je nach Wünschen und individuellen Vorstellungen sind nach oben hin quasi keine Grenzen gesetzt. Die relevantesten Online-Shop-Anbieter, findest Du hier.

Du solltest bei der Eröffnung eines Online-Shops auf Experten setzen, unabhängig davon ob du einen Handel komplett neu gründest oder deinen bestehenden Offline-Vertrieb ausbaust.

Auf jeden Fall solltest Du verschiedene Anbieter vergleichen: Welche Leistungen bieten Dir die jeweiligen Anbieter und vor allem zu welchem Preis? Du solltest nicht den nächstbesten Anbieter nehmen sondern intensive Vergleiche anstellen, um das bestmögliche aus deinem Kapital herausholen zu können.

 Die Zielgruppe im E-Commerce

Kenne deine Zielgruppe, nur so kannst du einen Online-Vertrieb für eben diese gestalten und erfolgreich betreiben. So erfährst du auch, welche Produkte du am besten anbieten solltest und was es gegebenenfalls noch weiteres an eben jene Kunden zu vertreiben geben könnte.

Die meisten Versuche, mit einem Online-Handel erfolgreich zu sein, scheitern daran, dass für das betreffende Angebot keine Abnehmer gefunden werden konnten. Damit Du Abnehmer bzw. Kunden findest, ist es wichtig Deine Zielgruppe zu kennen und dieser Zielgruppe Produkte bereitzustellen, welche den Kunden einen echten Mehrwert zur Verfügung stellen. Der Kunde muss einen Nutzen in Deinem Angebot sehen und diesen erhalten wollen. Es geht grob gesagt also darum, Deinen Kunden Nutzenbefriedigung zu verschaffen, das heißt ihre Wünsche zu erfüllen und nicht darum was Dein Produkt alles ist oder kann, sondern was es dem Kunden bringt und für ihn ist!

Ein Tipp noch zur Zielgruppe an dieser Stelle: Es gibt unterschiedliche Auflagen je nachdem, ob Du einen B2B oder einen B2C Shop betreiben möchtest (z. B. die Informationspflicht betreffend). Je nachdem welche der beiden potentiellen Zielgruppen Deine Zielgruppe ist, wird Dein Online-Vertrieb letztendlich unterschiedlich Gestaltet sein, weil er jeweils eigenen Anforderungen entsprechen muss.

Rechtliche Hürden im E-Commerce

Du musst unbedingt beachten, dass Preise, Versandkosten, Lieferzeiten, Garantie, Gewährleistungszeiten, Datenschutzerklärung bei deinem Online-Vertrieb transparent sind und es dürfen keine versteckten Kosten entstehen. Du brauchst ein Impressum, dies ist gesetzlich in Deutschland vorgeschrieben. Ebenfalls müssen Informationen zu den AGBs (den Allgemeinen Geschäftsbedingungen) vorhanden sein sowie Informationen zum Widerruf.

Für den Widerruf (die Widerrufsbelehrung) bietet es sich eigentlich an ein Formular auf Deiner Website zum Download bereitzustellen. Dieses Vorgehen führt die Kunden auch noch einmal auf Deine Website und bietet so die Möglichkeit, dass sie mit spannenden Produkten konfrontiert und zu weiteren Käufen angeregt werden. Für ausgiebigere Informationen empfiehlt es sich durchaus an die Verbände zu wenden für Informationen und Beratungsbroschüren.

Du solltest Dich nicht durch Versäumnisse, die rechtliche Seite deines Unternehmens betreffend, angreifbar machen und deinen wirtschaftlichen Erfolg gefährden z. B. durch Abmahnwellen, die derartige Versäumnisse im Ernstfall nach sich ziehen können! Darüber hinaus musst Du in deinem Online-Shop auf folgende Schlichtungsstelle hinweisen, welche den Zweck der außergerichtlichen Einigungen in Streitfällen besitzt. Den Link für diese Schlichtungsstelle, welchen Du auf deiner Seite führen musst, habe ich hier. Um auf dem aktuellen Stand der deutschen und europäischen Rechtslage zu bleiben, empfehle ich Dir den Trustetshops-Blog, den passenden Link dafür habe ich hier für Dich.

Absicherung gegen Abmahnungen

Des Weiteren ist es unglaublich wichtig sich gegen Abmahnungen abzusichern. Zum Teil hast Du dafür einen wichtigen Schritt gemacht, wenn du Dich an die rechtlichen Vorgaben in Bezug auf die Einrichtung Deiner Seite hältst (AGBs, Impressum, etc). Zum anderen Teil musst Du jedoch unbedingt darauf achten, dass du weder gegen das Urheberrecht noch gegen das Markenrecht verstößt. Bei den jeweiligen Verstößen können teils empfindliche Abmahnsummen auf Dich warten und dies sind vermeidbare Ausgaben, gegen die man sich am besten durch eine gewissenhafte und regelkonforme Vorgehensweise absichern kann.

Bei Produktfotos und Produktbeschreibungen ist besondere Vorsicht geboten, sie fallen unter das Urheberrecht und sind geistiges Eigentum eines anderen, dürfen also nicht einfach für die eigenen Zwecke bzw. den eigenen Online-Handel genommen werden! Für die Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material bedarf es der Einwilligung des Rechteinhabers und dies wird häufig (z. B. bei Produktfotos und Produktbeschreibungen, welche du gerne von einem Mitbewerber übernehmen würdest) nicht funktionieren.

Demgegenüber kann es auch eine echte Chance sein, dergleichen Dinge selbst anzufertigen, wenn es sich denn personell und zeitlich bewältigen lässt. Denn eine hervorstechende eigene Produktbeschreibung und weitere Produktfotos, welche die Mitbewerber eben nicht zu bieten haben, können ein überzeugendes Merkmal sein, welches Dir die Kunden in die Hände spielen könnte. Die Fotos müssen jedoch sowohl ansprechend als auch professionell sein!

Zahlungsmethoden im E-Commerce

Du solltest versuchen möglichst alle wichtigen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Es ist sinnvoll den Kunden bestmöglich entgegenzukommen, durch eine Vielzahl von verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man bei Dir kaufen wird. Manche Leute nutzen am liebsten Paypal oder zahlen mit ihrer Kreditkarte, Andere bevorzugen Vorkasse oder eine Sofortüberweisung. Um den Zahlungspräferenzen der Kunden gerecht zu werden und sie nicht mit ungeliebten Zahlungsmöglichkeiten zu vergraulen, macht dieses breite Angebot eben Sinn.

Wenn der Bezahlprozess zu unübersichtlich oder unpraktisch für den Kunden ist, kann der aktuelle Einkauf abgebrochen werden bzw. nach einem getätigten Kauf, könnte der Kunde Deinen Online-Vertrieb in der Zukunft meiden. Es macht auch durchaus Sinn diese Zahlungsmöglichkeiten nicht nur einfach anzubieten sondern sie auch kurz und verständlich zu erklären, weil nicht alle Leute die gängigen Zahlungsmethoden kennen und sie auch noch einen Informationsmehrwert durch Deine Website erfahren.

Bekannte und beliebte Zahlungsarten sind z. B.:

  • Paypal
  • Kreditkarte
  • Vorkasse
  • Sofortüberweisung
  • Nachnahme
  • Elektronisches Lastschriftverfahren (Bankabbuchung)
  • Klarna
  • Masterpass

Was benötigst Du vor dem ersten Produktverkauf?

Du benötigst auf jeden Fall einen Gewerbeschein (es sei denn Du willst als Freiberufler durchstarten – dann melde Dich selbst bei dem Finanzamt und nach bedarf bei der zuständigen Kammer), dieser kann bei Deinem nächsten Gewerbeamt beantragt werden. Dieses sendet eigentlich automatisch Benachrichtigungen an das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft und die zuständige Handelskammer.

Darüber hinaus ist das nötige Kapital unumgänglich und dafür benötigst Du aller Wahrscheinlichkeit nach einen Businessplan, um an die benötigten finanziellen Mittel gelangen zu können. Zur Gründung, wie auch für den Laufenden Betrieb, benötigst du finanzielle Mittel, um auch eine möglicherweise eintretende anfängliche/längere Durststrecke überstehen zu können. Erkundige Dich auch auf jeden Fall nach Fördermitteln bei Förderbanken oder nach günstigeren Gründerkrediten oder Zuschüssen für Gründer.

Folgende Themen werden hier nicht explizit behandelt, dennoch möchte ich Dir die Links zu den jeweiligen Themenbereichen zur Verfügung stellen, denn sie sind wichtig:

Versicherungen

Wenn Du Deinen Online-Handel startest, gibt es einige Versicherungen, welche Du auf jeden Fall benötigst und einige Versicherungen, welche je nach deinem Geschäftsmodell und deinem Sicherheitsbedürfnis abgeschlossen werden sollten. Für einen Überblick über die relevanten Versicherungen empfehle ich Dir folgenden Artikel. Die wichtigste betriebliche Versicherung für Dich ist Deine Betriebshaftpflichtversicherung, für alles Weitere lege ich Dir wie bereits empfohlen unseren Versicherungsartikel ans Herzen.

Organisation des E-Commerce

Der E-Commerce deiner Produkte muss bis ins letzte Detail geplant und organisiert sein. Hierbei gibt es grundlegend zwei mögliche Modelle, zwischen denen Du wählen kannst. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass du alles über deinen Online-Handel laufen lässt, ein eigenes Warenlager betreibst und eine Kooperation mit einem der bekannten Versanddienstleister eingehst (UPS/DHL/Hermes). Der Versand und seine Organisation liegen dann in Deiner Hand.

Die andere Möglichkeit ist, dass Du mit deinem Geschäft die Rolle eines Verkaufsvermittlers einnimmst. Das bedeutet, Deine Aufgabe bzw. die Deines Online-Shops ist lediglich die Kontaktherstellung zwischen Käufer und Verkäufer. Dieses Modell ist jedoch für viele Online-Shop-Betreiber nicht das gewünschte Modell und eine Entscheidung für oder gegen das jeweilige Online-Shop-Modell will wohl überlegt sein und ist eine Frage, welche nur Du Dir selbst beantworten kannst.

Softwares können Dir sehr helfen

Möglicherweise ist eine Repricing Software für Dich interessant. Eine Software, welche die automatisierte Anpassung der Preise Deiner Produkte vornimmt. Außerdem besteht die Möglichkeit die Softwareentwicklung selbst zu übernehmen. Da teilweise die Preise im Internet starken Schwankungen unterliegen und eine manuelle Anpassung für Betreiber wie Dich nahezu nicht möglich ist, kann eine solche Software einen wichtigen Teil deiner Arbeit erleichtern. Zumindest ist dies sinnvoll, wenn Dein Warenangebot eine gewisse Größe erreicht hat, welche nicht mehr gut von Dir zu überblicken und zu verwalten ist.

Solltest Du ein elektronisches Warenwirtschaftssystem verwenden? Ein solches kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn Du Deine Produkte nicht nur in Deinem eigenen Shop vertreibst sondern über mehrere Vertriebswege. Ein elektronisches Warenwirtschaftssystem kann Dir einerseits in diesem Fall helfen, Deine eingehenden Bestellungen zentral zu bündeln und zu verwalten und bietet darüber hinaus die Funktion deinen Lagerbestand kinderleicht zu überwachen und einzusehen. Dies gibt Dir eine gewisse Planungssicherheit und sorgt für eine Minimierung von Lieferausfällen, zumal das Programm Dich über knappe Bestände etc. rechtzeitig informiert.

Weitere Tipps

Service: Du darfst die Relevanz eines guten Service nicht unterschätzen, lange Wartezeiten auf E-Mail Anfragen etc. und eine Nichterreichbarkeit bei einer angegebenen Telefonnummer können Kunden bereits vor dem Kauf davon überzeugen, die gewünschten Produkte lieber in einem anderen Shop zu erwerben.

Das Team: Du solltest darauf achten, wenn Du weitere Mitarbeiter für Deinen Online-Vertrieb gewinnen möchtest, dass es sich um hochqualifiziertes Personal handelt, welches sich jedoch gut in Dein Unternehmen integrieren lässt – die Chemie muss stimmen. Dabei sollte darauf geachtet werden, möglichst sich optimal ergänzende Fachkräfte anzuwerben, die Deinem Unternehmen durch ihre Spezialisierung einen echten Mehrwert verschaffen und zusammen ein unschlagbares und motiviertes Team ergeben. Wenn die Chemie in einem kleinen Unternehmen nicht stimmt, hat dies nicht selten fatale Auswirkungen auf den Erfolg des Unternehmens!

Marketing - Absolut entscheidend im E-Commerce!

Gerade für den Online-Vertrieb von Waren gilt, Marketing Marketing Marketing. Ohne geht es nicht und da das Budget am Anfang meist begrenzt ist, sollten die vorhanden finanziellen Mittel so vielversprechend wie möglich investiert werden. Es müssen also viele potentielle Kunden auf Deine Seite gebracht werden und damit hast Du den ersten Schritt erfolgreich bewältigt. Der nächste Schritt ist daraufhin die Conversion-Rate zu erhöhen, die Anzahl der Besucher, die Kunden werden.

Es ist ebenfalls unverzichtbar, dass Du deinen Online-Vertrieb für Suchmaschinen optimierst (SEO). Denn ein Großteil des Traffics läuft heutzutage über Suchmaschinen (organisch), genauer gesagt über eine Suchmaschine: Google (zumindest in unseren Breitengraden ist diese Suchmaschine Branchenprimus und unumgänglich). Wenn Dein Shop also nicht für Suchmaschinen bzw. für Google gefällig gestaltet ist, wird es Dein Unternehmen schwer haben erfolgreich sein oder es wird ganz und gar unmöglich sein.

Darüber hinaus können Siegel und Referenzen auf Deinem Web-Shop dafür sorgen, dass Kunden sich gleich in guten Händen wissen und vertrauen aufbauen können (z. B. das Siegel von ‚Trustedshops’). Darüber hinaus sind positive Kundenrezensionen und –stimmen Gold wert, da diese wiederum weitere Marketingoptionen eröffnen und auch gewinnbringend in die eigene Seite eingebunden werden können.

Ebenfalls hilfreich für die Generierung von Aufmerksamkeit können sein:

  • Gewinnspiele,
  • Gutschein/Rabattaktionen,
  • limitierte Produkte,
  • virales Marketing,
  • unterhaltende Werbemaßnahmen in Form von Content Marketing oder Guerilla Marketing,
  • Social Media Profil/Präsenz,
  • E-Mail-Marketing (z. B. Newsletter),
  • Affiliate-Marketing,
  • Google AdWords.

Erst einmal nebenberufliches Vortasten?

Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit erst einmal nebenberuflich einen Online-Shop zu eröffnen und sich je nach Erfolg dieses Projekts entweder dem Ganzen mit der vollen Aufmerksamkeit zu widmen und die andere berufliche Tätigkeit einzustellen oder möglicherweise den Online-Handel selbst wieder einzustellen.

Die Einstellung des Online-Shops kann durchaus Sinn machen, denn wenn nach einer gewissen Zeit und der danach geschehenen Evaluation kein wirtschaftlicher Erfolg in Sicht ist und es entweder zu einem finanziellen Nullsummenspiel gerät, welches jedoch viele unbezahlte Arbeitsstunden enthält oder sogar zu finanziellen Kosten also zu einem Draufleger wird, sollte man das Unterfangen einstellen, bevor weitere Verluste oder gar die Insolvenz auf einen warten.

Für eine erste Überprüfung der Vermarktbarkeit seines Konzepts und seiner Produkte und um anfänglich einiges an Kosten zu sparen, welche durch die Erstellung etc. eines eigenen Online-Shops anfallen würden, kannst Du natürlich auch erst einmal bei den Bekannten Online-Marktplätzen starten (z. B. Amazon, Ebay, Dawanda, Shpock, Facebook Marketplace).

Die Vorteile bei einem bestehenden Marktplatz einzusteigen sind unter anderem: Keine Einrichtung eines Shops nötig, die rechtlichen Fallstricke sind damit auch zum größten Teil ausgeräumt und die Markplätze haben bereits eine sehr große Reichweite und Bekanntheit. Jedoch gibt es diese Vorteile nicht ohne Nachteile, denn es ist problematisch, dass: Deine Produkte neben den Produkten aller anderen Anbieter aufgelistet werden, der Preisdruck noch viel höher ist, weil auf einem großen Marktplatz versucht wird die besten Preise anzubieten, eine Abhängigkeit zum jeweiligen Marktplatz besteht und das ganze auch bezahlt werden will (Ebay 8,5% und Amazon 7%-20% Abgaben bei den Verkäufen und zusätzlich knapp 40 Euro bei beiden Betreibern als monatliche Grundgebühr).

Anforderungen an deinen Online-Shop

Der Web-Shop muss:

  • Ansprechend sein
  • Eine schnell verständliche und gute Navigation/Nutzerführung bieten. Ein gutes ‚User Interface’ ist wie ein guter Witz, wenn Du es/ihn erklären musst, ist es/er eben nicht mehr gut!
  • Stets die zeitgemäßen Bezahloptionen anbieten
  • Ein responsive Webdesign besitzen (welches sich an die jeweiligen Endgeräte automatisch anpasst)
  • Ein von Dir bedienbares Content-Management-System besitzen
  • Sicher sein in Bezug auf die Gefahren des Internets
  • Sicher sein in Bezug auf den Datenschutz seiner Nutzer
  • SEO-optimiert sein, weil wer auf der Seite 5. von Google wohnt, hat es nicht leicht/ wird es nicht schaffen
  • Schnell sein! Lange Ladephasen bei dem Aufruf oder bei der Navigation des Shops müssen unbedingt vermieden werden. Zeit ist in diesem Sinne im wahrsten Sinne des Wortes Geld, denn jeder Kunde der wegen zu langer Ladezeiten abspringt, ist verlorenes Geld für Dich.
  • Weitere sinnvolle Funktionen deines Web-Shops können sein: Filterfunktionen, Produktkonfiguratoren, eine Suchfunktion, die Kategorisierung von Produkten

Kontinuierliche Analyse/Optimierung ist Pflicht

Der Einsatz einer Analyse-Software zur Verbesserung der Seite (z. B. Google Analytics) ist unumgänglich für Deinen Erfolg. Eine kontinuierliche Analyse der Onlineaktivitäten der Kunden ist heute zu einem Deiner wichtigsten Werkzeuge geworden. Denn nur, wenn du kontinuierlich z. B. das Nutzerverhalten Deiner Kunden bei der Navigation in Deinem Internet-Shop analysierst und aufgrund dieser Analyse Verbesserungen erarbeiten kannst, wird Dein Online-Shop immer besser und besser werden. Durch eine Analyse-Software bist Du eben nicht mehr auf das Lesen im Kaffeesatz angewiesen, sondern hast harte Zahlen und Fakten, auf deren Basis der Shop den Nutzerbedürfnissen und -Verhalten gemäß modifiziert werden kann.

Der ultimative SEO Guide für E-Commerce Websites – Step-by-Step

Ob du nun grade erst mit einer neuen Website beginnst oder eine bereits existierende Seite verbessern willst, wird dir dieser Guide nützliche, taktische Vorschläge zur Verfügung stellen, um dein E-Commerce SEO zu optimieren.

Heutzutage ist es nicht mehr genug auf die erste Seite zu kommen. Du musst Nummer 1 sein. 2011 berichtete Search Engine Watch, dass eine Forschungsstudie von Optify entdeckt hat, dass Websites welche Nummer 1 waren eine durchschnittliche Click-Through-Rate von 36,4% erhielten, Nummer 2 hatte eine CTR von 12,5%; und Nummer 3 hatte eine CTR von 9,5%.

Eine weitere Studie von Gabe Donnini bei Marketing Land stützte Optifys Erkenntnisse. Sie zeigte, dass der Anteil von Eindrücken, welcher von der ersten Position kommt fast das Doppelte der zweiten Position ist, was veranschaulicht welchen Wert der erste Platz beinhaltet.

Was heißt das für einen Laien? Wenn du keine starke E-Commerce  SEO Strategie besitzt, fehlt es dir an Marken Impressionen, Clicks und Verkäufen.

Willst du wissen, wie du deine E-Commerce Website ranken kannst? Lese diesen Step-by-step Guide und du bist auf dem besten Weg ein SEO versierter Geschäftsinhaber oder Vermarkter zu werden.

Schritt 1: Recherche

Bevor du anfängst dein E-Commerce SEO verbessern zu wollen (on-site oder off-site), solltest du mit Recherche anfangen. Keyword-Recherche und Konkurrenz-Recherche.

Warum? Recherche ist der wichtigste Teil von SEO. Das falsche Keyword anzuvisieren, indem du Low Quality Traffic und wenig Conversion generierst, kann deine Kampagne ruinieren – und kein Unternehmen will so etwas!

Keyword Recherche

Es gibt drei primäre Bereiche, auf welche du dich fokussieren solltest, wenn du deine Keyword Recherche durchführst:

1. Finde Keywords für deine Homepage und Produktseiten

Wenn es darum geht die wichtigsten Seiten deiner Homepage zu optimieren, solltest du die Relevanz, Suchvolumen und den Schwierigkeitsgrad des Rankings (Ranking Difficulty) in Betracht ziehen.

Ich schlage vor, dass du nach Keywords suchst, welche höchst relevant für deine Marke oder deine Produkte sind, ein hohes, entsprechendes Suchvolumen in Googles AdWords Tool haben (lokal, nicht global) und einen niedrigen Difficulty Score bei Moz‘ Keyword Tool.

Gehe sicher, dass du keine Keywords nutzt, die zu umfassend oder wettstreitend sind. Wenn die Übereinstimmung zu umfassend ist, wirst du wahrscheinlich eher eine höhere Bounce Rate oder eine niedrige Conversion Rate erhalten. Grund dafür ist, dass sich die Leute durch deine Seite klicken und nicht das finden was sie eigentlich suchen. Nutzt du zusätzlich ein Keyword mit hoher Konkurrenz, wird es länger dauern, ein hohes Ranking zu erzielen.

Wenn du zum Beispiel, „naturreine“ Kaffee Filter herstellst, solltest du nicht solche umfassenden Keywords wie „Kaffee“, „natürlicher Kaffee“ oder „organischer Kaffee“ nutzen, da diese nicht spezifische Keywords für Leute sind, welche nach Kaffee Filtern suchen. Außerdem haben diese Keywords eine hohe Konkurrenz, und deine Seite wird höchstwahrscheinlich nicht höher ranken als große Kaffee Hersteller

2. Bestimme Keywords für Blog Themen

Blog Content zu kreieren kann dabei helfen dein E-Commerce Geschäft auf zusätzliche Keywords zu ranken, welche sonst auf deiner Haupt-Website fehl am Platz wären.  Zusätzlich kannst du Long-Tail-Keywords auf deinem Blog aktivieren.

Was sind überhaupt Long-Tail-Keywords? Sie sind spezifische Sucheingaben, die Leute nutzen um online Dinge zu finden. Sie bestehen aus mehr als einem Wort.

Zum Beispiel, mag es nach einer guten Idee klingen, zu versuchen auf „Kaffee“ zur ranken, wenn du Kaffeebohnen verkaufst; dennoch zeigen Angaben, dass „beliebte“ Suchbegriffe wie „Kaffee“ weniger als 30% der Sucheingaben im Internet ausmachen. Das ist da wo Long-Tail-Keywords ins Spiel kommen.

Laut Moz, liegen die restlichen 70% in dem was man „Long Tail“ nennt. Der „Long Tail“ beinhaltet hunderte von Millionen von spezifischen Suchanfragen, welche ein paar Mal durchgeführt werden, aber zusammen die Mehrheit der Nachfrage nach Informationen durch Suchmaschinen, umfassen.

In diesem Sinne, solltest du Long-Tail-Keywords nutzen, die ein hohes, exaktes und übereinstimmendes Suchvolumen (lokal, nicht global) und einen geringen Difficulty Score. Nachdem du diese Liste ausgeschöpft hast, kannst du anfangen Keywords mit niedrigem Volumen anzuvisieren, die dennoch höchst relevant sind.

Notiz: Niemals solltest du deine Seite oder deine Blog Posts mit Keywords vollstopfen. Wenn du an deinem Blog schreibst, fokussiere dich darauf guten Content zu erstellen, über Themen, welche die Leute lesen wollen und teilen.

Im Wesentlichen: schreibe immer für Leute, nicht für Suchmaschinen. Googles Algorithmus belohnt Seiten, welche guten Content kreieren und bestraft diese, die Keywords im Übermaß verwenden oder diverse andere Taktiken, welche als manipulativ gesehen werden könnten.

3. Vermeide Keyword Kannibalismus

Keyword Kannibalismus tritt in Erscheinung, wenn mehrere Seiten der gleichen Website versuchen, auf dasselbe Keyword zu ranken. In einem Post über On Page SEO, hat Sean Work von KISSmetrics bemerkt: „Das Problem ist, dass es für die Suchmaschinen sehr verwirrend sein kann. Du zwingst sie quasi dazu, zu entscheiden welche Seite für dieses bestimmte Keyword am wichtigsten ist. Das schwächt deine Möglichkeit für dieses Keyword Traffic zu generieren.“

Also, was bedeutet das? Das heißt, dass du keinen Blogpost schreiben solltest, welcher ein Keyword beinhaltet, auf welches du dich bereits im Hauptteil deiner Seite fokussiert hast. Um Keyword Kannibalismus zu vermeiden, liste jede Seite deiner Website in einer Tabelle, mit den Keywords auf die du ranken willst. Wenn du die Keyword Spalte sortierst, solltest du bestenfalls keine doppelten Keywords sehen.

Wettbewerber Recherche

Nachdem du deine Keyword Recherche abgeschlossen hast, bist du schon halbwegs da! Jetzt ist es an der Zeit Recherche über deine Wettbewerber zu betreiben. Dabei solltest du beachten:

1. Welches Keyword nutzen deine Hauptkonkurrenten?

Erstelle eine Liste der Keywords, welche deine Konkurrenten mit ihrer SEO Strategie zu nutzen scheinen. Außerdem solltest du überprüfen ob sie eine höhere Domain Authority (DA) als du besitzen.

Glücklicherweise, macht Moz das sehr einfach für dich. Du kannst ganz einfach Informationen finden, wenn du dir die kostenlose Moz Toolbar installierst.

Wenn deine Konkurrenten deutlich höhere DA’s oder PA’s als du haben, wäre es eine gute Idee andere Keywords zu fokussieren, weil es sehr schwierig wäre gegen sie zu konkurrieren.
Versuche es dir leichter zu machen, wenn es geht!

Um die DA oder PA jeder beliebigen Website zu bestimmen, brauchst du nur die freie Moz Toolbar für Chrome oder Firefox zu installieren.

2. Woher haben sie ihre Links?

Eine wichtige Sache ist es, eine Liste von allen Orten zu erstellen, woher deine Konkurrenten ihre Inbound Links erhalten.

Du kannst ein Tool wie den Open Site Explorer benutzen.

Du kannst ebenfalls versuchen einen Link von diesen Seiten zu bekommen, durch Blogger Outreach, Press Outreach oder das Einrichten deiner eigenen Company Page. Keine Sorge, in diesem Guide wird es später noch mehr Informationen über Blogger und Media Outreach geben!

Bevor du irgendeine Seite aus dieser Liste kontaktierst, solltest du erst jede Seite entfernen, die einen niedrigen DA Score hat. Einen Inbound Link von einer Seite mit niedrigem DA Score zu bekommen, kann deinem Ranking sogar schaden. Google glaubt, dass eine schlechte Seite auf dich verlinkt, weil deine Seite ebenfalls schlecht ist. Gut zu wissen, nicht wahr?

3. Wie ist ihre Seite aufgebaut?

Schaue dir die Seitenarchitektur der konkurrierenden Seiten an. Wie ist ihre Navigation aufgebaut? Wie tief gehen ihre Links? E-Commerce Stores sollten dem Aufbau besonders viel Aufmerksamkeit widmen, für:

  • Beliebte Produkte in einer bestimmten Kategorie
  • Ähnliche Produkte
  • Best bewertete Produkte
  • Kürzlich angesehene Produkte

Sobald du eine Ahnung davon hast, wie die größten Unternehmen in deiner Industrie ihren Aufbau organisieren, kannst du entscheiden, ob du denselben Weg gehen möchtest, dasselbe machen möchtest, aber mit kleinen Änderungen oder etwas komplett Anderes.

Laut Moz, argumentieren die meisten SEOs, dass die Seiten, welche sehr tief in der Architektur vergraben sind und möglicherweise nicht genug Link Juice erhalten, um in den Suchmaschinen Rankings sichtbar zu sein. Sicherlich stimmt es, dass man den Content „über“ die Architektur promoten kann, um so sein gesamtes Ranking zu verbessern.

Wenn du also große Konkurrenten mit tiefer navigatorischer Architektur siehst, solltest du sie nicht kopieren nur, weil sie eine große Marke sind.

4. Von einer strategischen Perspektive, wie kannst du deine Website differenzieren?

Diese Frage hängt mit dem zusammen, was wir grade über Seiten Architektur diskutiert haben.

  • Was kannst du für deine Seite tun, was sie anders und besser als die deiner Konkurrenten macht?
  • Kannst du die navigatorische Architektur verbessern?
  • Wie kannst du deine Seite sozialer machen?
  • Wirst du einen Blog hinzufügen, wenn deine Konkurrenten keinen haben?

Erstelle eine Liste mit Sachen, welche du machen willst, um sicher zu gehen, dass deine Seite für die Konsumenten die beste ist.

Schritt 2: Identifizieren von aktuellen Problemen

Nachdem du deine Keyword- und Konkurrenten Recherche durchgeführt hast, ist es an der Zeit deine Seite auf Probleme zu überprüfen, die gelöst werden müssen. Ich empfehle dir, dich auf folgende Dinge in der Überprüfungsphase zu fokussieren:

Finde Seiten-Error schnell

Ich nutze gerne Screaming Frog um Website Error zu finden. Screaming Frog ist kostenlos und wird deine Website Links, Bilder, CSS, Script und Apps von einer SEO Perspektive „crawlen“.
Danach wird es dir eine Zusammenfassung der Daten, inklusive Error, Redirects, duplizierten Seiten, fehlender Header Tags etc. zur Verfügung stellen.

Die Top Error, welche du schnell korrigieren möchtest, beinhalten:

  • Jede 404 Seite zu Content umleiten
  • 302 Umleitungen zu 301 Umleitungen zu ändern.
  • Aktualisieren von doppelten Content Pages, Meta Titeln und Meta Beschreibungen

Screaming Frog wird dir helfen die oben genannten Probleme zu identifizieren und viele, viele andere Seiten Error, welche dir helfen dein SEO zu verbessern und gesamte Benutzbarkeit und Conversion Rate.

Bestimme die Geschwindigkeit deiner Website

Sobald du dich um die Fehler gekümmert hast, kannst du dich auf die Geschwindigkeit der Website fokussieren. Besucher werden nicht einfach herumlungern und warten, dass die Website geladen hat. Deine Kunden werden zurück zu Google gehen, um eine schnellere Website zu finden, welche höchstwahrscheinlich ein Konkurrent ist!

Tatsächlich zeigen Studien, dass 40% der Leute eine Seite verlassen, die länger als 3 Sekunden braucht, um zu laden. Verliere keine Kunden bloß, weil deine Seite langsam ist. Deswegen ist es sehr wichtig, dass deine Website schnell lädt. Wenn du einen Weg brauchst, um die Geschwindigkeit zu testen, nutze ein kostenloses Tool wie z.B. Pingdom.

Wenn deine Seite mehr als 3 Sekunden braucht, um zu laden, kannst du die Geschwindigkeit verbessern, indem du mehr Server Platz kaufst und ein anderes CMS nutzt oder die Bilder und Dateiengrößen verkleinerst. Im oberen Beispiel, kannst du sehen, dass unsere Seite 2.24 Sekunden lädt!

Schritt 3: On-Page Optimierung

Während Off-Page Suchmaschinen Optimierung (wie Link Building) wichtig ist, ist On-Page Optimierung genauso wichtig. On-Page Optimierung beinhaltet alle Handlungen, welche du auf deiner Website machst, um sie besser ranken zu lassen.

Denke an On-Page Optimierung wie an die leichte Beute im SEO. Du kannst das kontrollieren, was es so toll macht.

Wenn es um On-Page Optimierung geht, gibt es 8 zentrale Ziele, auf die du dich fokussieren solltest:

  • Keyword Optimierung
  • Seiten Struktur
  • Internes Verlinken
  • Benutzbarkeit
  • Mobile Version der Website
  • Kunden Rezensionen
  • Rich Snippets
  • Integration von Social Media

Keyword Optimierung

Wie ich vorhin bereits erwähnt habe, möchtest du deine Seite und Blogposts auf ein Keyword optimieren. Um deine Seite zu optimieren, musst du sicher gehen, dass die Seite das Keyword in strategischen Orten ist, einschließlich:

  • Der Seiten Titel
  • Header
  • Subheader
  • Paragraf Text
  • Produktbeschreibung
  • Bilder Namen
  • Bilder Alt Tags
  • Meta Titel und Beschreibung
  • URLs

Wenn du URLs erstellst, mache sie nutzerfreundlich. Das heißt, dass sie richtige Wörter beinhalten (dein Keyword) und nicht lauter Nummern und Kauderwelsch.

Erinnere dich außerdem daran, dass dein Meta Titel und Beschreibung auch nicht voller Kauderwelsch und Nummern vollgestopft sein sollten.
Sie sollten sich wie eine Anzeige lesen lassen, denn je höher die Click-Through-Rate (CTR), desto höher wird Google dich in seinen Suchergebnissen platzieren. Macht Sinn oder?

WelcheBeschreibung würdest DU anklicken? Die, welche mit Keywords vollgestopft ist oder die, die dir einen Vorteil verspricht? Nachdem du es dir mal so angesehen hast, beginnt die On-Page Optimierung viel mehr Sinn zu machen.

Seitenstruktur

Wenn du eine Website von Grund auf aufbaust oder ein Re-Design ausführst, ist Informations-Architektur ein Muss. Wir haben ein wenig über Aufbau/ Architektur geredet, aber lass uns da mal ein wenig tiefer „eintauchen“.

Wie du weißt, kann ein großartiger Aufbau die Benutzbarkeit, das Ranking und die Conversion deiner Website dramatisch beeinflussen. Zusätzlich, wird ordnungsgemäße Planung das Expandieren deiner Produkt Linie zu einem Kinderspiel machen. Das trifft besonders bei E-Commerce Webseiten zu, wegen der schieren Größe der Seite.Mit Benutzbarkeit im Sinn, kann ein Tool wie LucidChart eine Grafik von der Informationsarchitektur deiner Website erstellen.

Fokussiere dich drauf „flache Architektur“ für deine Website zu kreieren, was bedeutet, dass es das Design ermöglichen sollte mit so wenigen Klicks wie möglich von deiner Homepage zu einer Produktseite zu gelangen. Auf diese Weise gelangt die maximale Menge von „Link Juice“ von deiner Homepage auf deine Produktseite mittels interner Links.

Dann nimm deine Ergebnisse von der Keyword Recherche, welche du am Anfang gemacht hast und basiere deine Architektur auf dein Zielkeyword auf eine Weise, die dir immer noch Kunden und bietet und Suchmaschinen einen Weg von deiner Homepage zu deinen Produktseiten liefert.Wenn du mit deinem Latein am Ende bist, kannst du dich durch einen Blogger oder Berater an die SEO Community wenden, um dich zu vergewissern, dass du es beim ersten Mal richtig machst.

Das oben illustrierte Layout hat offensichtlich Links von der Homepage runter zu der Produktseite. Es ist außerdem hilfreich zwischen den Seiten und Kategorien zu verlinken, um „Link Juice“ zu den Seiten zu verteilen, welche eine höhere Ranking Priorität haben.

Internes Verlinken

Der nächste Schritt ist internes Verlinken. Vielleicht hast du noch nicht davon gehört, aber ich bin mir sicher du weißt was das ist.
Das ist, wenn du innerhalb deiner Website zu anderen Seiten deiner Website verlinkst.

Internes Verlinken erlaubt dir deinen eigenen Anchor Text aufzubauen, welcher dir helfen kann auf deine Top Keywords zu ranken.

Dennoch, wenn es um internes Verlinken geht, solltest du es sparsam einsetzen. Wenn du all deine Seiten mit internen Links vollpackst, wird Google denken, dass du versuchst etwas Verdächtiges zu tun. Google ist schlau und der Algorithmus wird das bemerken. Vielmehr solltest du versuchen interne Links nur dort zu platzieren wo es natürlich ist.

Zusätzlich solltest du bei dem exakt selben Anchor Text nicht so viele Links hinzufügen. Google hält nach einer Vielfalt in Anchor Texten von Inbound und internen Links.

Wenn du die Website endlich fertiggestellt hast, solltest du eine Sitemap erstellen, damit Google deine Website „crawlen“ und jede Seite indizieren kann.

Benutzbarkeit

Benutzbarkeit ist für E-Commerce  SEO superwichtig, um deine Seitenbesucher glücklich zu machen. Wenn deine E-Commerce Seite eine tolle Benutzbarkeit hat, werden die Kunden deine Seite wiederholt nutzen, was ja das Ziel ist!

Gute Nutzererlebnisse bedeuten, dass eine Website einfach zu nutzen ist, Spaß macht und hilfreich ist. Ein gutes Nutzererlebnis bedeutet außerdem, dass die Nutzer mehr Zeit auf deiner Seite verbringen werden.

Ein Teil deiner Benutzbarkeits-Untersuchung solltest du sichergehen, dass der Abmeldungsprozess reibungslos funktioniert und so wenig Schritte wie möglich erfordert, es für Besucher einfach ist dich schnell zu kontaktieren, dass sie schnell an wichtige Informationen kommen und die Garantie, dass deine Seite schnell lädt.

Ich empfehle ein Live Chat Widget zu nutzen. So etwas funktioniert gut um die Conversion Rate zu verbessern und erhöht die durchschnittliche Zeit die ein Nutzer pro Besuch auf einer Seite verbringt, was für E-Commerce SEO perfekt ist.

Eine mobile Version deiner Website

Weißt du wie beliebt Mobile Shopping geworden ist? Viele Leute browsen nicht nur im Netz, sondern tätigen auch ihre Einkäufe auch durch mobile Geräte, was bedeutet, dass es wichtig ist, dass es eine mobil-freundliche Version deiner Seite gibt.

Brauchst du eine Überzeugung? Schau dir diese Statistiken an:

  • 31% der mobilen Internet Nutzer gehen hauptsächlich mit ihren Mobilgeräten online
  • 61% der Kunden, welche eine Seite besuchen, welche für Mobilgeräte nicht kompatibel ist, gehen höchstwahrscheinlich auf die Seite eines Konkurrenten.
  • 58% aller mobilen Nutzer erwarten von mobilen Seiten, dass sie genau schnell oder noch schneller als Desktop Seiten laden.

Viele Firmen hatten Probleme mit den mobilen Versionen ihrer Website. Da sie duplizierten Content erstellt haben, bereitet das SEO Probleme und beeinflusst den Google Algorithmus für dein Ranking.

Mit der Einführung von Responsive Website Design, kannst du eine Seite so codieren, dass sie auf jedem Gerät funktioniert (Desktop, Tablet, Mobiltelefon) ohne das sie multiple Seiten kreiert. Dies sind gute Neuigkeiten für E-Commerce Seiten.

Wenn du unter deinen Mitarbeitern keinen Web Developer hast, kannst du eine Responsive Design Vorlage von Themeforest.net oder einer anderen Seite erwerben.

Themeforest hat eine besonders gute Auswahl an E-Commerce Vorlagen.

Kundenrezensionen

Natürlich ist das Grundnahrungsmittel für jede E-Commerce Website die Kunden Rezensionen für jedes Produkt.

Laut Internet Retailer kannst du deine E-Commerce Conversion Rate um 14-76% steigern, indem du Produkt Rezensionen zu deinem Online Shop hinzufügst. Jupiter Research hat außerdem herausgefunden, dass 77% aller Konsumenten vor dem Kauf die Rezensionen lesen.

Zusätzlich zu wachsender Conversion, wirken sich Kunden Rezensionen auch positiv auf dein E-Commerce SEO aus, weil Rezensionen = mehr Content und häufige Rezensionen = frischer Content, den Google gerne sieht.

Um mehr Kunden Rezensionen zu erhalten, kannst du ein belohnungsbasiertes Plugin benutzen.

Du kannst nach einigen Tagen auch eine E-Mail versenden, nachdem ein Kunde sein Produkt erhalten hat, und fragen ob er irgendwelche Hilfe braucht und wenn nicht, ob, er eine Rezension hinterlassen möchte. Einfache Tricks wie diese helfen deinem E-Commerce SEO!

Rich Snippets

Wenn du Google nutzt, dann hast du bestimmt Ergebnisse gesehen, welche z.B. ein Bild beinhaltet haben. Das sind „Rich Snippets“ und sie haben einen gewaltigen Einfluss auf das Ranking einer Website.

Es gibt Arten von Rich Snippets für Autoren, Business Informationen, Events, Musik Alben, Personen, Produkte, Rezepte, Rezensionen und Videos. Rich Snippets sind mit HTML codierte Stückchen, welche den Suchmaschinen sagen, was Besucher über deine Website verstehen sollen, bevor sie sie überhaupt anklicken. Wenn Leute bei Google Ergebnisse mit Bildern sehen, klicken sie höchstwahrscheinlicher darauf und werden ein Kunde.

Social Media Integration

Eine E-Commerce Seite wäre nicht komplett ohne Social Media!
Social Media Signale (das Erweitern deiner Community, interagieren mit Kunden und Content teilen) beeinflussen dein E-Commerce SEO. Viele Social Signals zeigen Google, dass Leute deine Website und Marke wertvoll finden. Du kannst anfangen deine Social Signals schnell wachsen zu lassen, indem du Social Buttons zu deiner Produktseite, deinen Blogposts und Homepage hinzufügst.

Laut Jayson DeMers von Forbes kann „eine markengeschützte Soziale Präsenz helfen Mundpropaganda aufzubauen, welche dir Kunden, Mentions und Links einbringt. Forbes sagt „Google hat ausdrücklich gesagt, dass Social Media Signals eine Rolle im Algorithmus spielen. Twitter und Facebook sind ein wenig wichtig, aber viele der Suchergebnisse aus beiden Netzwerken sind beschränkt. Daher ist das relevanteste Netzwerk Google+.“

Schritt 4: Weitere Tests

Nachdem du an deinem On-Page SEO (einschließlich Benutzbarkeit) gearbeitet hast, ist es wichtig eine Prüfung und Optimierungsstrategie einrichten.

Du solltest:

  • Analytics nutzen, um zu sehen welche Keywords am höchsten konvertieren
  • PPC Kampagnen nutzen, um hoch konvertierende Keywords zu finden, die du zu deiner SEO Strategie hinzufügen kannst
  • Meta Titel und Beschreibungen testen um Click Throughs zu steigern
  • Deinen Seiten Content A/B testen um Conversions vom Web Traffic zu erhöhen

Schritt 5: Blog Content hinzufügen

Wie ich schon in Schritt 1 erwähnt habe: Recherche, Keyword Recherche ist für jede SEO Strategie entscheidend. Da jede Seite deiner Website nur für ein Keyword optimiert werden sollte, wird es eine Menge an wichtigen Keywords, welche es nicht auf eine Seite deiner Website schaffen.

Um auf diese Keywords zu ranken, brauchst du einen Blog. Mit einem Blog kannst du jeden Post auf ein Keyword optimieren, welches du nicht mit der Hauptseite deiner Website anvisierst.

Wie bei deinen Website Seiten, sollte dein Blog qualitativ hochwertig sein und leserfreundlich sein. Du solltest einen erfahrenen, professionellen Verfasser einstellen, welcher nicht nur deine Industrie versteht, aber auch Grundkenntnisse in SEO oder E-Commerce SEO hat.

Wenn deine Posts mit Keywords vollgestopft oder qualitativ niedrig sind, werde deine Kunden sie nicht lesen und noch weniger teilen. Außerdem solltest du wissen, dass Google dich bestrafen wird, wenn du deine Texte mit Keywords füllen wirst und du wirst keine Social Signal Points erhalten. Wenn du Blog Content kreierst, erwäge es verschiedene Posts über dasselbe Thema in ein eBook oder Guide zum Herunterladen zu verpacken.

Kyle Lacy, Senior Manager des Content Marketing und Recherche von ExactTarget sagt: “ Der Inhalt eines eBooks kann leicht in seiner Gesamtheit oder als Teaser Content herausgegeben werden, um mehr Interaktion, Downloads und allgemeines Interesse vorantreiben. Grundsätzlich, wenn es um Content Marketing geht, sollte dein Ziel nicht das Erstellen von einer Menge Content sein, sondern lieber den Content nutzen, den du effektiv geschaffen hast.

Wenn du zum Beispiel ein E-Commerce Business bist das Schmuck verkauft, könntest du eine Serie von Posts darüber wie man den perfekten Diamanten für einen Verlobungsring findet, wie man die Kosten für einen Ring finanziert und du könntest sogar kreative, romantische Tipps für einen unvergesslichen Antrag einschließen.
Alle diese Posts könntest du in ein eBook oder Guide verpacken und zum Herunterladen zur Verfügung stellen.

Das eBook oder der Guide könnten heruntergeladen werden, nachdem die Käufer ihre E-Mail-Adresse in ein Lead Generation Formular oder Landing Page eingegeben haben.

Später könntest du ihnen eine Serie an Verkäufen oder Marketing E-Mails an sie senden, die den potentiellen Käufer veranlassen den Verlobungsring von deinem Shop zu kaufen. Während du diese Art der Content Marketing- und Email Kampagne zusammenträgst, erinnere dich, dass wenn es darum geht Web Content zu schreiben, solltest du immer an Qualität denken.

Schritt 6: Link Building

Ähnlich wie bei Content, wirst du dich darauf konzentrieren wollen qualitative Inbound Links zu bekommen, wenn es um Link Building geht. Nicht nur wird Google deine Seite bestrafen, wenn qualitativ niedrige Seite zu dir verlinken, aber auch wird der Referral Traffic deinem Geschäft nichts Gutes tun.

Ein qualitativ niedriger Inbound Link würde einer von einer Website mit geringer Autorität sein. Du kannst eine qualitativ niedrige Seite meistens schon erkennen, wenn du sie dir nur anschaust. Sie tendieren dazu voller Werbeanzeigen zu sein und schlecht geschriebenem, mit Keywords gefülltem Content.

Da wir grade davon reden, Content Farmen (Seiten welche Guestposts von jedem über alles Mögliche akzeptieren) bieten dir normalerweise einen qualitativ niedrigen Link an. Google mag keine Content Farmen, also versuch dich von ihnen fern zu halten.

Fokussiere dich stattdessen darauf Links von wirklich guten, autoritären Seiten zu bekommen, indem du ihnen etwas von Wert anbietest, im Austausch für einen Link.

Du kannst das machen, indem du einen hochqualitativen Guestpost anbietest, ein gutes Angebot für eine Story zur Verfügung stellst, co-authoring einer Forschungsstudie, eine gute Infografik erstellst und so weiter.

Hier sind ein paar Arten von Links, die am besten zu E-Commerce Websites passen:

  • Produkt Rezensionen
  • Presse Berichte
  • Toller Content
  • Broken Link Building

Eine kleine Notiz über Broken Link Building: während es ein effektives Mittel für das Generieren von Inbound Links ist, sollte es auf der Liste der Prioritäten niedrig sein.

Gemäß nach Dana Lookadoo, Präsident von Yo! Yo! SEO

„Broken Link Building ist für gewöhnlich nicht der primäre Fokus eines neuen SEO Projekts. Eine SEO Kontrolle würde Bedarf aufdecken und von da aus würde eine Prioritätenliste entwickelt werden.

Sobald das On-Site SEO und die Content Strategie gefestigt sind, dann kann Broken Link Building Outreach als Teil der Off-Site (Link Building) Bemühungen betrachtet werden.“

Während du dich durch die obere Liste von Link Building Aufgaben durcharbeitest, behalte im Gedächtnis, dass wenn es um Link Building geht, du NICHT:

  • Den selben Anchor Text mehrmals nutzen solltest – entscheide dich für Vielfalt
  • Mehrmals zu denselben Seiten verlinken solltest – verlinke zu der relevantesten Seite
  • Links von Websites mit niedriger Autorität erhalten

Natürlich wirst du nicht immer in der Lage sein, Kontrolle über den Anchor Text zu haben oder welche Seite angesehen wird, aber das ist okay. Dies ist wahrscheinlich natürliche Vielfalt.

Wenn du mit dem Besitzer der Website eine gute Beziehung hast, könntest du freundlich nach einem spezifischen Anchor Text fragen, ansonsten solltest du dich einfach bedanken und die Person nicht drängen den Anchor Text oder Link zu ändern. Es ist besser eine gute Beziehung zu Seiten mit hoher Autorität aufzubauen, als sich über einen Link zu streiten, welche dein E-Commerce SEO nicht gefährden würde.

Schritt 7: Lokale Business Tipps

Hast du ein lokales Geschäft? Wenn du ein Brick-And-Mortar Geschäft hast, willst du dich vergewissern, dass dein Name, deine Adresse und Telefonnummer (NAP) für alle Orte auf deiner Website sichtbar ist. Du solltest dieselbe NAP Formatierung auf jeder Website nutzen.

Zusätzlich kannst du dein Unternehmen zu allen wichtigen Verzeichnissen und Nischen Verzeichnissen einreichen. (Sie müssen für dein Unternehmen relevant sein)
Wo es angebracht ist, solltest du außerdem Standort basierte Keywords in deine Beschreibungen einbauen.

All das ist sehr wichtig, da Google lokale und organische Such Rankings vermischt. Laut Dr. Pete von Moz gibt es eine „Möglichkeit für Seiten, welche einen schwachen organischen Ranking Faktor haben“ um dennoch „anständig lokal optimiert zu werden“.

Er behauptet ebenso, dass es eine „potentielle Möglichkeit für manche der niedrig rankenden organischen Ergebnisse“ gibt um „über den anderen organischen Ergebnissen promotet zu werden, was den lokalen Ranking Faktor verbessert.“

Wenn du die Verzeichnisse finden willst, in denen deine Konkurrenten sind, versuche den Whitespark Local Citation Finder.

Schritt 8: Die besten E-Commerce SEO Tools

Ob du ein Teil eines SEO Teams bist oder ein Einzelstratege, gibt es eine Menge an SEO Tools auf dem Markt, welche dir helfen dein Ranking zu optimieren. Und ich erzähle dir jetzt welche Tools wir am liebsten benutzen.

Hier sind meine Lieblings SEO Tools:

  • SEOmoz Keyword Tool
  • Open Site Explorer
  • Screaming Frog
  • Google AdWords Keyword Tool
  • Authority Labs
  • Ubersuggest Keyword Suggestion Tool
  • Mergewords
  • Buzzstream
  • Citation Labs Broken Finder

Eine Kombination aus diesen Tools wird dir helfen deinen E-Commerce SEO Prozess zu optimieren und kann dir die Daten bereitstellen, welche nötig sind, um schlaue Entscheidungen zu machen die zu einem besseren Ranking führen. Die wirkliche Arbeit liegt immer noch bei dir.

Fazit zur E-Commerce SEO

Es gibt viele Gründe weswegen du deine Seite für Suchmaschinen optimieren solltest, aber das Fazit ist, um die Verkäufe zu erhöhen. Wenn SEO richtig gemacht wird, wirst du eine Steigerung in Quality Traffic sehen, was zu mehr Conversion und wiederholten Besuchern führt.

Bevor du anfängst, musst du eines verstehen: SEO ist kein Einmalgeschäft. Google und weitere wichtige Suchmaschinen aktualisieren ihre Algorithmen konstant, um dem Sucher das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Genau deswegen musst du einen Überblick auf die Updates haben und deine Strategie stetig anpassen.

Es gibt keine Zweifel, dass SEO viel Zeit und Engagement erfordert. Aber die Vorteile sind es wert, und ich hoffe, dass dir dieser Guide geholfen hat deine E-Commerce SEO Strategie zu verbessern und die Verkäufe deiner E-Commerce Seite zu steigern!

Von dieser Reihe solltest Du mindestens mitnehmen:

  • Ohne irgendeine innovative Idee, welche Mehrwert und den Kunden nutzen bringt, wirst Du wahrscheinlich nicht erfolgreich sein
  • Stelle die Weichen Deines Unternehmens wohl überlegt (Baukasten vs. Selbst gehostet – rein Online vs. Mischform - Nebenberufliches Vortasten vs. 'all in')
  • Mach Dir Gedanken über Deine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse
  • Beachte die rechtlichen Vorgaben
  • Triff Entscheidungen in Bezug auf Vertriebssystem/Versicherungen/
  • Marketing Marketing Marketing (vor allem SEO beachten!)
  • Beachte die Anforderungen an einen guten Shop und optimiere und analysiere diesen kontinuierlich

 


Kaizen

Kaizen - Stetige Verbesserung mit der japanischen Management-Methode

Japan galt lange Zeit als die unbestrittene Heimat von neuester Technik mit höchster Qualität. Doch der Aufstieg Japans zur Technologie-Nation war keinesfalls reiner Zufall. Das japanische Wirtschaftswunder war das Resultat verschiedener Faktoren, genauer gesagt, waren hier vor allem vier Faktoren entscheidend. Kaizen hat wesentlich dazu beigetragen.

Zum einen verfolgte die japanische Regierung eine Wachstumspolitik, bei der das Geld aus dem Wachstum direkt wieder reinvestiert wurde. Zweitens war der japanische Markt geprägt durch Konkurrenz innerhalb Japans, bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Isolation nach außen.

Kaizen - Die Kunst der Perfektionierung

Vor allem aber verstanden es die japanischen Unternehmen, Schlüsseltechnologien aus dem Ausland zu übernehmen und kontinuierlich weiter zu verbessern. Diese Methodik wurde später als „Kaizen“ bekannt. So gelang es japanischen Unternehmen nach und nach international Marktanteile zu erobern und so in einige der wichtigsten globalen Märkte vorzudringen.

Im Folgenden Artikel will ich Dich mit den Methodiken des „Kaizen“ vertraut machen und Dir erklären wie sie funktionieren. Vor allem aber will ich Dir hiermit erklären, wie Du die Methoden für deine eigene Existenzgründung nutzbar machen kannst.

Was ist „Kaizen“?

Kaizen ist ein ursprünglich japanischer Methodenansatz im Prozessmanagement und Qualitätsmanagement zum Zwecke einer kontinuierlichen Produktverbesserung. Dabei liegt ein großer Fokus auf der Einbeziehung der Mitarbeiter, die in die Lage versetzt werden sollen, selbstständig stetig Verbesserungen durchführen zu können.

Der japanische Begriff „Kaizen“ setzt sich aus den japanischen Wörtern „Kai" für „Veränderung“ und „Zen" für „zum Besseren“ zusammen. Das Ziel von Kaizen ist die erfolgreiche Verbesserung in einer schrittweisen, punktuellen Perfektionierung oder Optimierung eines Produktes oder Prozesses. Dabei wird Kaizen, ganz im Sinne des Qualitätsmanagements, nicht als einmaliges Projekt durchgeführt, sondern muss viel mehr als ein kontinuierlicher und dynamischer Prozess verstanden werden.

Die Entstehung von Kaizen

Nach der Niederlage im zweiten Weltkrieg befand sich die japanische Wirtschaft, ähnlich wie in Deutschland, vollkommen am Boden. Gleichzeitig wurden die neuen Arbeitsbedingungen zunächst erst einmal von der Besatzungsmacht festgelegt, welche mit ihren Maßnahmen langfristig die Rechte der Arbeitnehmer stärken wollte. So wurden unter anderem z. B. der Einfluss der Gewerkschaften und der Kündigungsschutz gestärkt.

Das Beispiel von Toyota

Als Paradebeispiel für diese Entwicklungen gilt bis heute vor allem der japanische Automobilkonzern Toyota. Durch die Entlassung eines Viertels der Mitarbeiter brach in dem Konzern innerhalb der Nachkriegsära ein langanhaltender Arbeitskampf aus.

Am Ende dieses Prozesses wurden zwar dennoch ein Viertel der Mitarbeiter entlassen, aber die Rechte der verbliebenen Arbeitnehmer wurden dafür immens gestärkt. So erhielten alle Arbeiter eine lebenslange Beschäftigungsgarantie, eine Entlohnung, die sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richtete und eine Gewinnbeteiligung durch regelmäßige, prozentuale Gewinnausschüttung an die Mitarbeiter.

Durch diese Regelungen wurden die Toyota-Mitarbeiter zu einem der wichtigsten Fixkostenbeträge innerhalb des Betriebes. Und so wurde es für Toyota immer sinnvoller, die Kompetenzen der Arbeiter immer weiter zu verbessern, und ihr Wissen, ihre Erfahrung und Arbeitsleistung möglichst optimal einzusetzen. Aus diesen Anforderungen heraus entstand das spätere Kaizen-Konzept.

Einer der leitende Köpfe der späteren Weiterentwicklung des Kaizens zur universellen Managementmethode war der Ingenieur Taiichi Ohno. Er entwickelte Kaizen systematisch weiter und fügte viele, heute unentbehrliche, Methoden hinzu. Das Ergebnis davon veröffentlichte er 1978 in seinem Buch "Toyota Production System – Beyond Large-Scale Production", aber erst zehn Jahre später wurde es auch für den englischen Sprachraum übersetzt.

Anmerkung: In Europa selbst findet Kaizen übrigens erst seit den 1990ern unter dem Begriff des „kontinuierlichen Verbesserungsprozess“ Anwendung.

Inwiefern eignet sich Kaizen für Unternehmen?

Kaizen ist ein Prinzip, das den typisch-japanischen Perfektionierungsgeist verkörpert. Schon zu Zeiten der alten Samurais stellte man sich die Frage wie man routinierte Abläufe perfektionieren kann. Das Ergebnis solcher Fragestellungen waren Bücher, wie das des legendären Samurais „Miyamoto Musashi“. Es trug den Titel „Buch der fünf Ringe“ und war zwar hauptsächlich für andere Samurais gedacht, jedoch absichtlich so allgemein formuliert, dass laut Musashi, mit Hilfe seiner Prinzipien jeder ein „Meister seiner Kunst“ werden könnte.

Der gleichen Tradition folgt auch Kaizen, hier werden allgemeingültige Prinzipien aufgestellt, die auch wenn sie eher auf güter-produzierende Unternehmen abzielen, sich im Grunde auf jeden Betrieb anwenden lassen. Entscheidendd für die erfolgreiche Umsetzung von Kaizen ist aber vor allem der Wille der Unternehmer selbst. Denn die Methoden des Kaizen müssen kontinuierlich umgesetzt werden, wer auf der Suche nach kurzfristigen Methoden ist, ist bei Kaizen an der falschen Adresse. Denn Kaizen ist unmittelbar mit einer Philosophie der ständigen Verbesserung verknüpft.

Die fünf Ecksteine des Kaizen

Die Prozessorientierung

Beim Kaizen wird nicht, wie so häufig, rein ergebnisorientiert gearbeitet. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Prozess selbst. Praktisch bedeutet dies vor allem eine gründliche Prozessdokumentation, um auf dieser Basis den dokumentierten Prozess immer weiter verbessern zu können.

Ziel ist dabei eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit (bzw. der Qualitätssteigerung) oder Kosteneffizienz und daran anknüpfend, natürlich eine Gewinnoptimierung. Dies beruht auf der Grundannahme, dass langfristige Kundenbindung (also das Gewinnen und Halten von Stammkunden) sich günstiger gestalte als Neukundengewinnung.

Kundenorientierung

Kundenorientierung ist eine der entscheidendsten Punkte im Kaizen. Das Kaizen verwendet hierbei allerdings einen eher untypischen Kundenbegriff. Unterschieden wird zwischen externen und internen Kunden. Externe Kunden sind dabei die klassischen Kunden, also die Konsumenten und Endnutzer.

Als interne Kunden werden hingegen die unternehmensinternen Schnittstellen bezeichnet. Wenn z.B. Abteilung A für die Produktion von Teilen zuständig ist, die in Abteilung B weiterverarbeitet werden, würde Abteilung B einen internen Kunden für Abteilung A darstellen.

Qualitätsorientierung

Im Kaizen-Konzept wird mit ständigen Qualitätskontrollen und hohen Standards im Qualitätsmanagement gearbeitet. Für jedes Produkt werden genaue Qualität-Standards festgelegt. Dafür werden möglichst präzise Qualitätskennzahlen und Messverfahren verwendet.

Kritikorientierung

Auch Kritik bildet einen wichtigen Grundpfeiler des Kaizens. Kritik wird hier als Aufdeckung von Optimierungspotenzial betrachtet. Daher ist Kritik hier nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Dementsprechend werden Mitarbeiter im Kaizen-Konzept aktiv ermutigt Verbesserungsvorschläge einzubringen.

Oft wird Kritik auch extra-attraktiv gestaltet, indem die Mitarbeiter z. B. bei der Aufdeckung von Einsparpotenzial einen Teil der eingesparten Kosten eine Zeit lang auf ihr Gehalt aufgeschlagen bekommen.

Standardisierung 

Um eine einmal erlangte Produktqualität auch langfristig zu erhalten, werden im Kaizen Standards festgelegt. Hat sich aus einer Kritik heraus eine Verbesserung ergeben, die sich mittelfristig als geeignet erweist, wird der bisherige Standard an die Veränderung angepasst.

Die „5S“

Die fünf S (zuweilen auch als „5 A“ bezeichnet) sind eine Kaizen-Methodik zur effizienteren Gestaltung von Arbeitsplätzen.  Das Ziel der Methodik ist es die Arbeitsplätze so zu gestalten, dass alle dort stattfindende Arbeit möglichst störungsfrei ablaufen kann. Lange Transportwege, Wartezeiten und Risiken sollen möglichst nachhaltig vermieden werden.

Das Prinzip der „5 S“ lässt sich wohl hauptsächlich auf alte japanische Werte wie Ordnung und Sauberkeit zurückführen.

Seiri (Aussortieren)

Seiri ist der erste Schritt der 5 S. Hierbei geht es vor allem um‘s Aussortieren. Alles, was unnötig ist oder sogar von der eigentlichen Arbeit ablenkt, wird von Dir an diesem Schritt aussortiert.

Seiton (Aufräumen)

An diesem Punkt sind nur noch Gegenstände am Arbeitsplatz vorhanden, die Du tatsächlich benötigst. Stelle alle verbliebenen Gegenstände ordentlich hin. Alle verbliebenen Gegenstände bekommen einen gekennzeichneten, festen Platz. Dabei wird das Prinzip der Ergonomie angewendet, das heißt das auch hier wieder die Vermeidung unnötiger Wege und Wartezeiten im Vordergrund steht. Die Schlagwörter lauten: Zeitliche und räumliche Optimierung!

Seiso (Arbeitsplatzsauberkeit)

Beim Seiso geht es um die Reinigung Deines Arbeitsplatzes. Dabei ist jeder für die Reinigung seines eigenen Arbeitsplatzes verantwortlich. Reinigung wird also nicht outgesourct, sondern jeder ist quasi für die Beseitigung seines eigenen Schmutzes zuständig. Das Reinigen dient dem vorzeitigen Erkennen und Beheben vom Mängeln am eigenen Arbeitsplatz. Außerdem verhindert das Reinigen das unnötige Gegenstände sich doch wieder am Arbeitsplatz einfinden können.

Seiketsu (Standardisierung)

Verwende Standards. Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt, sind Standards für Kaizen essenziell. Deswegen sollten in allen sinnvollen Bereichen Standards verwendet werden wie z. B. Arbeitsabläufe, Kennzeichnungen, Abkürzungen und Markierungen.

Shitsuke (Am Ball bleiben!)

Beim Shitsuke geht es um Selbstdisziplinierung und ständige Verbesserung. Damit die „fünf S“ langfristig eingehalten und durchgeführt werden, ist eine ordentliche Portion Selbstdisziplin von Nöten. Das heißt: Wenn für Arbeitsgeräte schon feste Plätze definiert sind, müssen sie dort auch immer abgelegt werden. Auch die Reinigung muss regelmäßig und pflichtgemäß erfolgen.

Die festgelegten Standards sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert und mögliche Abweichungen schriftlich festgehalten werden.

Die drei "Mu"

Die drei Mu sind Bestandteil der „Verlustphilosophie“ des Kaizens. Das heißt, sie sollen für Dich zusammenfassen, welche Art von Dingen mit der Einführung der Kaizen-Methodik immer wieder vermieden werden sollen.

Muda steht für die Verschwendung. Dazu gehören: Überproduktion, Wartezeit, überflüssiger Transport, Herstellung fehlerhafter Produkte, überhöhe Nutzung des Lagers, unnötige Bewegung und unnötige Produktionsschritte.

Mura steht für die Abweichung von Kaizen und den daran angeknüpften Maßnahmen.

Muri steht für die Überbelastung von Arbeitern und Maschinen.

 

Die 7M-„Checkliste“

Zum Schluss möchte ich dir noch die 7M’s vorstellen. Die „7M’s“ sind quasi eine standardisierte Checkliste. Sie listet die Faktoren auf, die Du bei Kaizen immer wieder regelmäßig überprüfen musst, um den Prozess der ständigen Verbesserung beizubehalten. Das Ziel ist es mögliche Probleme und Verbesserungspotenziale möglichst zeitnah aufzudecken und dementsprechend darauf zu reagieren.

Zu den 7M zählen:

  • Menschen (Mitarbeiter)
  • Maschinen
  • Material
  • Methode
  • Milieu/Mitwelt (Umwelt)
  • Management
  • Messbarkeit
  • Messwert

 

Fazit – Kaizen-Management für Unternehmer

Das Management muss Kaizen als grundlegendes und langfristiges Prinzip einführen und umsetzen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Kaizen-Prinzipien auch laufend umgesetzt werden.

  • Es muss sichergestellt werden, dass die Kaizen-Prinzipien auch laufend umgesetzt werden. Gleichzeitig sollte durch Schulungsangebote sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter die Kompetenzen dafür haben, bzw. entwickeln.
  • Unterstütze deine Mitarbeiter stets bei der Entwicklung von Ideen und bei der Umsetzung.
  • Deine Mitarbeiter erarbeiten, auf Basis von konstruktiver Kritik, konkrete Verbesserungsvorschläge und setzen diese auch selbst um.

Versicherungen

Welche Versicherungen Du als Existenzgründer wirklich brauchst

Welche Versicherungen man als Gründer wirklich braucht ist umstritten. Je nachdem wen du fragst, kann die Beantwortung dieser Frage also sehr weit auseinandergehen. Die richtige Antwort auf die Frage nach den nötigen Versicherungen sollte aber vielmehr von deinem individuellen Sicherheitsbedürfnis und Einkommen abhängen. Außerdem ist natürlich dein jeweiliger Geschäftsbereich, bzw. deine Branche, für die Sinnhaftigkeit einiger Versicherung absolut entscheidend.

Zu Gunsten der Übersicht habe ich für Dich die Versicherungen in zwei verschiedene Kategorien unterteilt: Die Versicherungen für Dich als Gründer und den Versicherungen für deine Gründung (die Du dann weiter unten im Artikel findest).

Versicherungen für dich als Gründer

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung bildet in Deutschland grundsätzlich eine unumgängliche Pflicht, auch für Dich als Unternehmer. Die Wahl hast Du lediglich bei der Art der Versicherung. Du kannst Dich zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung entscheiden und auch dort wiederum aus verschiedenen Anbietern (und teilweise auch Modellen) auswählen.

Solltest Du Dich für eine private Krankenversicherung entscheiden empfehle ich Dir, als Existenzgründer, in jedem Fall ein Krankenversicherungsmodell das auch Krankengeldanspruch beinhaltet. So bist Du auch für den Fall einer längeren Krankheit weiterhin grundlegend finanziell abgesichert.

Bist du Freiberufler, empfiehlt sich eventuell auch die Krankenversicherung über die Künstlersozialversicherung zu regeln. In diesem Fall könntest Du Dich weiterhin frei zwischen einer privater und gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden.

Altersvorsorge

Selbst Arbeitnehmer kommen kaum noch darum herum sich mit den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Als Freiberufler solltest du auch hier wieder die ABwicklung der Altersvorsorge über die Künstlersozialversicherung  erwägen. Eine spezielle private Rentenversicherung ist allerdings nicht zwangsläufig notwendig, es kann in vielen Fällen auch deutlich sinnvoller sein die gleiche Geldsumme einfach langfristig zu investieren (z.B. in Fonds, Immobilien oder Bausparverträgen, etc.).

Freiwillige Arbeitslosenversicherung

Seit 2006 ist es möglich sich als Selbstständiger freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung zu versichern. Berechtigt sind dazu alle Selbstständigen die mindestens 15 Stunden die Woche arbeiten und in den zwei Jahren vor ihrer Selbstständigkeit mindestens 12 Monaten in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Für den Fall das du arbeitslos wirst, wird Dir die Arbeitslosenversicherung dann zwischen 636,90 und 1.322,70 Euro auszahlen. Auch hier ist es für manche Freiberufler wieder möglich sich über die Künstlersozialversicherung versichern zu lassen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine personenbezogene Versicherung und springt im Fall der Arbeitsunfähigkeit ein. Solltest du also krank werden oder einen schwerwiegenden Unfall haben, zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung Dir Dein Gehalt weiter. Sie ist also gewissermaßen eine Härtefallabsicherung. Eine Berufunfähigkeitsversicherung lässt sich weder pauschal empfehlen, noch für schlecht befinden. Auch hier kommt es vor allem auf das individuelle Sicherheitsbedürfnis an.

Directors-and-Officers-Versicherung

Jeder Gründer (einer Personengesellschaft) muss sich darüber im Klaren sein, dass er im Falle einer Insolvenz, nicht nur mit dem Unternehmensvermögen haftet, sondern auch mit seinem gesamten Privatvermögen. Diese Reglung kann gerade Startups in der Gründungsphase schnell in die Insolvenz treiben. Wird eine fahrlässige „grobe Pflichtverletzung“ Deinerseits festgestellt kannst du sogar haftbar gemacht werden selbst wenn eine Haftpflicht eigentlich gar nicht vorgesehen ist.

Die Directors-and-Officers-Versicherung schützt in solchen Fällen dein Privatvermögen. Sie ist quasi eine spezielle Vermögenshaftpflichtversicherung für alle Unternehmer und Angestellte auf Führungsebene, wie z.B. GmbH-Geschäftsführer, Abteilungsleiter oder auch Aktienvorstände. Mit der D&O-Versicherung kannst Du dich also als Privatperson gegenüber gegen die mögliche Haftung mit Privatvermögen absichern.

Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du als Selbstständiger nicht über eine Berufsgenossenschaft versichert bist. Vor allem aber wenn Du in einem nicht ungefährlichen Bereich arbeitest oder einen langen und „riskanten“ Arbeitsweg hast. Für Selbstständige die im Homeoffice arbeiten ist eine Unfallversicherung in diesem Sinne z.B. weniger geeignet. In einigen Branchen ist die Unfallversicherung allerdings ohnehin vorgeschrieben.

Wichtig für die Auswahl des richtigen Angebots ist vor allem die sogenannte Grundinvaliditätssumme (Summe der höchstmöglichen Leistung) und die Beiträge die für die Versicherung aufgebracht werden müssen. Aber natürlich ist auch die jeweilige „Unfalldefinition“ und die Frist zur Unfallmeldung bei den jeweiligen Versicherungen entscheidend.

Entscheidend kann aber auch der sogenannte „Mitwirkungsanteil“ für bereits bestehenden Erkrankungen sein. Der Mitwirkungsanteil drückt aus, wie weit der Versicherer eine, bereits bestehende, Erkrankung als Ursache für einen geschehenen Unfall deklarieren kann. Je höher dieser Anteil, desto besser in der Regel für Dich als Selbstständiger.

Die Kosten für eine Unfallversicherung belaufen sich auf etwa 15 Euro pro Monat.

Versicherungen für deine Gründung

Haftpflichtversicherung(en)

Für Selbstständige gibt es eine ganze Reihe verschiedenster privater Haftpflichtversicherungen. Sofern das eigene Geschäft bereits gut läuft, kann eine Betriebshaftpflicht für Dich eine durchaus lohnenswerte Investition für Dich sein. Denn als Gründer haftest Du im Falle eines Falles unbegrenzt, dass heißt mit deinem gesamten Privatvermögen.

Zwar kann mit Hilfe von Verträgen und AGBs die eigene Haftbarkeit begrenzt werden, dennoch ist eine Betriebshaftpflichtversicherung in der Regel recht sinnvoll, vor allem für Unternehmen die regelmäßig mit ihren Kunden in Kontakt treten. Denn wenn ein Kunde sich auf deinem Firmengelände verletzt, haftet in diesem Fall dein Unternehmen, also Du. Wer in einem solchen Fall bereits vorher eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat, ist auf der sicheren Seite.

Darüber hinaus gibt es auch Haftpflichtversicherungen die Sonderfälle abdecken wie z.B. die Vermögensschadenshaftpflicht, die Umwelthaftpflicht und die Produkthaftpflicht. Diese sind für Selbstständige in den jeweiligen Branchen interessant.

Geschäftsinhaltsversicherung

Je wertvoller dein Firmeninventar wird, desto sinnvoller wird wohl auch der Abschluss einer Geschäftsinhaltsversicherung. Das heißt, die Geschäftsinhaltsversicherung lohnt sich nur wirklich für Dich wenn deine Gründung bereits fest im Sattel sitzt.

Eine Inhaltsversicherung ist gewissermaßen eine Versicherung für das gesamte Inventar des Unternehmens. Sie deckt vor allem folgende Risikofälle ab: Feuer, Explosion, (Leitungs-)Wasserschäden, Sturmschäden oder auch Inventarverlust durch Einbruch. Es können, je nach Versicherung, allerdings auch weitere Risikofälle abgedeckt werden.

Zu deinem versicherten Geschäftsinhalt zählt quasi dein gesamtes Inventar, wie z.B. Maschinen, sonstige Technik, Ausstattung, Waren, Rohstoffe und sämtliches kaufmännisches Arbeitsgerät. Da beim Verlust dieser Dinge auch schnell dein ganzer Betrieb zum kompletten Stillstand kommen kann, lohnt es sich durchaus sich durchaus für Dich als Selbstständiger sich über deren Absicherung, in Form einer Geschäftsinhaltsversicherung, Gedanken machen.

Betriebs-Unterbrechungsversicherung

Eine Betriebsunterbrechungsversicherung ist im Grunde eine recht einfache Ergänzung zur Geschäftsinhaltsversicherung. Denn Schäden am "Geschäftsinhalt" können zur Betriebsunterbrechung führen, bei gleichzeitigem Bestehenbleiben der Fixkosten. Heißt: Während kein Umsatz mehr erwirtschaftet werden kann, bleiben andererseits die Kosten für Miete und Grundsteuer in vollem Rahmen bestehen. In einem solchen Fall kann dann die Betriebsunterbrechungsversicherung die Kosten übernehmen bis die Betriebsunterbrechung vorläufig behoben wurde.  Auch hier gibt es natürlich wieder verschiedenste Arten von Angeboten. Für kleine Unternehmen und Neugründungen dürfte in der Regel aber eine Versicherung für eine „kleine Betriebsunterbrechung“ völlig ausreichen

Rechtsschutzversicherung

Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, als Selbstständiger irgendwann in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden, recht hoch. Im Grunde ist dieses Risiko, sogar weitestgehend unabhängig vom jeweiligen Geschäftsbereich, recht hoch. Denn das sich z.B. irgendjemand weigert in voller Höhe für die von Dir ausgestellte Rechnung aufzukommen, kommt in so ziemlich jeder Branche schon mal vor.

Eine Rechtsschutzversicherung hilft Dir als Selbstständiger, im Zweifelsfall deine Ansprüche durchzusetzen zu können. Dabei prüft sie zunächst ob überhaupt Aussicht auf Erfolg besteht. Erst wenn Aussicht auf Erfolg besteht wird die Versicherung auch die Kosten wie z.B. für Anwälte, Gericht, Gutachter, etc. tragen.

Das Risiko wirklich in einen längeren und teureren Rechtsstreit verwickelt zu werden schwankt allerdings. Sollte man den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung erwägen, muss man selbst einschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit wirklich ist irgendwann in einen wirklich teuren Rechtsstreit verwickelt zu werden.

Elektronik- und Maschinenversicherung

Elektronik- und Maschinenversicherungen sind quasi Spezialversicherung für Selbstständige. Eine Maschinenversicherung (und auch die Elektronikversicherung) deckt z.B. im Gegensatz zur normalen Inhaltsversicherung auch Schäden durch Bedienungsfehler oder den unerwarteten Ausfall des Geräts ab. Die Elektronikversicherung ist dann sinnvoll, wenn kaum sonstige Werte wie Waren, Vorräte oder andere Betriebseinrichtung vorhanden sind. Eine Elektronikversicherung bietet darüber hinaus auch Schutz außerhalb des Betriebs. Das wiederum ist für viele Selbstständige wie z.B. Fotografen oder mobile Dienstleister sehr wichtig

Warenkreditversicherung             

Die Warenkreditversicherung ist vorwiegend für Gründer gedacht, die überdurchschnittlich viel vorfinanzieren.  Die Versicherung springt dann ein, wenn Kunden bereits von Dir erbrachte Leistungen nicht mehr bezahlen können.

Wenn das Geld für die Versicherung grundsätzlich vorhanden ist und gleichzeitig das Risiko hoch ist, dass wirklich hohe Verluste durch Wegfall der Kundenliquidität entstehen, ist eine Warenkreditversicherung für Dich als Gründer durchaus sinnvoll.

Fazit

Welche Versicherung Du benötigst hängt von deinem individuellen (Sicherheits-) Bedürfnis, deiner Branche und deinem für Investitionen zur Verfügung stehenden Geld ab. Wenn Du diese drei Faktoren gründlich abwägst, solltest es für Dich kein Problem mehr sein, den für Dich idealen Mix aus Risikobereitsschaft und Absicherung zusammenstellen können.


Produktpolitik

Die Produktpolitik – die 4 P's, die jeder Unternehmer kennen muss

In diesem Artikel erkläre ich Dir das Herzstück und damit wahrscheinlich das Wichtigste des klassischen Marketing-Mix: Die Produktpolitik. Mit ihr steht und fällt der Erfolg jedes Unternehmens. Das bedeutet also auch für Dich, dass Du die Produktpolitik nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest.

Wenn sie erfolgreich betrieben wird, hast Du einen wichtigen Schritt hin zu Deinem Erfolg getan. Fehler bei ihr hingegen können sich zu fatalen Konsequenzen für Dein Unternehmen entwickeln. Damit Dir das nicht passiert, habe ich diesen Artikel verfasst. Eine Anmerkung sei jedoch noch vorweggeschickt: Die Produktpolitik mag das Herzstück des klassischen Marketing-Mix sein aber sie ist dennoch nur eine der vier Säulen dieses Mix.

Der klassische Marketing-Mix besteht aus seinen vier Säulen, auch die 4 Ps genannt

Die Bezeichnung 4Ps ist dem Englischen entlehnt, da die vier Säulen dort alle mit P beginnen.

  • Product (Produktionspolitik)
  • Price (Preispolitik)
  • Place (Distributionspolitik)
  • Promotion (Kommunikationspolitik)

Wenn Du also zuerst lieber einen breiteren Überblick zum Thema Vermarktung und zum Marketing-Mix möchtest, dann habe ich hier einen passenden Artikel für Dich. Zentral für den Marketing-Mix ist, dass er konsistent sein muss bzw. er eben auch so wahrgenommen werden muss!

Das Ziel bzw. der Zweck der Produktpolitik ist es die Kundenbedürfnisse durch die von Dir angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu befriedigen. Dies sollte so sorgfältig wie möglich geschehen und bedarf einer adäquaten Anpassungsfähigkeit an den Markt.

Survival of the fittest

Eine Art „Survival of the fittest“ (Darwin lässt grüßen: wobei ‚fittest’ hier verstanden werden soll als ‚der am besten Angepasste’). In der Produktpolitik geht es also um Produkte/Dienstleistungen und deren jeweilige Beschaffenheit, Eigenschaften und den dazugehörigen relevanten Überlegungen, welche zu Entscheidungen werden und schließlich in Handlungen münden.

Bevor Du dieses P – das Marketing-Mix-Herzstück – nicht vollends erschlossen hast, macht es nur bedingt Sinn sich den anderen P’s zuzuwenden. Denn der Ausgangspunkt ist Dein Produkt mit allem was dazugehört. Darauf aufbauend beschäftigst Du Dich im Anschluss mit: Price, Place und Promotion. Jedoch gilt es hier wie so oft im Leben, Schritt für Schritt zu gehen und nicht mit der Tür ins Haus zu fallen! Deswegen fangen wir jetzt gemeinsam mit Schritt eins an, der Produktpolitik.

Was ist Produktpolitik?

Die Produktpolitik lässt sich grob in drei Aufgabenbereiche einteilen:

  • Produktentwicklung/-innovation
  • Produktpflege/-modifikation
  • Produkteliminierung/-elimination

Bei der Produktentwicklung/-innovation geht es um die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen für eine bestimmte Zielgruppe. Es gilt unbedingt sich an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren. Die Befriedigung der Bedürfnisse Deiner Kunden ist das Ziel, welches Du nie aus den Augen verlieren darfst.

Bei der Produktpflege/-modifikation geht es um die Verbesserung Deiner Produkte und Dienstleistungen. Entweder aufgrund eigens vorangetriebener Forschung und der damit einhergehenden Weiterentwicklung eines Produktes/einer Dienstleistung oder aufgrund von Veränderungen der Bedürfnisse der Kunden oder der Märkte und Trends.

Bei der Produkteliminierung/-elimination geht es um die Einstellung der Produktion eines Produktes oder des Anbietens einer Dienstleistung. Dies kommt bei nicht wenigen Produkten/Dienstleistungen vor, wenn sie den Zenit ihres Produktlebenszyklus erreicht haben und schlichtweg nicht mehr profitabel sind.

Der Kundennutzen steht im Fokus

Das Wichtigste, was Du Dir immer wieder ins Bewusstsein rufen musst, ist, dass das Produkt Deinen Kunden einen effektiven Mehrwert liefern muss. Denn wir kaufen uns ja schließlich nur Dinge, von denen wir uns versprechen, dass sie uns einen irgendwie gearteten Mehrwert verschaffen können. Niemand kauft etwas, was er nicht braucht. Wenn ich keine Löcher brauche und auch nicht in nächster Zukunft einen gewissen Bedarf an Löchern haben werde, kaufe ich mir schließlich auch keine Bohrmaschine.

Wenn Du z. B. eine neue Bohrmaschine für den Einsatz in Haushalten, also nicht für den professionellen Einsatz, entwickelst, dann könnte ein neuer potenterer und größerer Akku möglicherweise nicht den Erfolg erzielen, den Du gerne hättest. Dies könnte daran liegen, dass der Normalo-Nutzer keinen wirklichen Nutzen in dieser Neuerung sieht, weil ein erheblich leistungsfähigerer Akku für seine Einsatzzwecke schlichtweg nutzlos ist.

Bedürfnisse sind Dein Kapital

Menschen haben Bedürfnisse. Bedürfnisse machen Menschen wiederum zu Kunden, weil diese bestehenden Bedürfnisse gestillt werden wollen/müssen. Der Primärnutzen eines Produktes hat nun die Aufgabe oder besser gesagt den Sinn, ein Kundenbedürfnis zu befriedigen. Da Produkte nicht selten auch mehrere Kundenbedürfnisse befriedigen sollen und können, haben Produkte häufig über den Primärnutzen hinaus auch einen oder mehrere zusätzliche Nutzen: der sogenannte Sekundärnutzen (auch Zusatznutzen genannt).

Beispiele für Primärnutzen

  • Löcher (Abhilfe verschafft die Bohrmaschine)
  • Durst (Abhilfe verschafft Wasser)
  • Hunger (Abhilfe verschafft Pizza); etc.

Beispiele für Sekundärnutzen:

  • Geld sparen (Abhilfe verschafft ein günstigerer Preis der Bohrmaschine im Vergleich zu den Mitbewerbern)
  • Langfristige Freude am Produkt (Abhilfe verschafft eine qualitativ hochwertige Bohrmaschine)
  • geschmacklicher Genuss (Abhilfe verschafft ein köstlich aromatisiertes Wasser/eine leckere Pizza)

Es ist unerlässlich sich in die potentiellen Kunden und damit in die eigene Zielgruppe hineinzudenken.

  • Welche Bedürfnisse haben sie?
  • Welchen Primärnutzen erwarten sie von einem Produkt/einer Dienstleistung, welche du bereitstellst?
  • Erwarten sie möglicherweise darüber hinaus Sekundärnutzen?
  • Wenn sie keine Sekundärnutzen erwarten, macht es vielleicht trotzdem Sinn Sekundärnutzen zur Verfügung zu stellen und damit ihre Bedürfnisse zu prägen?

Grundsätzlich geht es der Produktpolitik (wie wir mittlerweile gesehen haben) um die Befriedigung der Kundenbedürfnisse. Also ein Kunde hat ein (oder mehrere) Bedürfnisse und soll es bzw. diese mithilfe Deines Produktes/Deiner Dienstleistung befriedigen. Noch besser, als lediglich Bedürfnisse eines Kunden zu befriedigen, ist, seine Bedürfnisse nachhaltig zu Prägen bzw. zu beeinflussen.

Produktpolitik ist ein kontinuierlicher Reflexionsprozess

Produktpolitik ist keine einmalige Angelegenheit! Natürlich ist es erfolgsentscheidend sich zu Beginn seiner Auseinandersetzung mit dem Marketing-Mix intensiv mit der Produktpolitik zu beschäftigen, um ein erfolgreiches Produkt oder eine erfolgreiche Dienstleistung zu kreieren, doch damit ist die Produktpolitik bei Weitem nicht abgeschlossen. Es ist vielmehr ein stetiger (selbst-)reflexiver Prozess, anstatt einer einmaligen Angelegenheit.

Denn selbst wenn die Produkte/Dienstleistungen auf dem Markt sind, gilt es den Markt (seine Veränderungen/Trends) und da vor allem die Kunden und ihre Bedürfnisse, im Blick zu behalten. Darüber hinaus kann es durchaus sinnvoll sein das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung stetig zu optimieren/zu modifizieren, das Produktportfolio zu erweitern, oder gar das Produkt irgendwann vom Markt zu nehmen, wenn es sich finanziell nicht (mehr) lohnen sollte und auch keinerlei ausschlaggebender anderer Mehrwert durch dieses Produkt für Dein Unternehmen geliefert wird.

Das Ziel ist es ja stets den Gewinn zu optimieren und dafür kann es von Vorteil sein, wenn alles dafür getan wird, dass der Produktlebenszyklus bestmöglich verlängert wird. Der Produktlebenszyklus bezeichnet einfach die Zeitspanne in der sich ein Produkt auf dem Markt befindet, bevor es eliminiert wird.

Beispiele für eine solche kontinuierliche Produktverbesserung sind

  • Das I-Phone
  • der VW-Golf oder
  • Nivea-Creme

Neben diesen „normalen“ Produktverbesserungen können auch Verbesserungen aufgrund von Trends unglaublich profitabel sein, z. B. Ein Trend hin zu:

  • laktosefreien Lebensmitteln
  • veganen Produkten
  • tierversuchsfreien Produkten
  • asbestfreiem Bauen
  • aluminiumfreien Deodorants etc.

Die Entscheidung für oder gegen eine angestrebte Preisführerschaft oder Qualitätsführerschaft (auf dem Markt) führt unweigerlich viele Folgeentscheidungen und Weichenstellungen mit sich, welche nicht losgelöst vom Rest betrachtet werden können. Du kannst dir die 4 Säulen des Marketing-Mix als ein interaktives (Spinnen-)Netz vorstellen, wenn Du an einem Ende zupfst, dann bewegt sich das Ganze Netz.

Dieser dynamische Prozess ist demnach nie endgültig abgeschlossen, er befindet sich vielmehr in einem kontinuierlichen Wandel, der auf Impulse von innen, wie auch auf Impulse von außen reagiert bzw. reagieren muss, um nicht abgehängt zu werden und auf der Strecke zu bleiben!

Die Werkzeuge der Produktpolitik

Du hast jetzt bereits gesehen, was die zentrale Aufgabe der Produktpolitik ist und warum Kundenbedürfnisse und die ihnen zugehörigen Produkt-/Dienstleistungsnutzen so zentral für die Produktpolitik sind. Im Folgenden möchte ich Dir die möglichen Werkzeuge oder Stellschrauben der Produktpolitik vorstellen, mit welchen Du diese noch erfolgreicher gestalten kannst und damit Du weißt, welche Möglichkeiten es zur Modifikation gibt.

Das Produkt selbst

In diese Kategorie fällt alles, was das Produkt und seine Eigenschaften selbst betrifft. Hierbei geht es um Entscheidungen wie:

  • Welche Materialien sollen verwendet werden?
  • Welche Lebensdauer/Wiederverwertbarkeit/Stoffqualität soll das Produkt besitzen?
  • Welchen Primärnutzen soll das Produkt besitzen?
  • Soll es gegebenenfalls noch weitere Sekundärnutzen besitzen?

Es geht bei Deinem Produkt also darum, welche Nutzen es für die Kunden erfüllt und eben nicht darum, welche tollen Features und zusätzlichen Eigenschaften es besitzt.

Denke kunden- und bedürfnisorientiert

Denn wenn diese Features nicht gewünscht/angenommen werden oder besser gesagt: keine relevanten Bedürfnisse der Kunden befriedigen, dann können die in Deinen Augen tollsten Features für Deinen wirtschaftlichen Erfolg abträglich sein. Plane und Produziere also stets kunden- und damit bedürfnisorientiert!

Bei diesem Werkzeug wird auch gut ersichtlich, dass die Produktpolitik die Basis des Marketing-Mixes ist und unweigerlich Auswirkungen auf die anderen drei Säulen hat. So kann man z. B. bei Entscheidungen, welche die Qualität des Produktes betreffen folgende Frage stellen: Setze ich auf eine herausragende Qualität? Wenn ich auf eben eine solche Qualität setze, dann werden davon unweigerlich die anderen P’s beeinflusst.

Denn hohe Qualität hat seinen Preis und schränkt einen hinsichtlich der Preisgestaltung grundsätzlich ein. Auch bei der Promotion (und manchmal sogar bei Place) muss man in diesem Fall anders vorgehen, als wenn man ein günstiges Produkt von minderer Qualität würde vertreiben wollen.

Das Produkt-Design

Bei dem Produktdesign sind es im Kern zwei Dinge, die relevant werden. Zum einem, wie der Name es schon vermuten lässt, das Design des Produktes, zum anderen die Verpackung, welche es später umhüllen wird. Somit gibt es einige Fragen, welchen Du Dich in diesem Bereich zuwenden musst: Welches Design und was für eine Verpackung soll das Produkt besitzen? Sollen diese eher prunkvoll/schlicht/edel etc. gestaltet sein?

  • Welches Design könnte die Zielgruppe am ehesten ansprechen?
  • Was für eine Verpackung wähle ich?
  • Soll die Verpackung bestimmte Features haben wie z. B.: ökologisch nachhaltig sein; vegan sein; besonders edel sein, um das Unboxing zu einem persönlichen Event zu machen?
  • Muss die Verpackung bestimmten Anforderungen für die Logistik besprechen?
  • Ist die Verpackung dazu geeignet, das Produkt absolut geschützt und unbeschadet bis zu den Kunden zu transportieren?
  • Welche Informationen sollen wie auf der Verpackung aufgeführt sein?

Denk daran, dass auch das Produktdesign und dessen Verpackung letztlich der Präsentation, wie auch der Verkaufsförderung Deines Produktes dient!

Die Markierung des Produktes

Die Markierung des Produktes ist ebenfalls ein unglaublich wichtiger Bestandteil der Produktpolitik. Denn ein Kundenbedürfnis zu befriedigen oder einen Nutzen bereitzustellen können viele Anbieter auf dem Markt, erst die Markierung (das Branding) des Produktes verleiht deinem Produkt einen Markenwert, den es von vergleichbaren Produkten abhebt.

Eine Marke liefert, wenn sie gut und erfolgreich konzipiert ist, einen unbezahlbaren Wiedererkennungswert sowie Identifikationspotential. Darüber hinaus sind Marken quasi ‚Versprechen’ für die Kunden, durch welche sie sich an den teils unüberschaubaren Märkten orientieren können.

Dienst- und Serviceleistungen für das Produkt

Dienst- und Serviceleistungen sind ein weiteres hervorragendes Werkzeug, um sich von anderen Mitbewerbern auf dem Markt absetzen zu können. Es ist vor allen Dingen ein Feld, welches in den letzten Jahren immer wichtiger wurde. Kunden erwarten heutzutage nicht einfach nur ein Produkt, welches ihren Bedürfnissen entspricht, man könnte sagen, dass sie auch Lösungen erwarten.

Wenn sie vor Problemen stehen, die z. B. mit einem erworbenen Produkt in Zusammenhang stehen, erwarten sie, dass ihnen geholfen wird. Diese Entwicklung bietet Dir die Möglichkeit, z. B. durch einen kostenlosen/gut erreichbaren/sehr freundlichen Kundenservice, Kunden zu noch glücklicheren Kunden zu machen. Ein Kunde, der mit einem Produkt-Problem konfrontiert wird, wird es sich bei seiner nächsten Anschaffung zwei Mal überlegen, ob er wiederholt bei einem Anbieter ein Produkt erstehen wird, dessen Kundenservice für ihn nicht zufriedenstellend war.

Neben einer guten Kundenbetreuung kannst Du Dich auch durch andere Merkmale von Mitbewerbern abheben und Deine Kunden noch zufriedener machen. Z. B. durch attraktive Lieferoptionen/-konditionen oder eine Garantie, welche weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht und damit gleichzeitig auch dem Kunden zeigt, welch großes Vertrauen Du selbst in Deine Produkte setzt.

Das Sortiment

Das letzte Werkzeug, welches ich Dir vorstellen möchte, betrifft die Sortimentsgestaltung (auch Produktportfolio oder Produktprogramm genannt). Bei diesem Themenschwerpunkt geht es um Fragen, die Deine angebotenen Produkte/ Produktlinien betreffen.

Macht es vielleicht Sinn Dein Produkt in verschiedenen Ausführungen auf den Markt zu bringen? Könnte man noch vielversprechende zusätzliche Produkte vertreiben, welche ergänzend zu bereits bestehenden Produkten verwendet werden können?

Diese und weitere Fragen musst Du Dir bei gegebener Zeit stellen und deren Antworten bestmöglich abwägen. Von Fall zu Fall kann es eben sinnvoll sein nur auf ein Produkt in einem Bereich zu setzen oder eben auch nicht. Dafür gibt es leider jedoch keine Musterlösungen, die Verantwortung liegt also bei Dir.

Wenn Du jedoch jetzt weißt, was es mit der Produktpolitik auf sich hat, warum sie so wichtig ist und was Du tun kannst, hast du einen großen und wichtigen Schritt hin zu einem profitableren Unternehmen gemacht!

Zusammenfassung

Von diesem Beitrag solltest du mindestens mitnehmen:

  • Die Produktpolitik ist eine der vier Säulen des klassischen Marketing-Mixes
  • Die Aufgabe der Produktpolitik ist die Gestaltung und stetige Anpassung des Sortiments eines Unternehmens
  • Ihre drei zentralen Bereiche sind: Produkt-Entwicklung/Pflege/Eliminierung
  • Die fünf wichtigsten Werkzeuge der Produktpolitik bzw. die fünf Schrauben an denen Du drehen kannst sind: das Produkt selbst; das Produkt-Design (inklusive der Verpackung); die Markierung des Produkts; Dienst- und Service-Leistungen für das Produkt und das Sortiment

aktueller Content

Aktualität der Website - Deshalb ist aktueller Content grundlegend für deinen Erfolg

Das Internet ist heute in keinem Unternehmen mehr wegzudenken. Es bildet einen wichtigen Bestandteil der täglichen Abläufe. Aushängeschild eines Unternehmens ist dabei in der Regel die Webseite. Doch bereits hier begehen viele Webmaster gravierende Fehler. Denn: sobald die Webseite einmal aufgebaut und im Netz ist, wird diese häufig vernachlässigt und kein aktueller Content vorhanden.

Das wirkt sich nicht nur negativ auf das Business, sondern auch auf das Ranking in Suchmaschinen aus. Auch aus diesem Grund ist vor allem für Start-ups eine aktuelle und ansprechende Website besonders wichtig.

Aktueller Content ist extrem wichtig

Wann immer sich ein Besucher auf eine Webseite begibt, ist er in der Regel auf der Suche nach bestimmten Informationen oder Dienstleistungen. Damit er diese auch findet, muss die Webseite aktuell sein. Aktuelle Neuigkeiten, die bereits einige Wochen alt sind, abgelaufene Rabatt- und Bonusaktionen oder Sonderangebote, all diese Dinge wirken sich negativ auf die Webseite auf.  Zudem wirkt der Internetauftritt unprofessionell und vernachlässigt.

Doch auch Suchmaschinen achten beim Ranking der Webseiten auf aktuellen Content. Das heißt, dass veraltete Informationen unter Umständen dazu führen, dass die Webseite im Ranking nach unten rutscht. Zudem dient der Content aber auch dazu, das eigene Produkt bzw. die eigene Dienstleistung zu verkaufen. Da sich besonders Start-ups zunächst einen Namen machen müssen, ist aktueller Content hier besonders wichtig, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden.

Aktueller Content - worauf kommt es an?

Wie der Webmaster den Content aktuell hält, ist in der Regel jedem selbst überlassen. Ein Blog mit regelmäßigen Artikeln, News und Ankündigungen und aktuelle Neuigkeiten sind ein guter Ansatz. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, Informationen die sich ändern, rechtzeitig von der Webseite zu nehmen.

Wenn in einem Shop im Jahre 2018 das iPhone 7 noch als neu bezeichnet wird, dann läuft hier einiges falsch. Dasselbe gilt auch für Informationen und Ankündigen. Wird dem Kunden ein Sonderangebot versprochen, das dazu führt das der Kunde einen Einkauf tätigt, nur um dann an der Kasse festzustellen, dass dieses seit Wochen abgelaufen ist, wirkt sich das negativ auf die Kundenerfahrung aus. Auch hier kann das Start-up mit aktuellen Inhalten punkten und sich so besonders interessant für den Kunden machen.

Aktueller Content – worauf sollte man achten?

Content sollte auf einer Webseite generell aktuell und ansprechend sein. Es gibt aber auch einige Dinge, auf die dabei zu achten ist. Ein wichtiger Punkt sind zum Beispiel Bilder und Grafiken. Sie sind inzwischen auf jeder modernen Website zu finden und machen einen wichtigen Teil des Internetauftritts aus. Gerade diese sollten jedoch konsistent sein und nicht oder nur selten verändert werden. Denn: Suchmaschinen achten gezielt auf Bilder und deren Langlebigkeit. Das bedeutet, dass ein häufiges Wechseln von Bildern sich unter Umständen negativ auf das SEO auswirkt.

Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, darauf zu achten, dass der Content den Besucher interessiert und zum Thema passt. Ein Kunde, der einen Werkzeug Shop besucht, ist auf der Suche nach Werkzeug. Er möchte keine Werbung oder Inhalte zu anderen Themen wie Speisen oder Getränke sehen. Auch hier gibt es negative Punkte bei den Suchmaschinen und - selbstverständlich - auch bei der Kundenzufriedenheit.

Aktueller Content auch für mobile User

Immer mehr User sind von Mobilgeräten wie dem Tablet oder dem Smartphone im Internet unterwegs. Eingeschränkte Funktionalität sowie ein kleineres Display sind wichtige Faktoren, die hier zum Tragen kommen. Webmaster müssen sicherstellen, dass der Content aktuell ist und sich darüber hinaus auch auf mobilen Geräten korrekt darstellen lässt. Dabei kann durchaus auf einige weniger wichtige Informationen verzichtet werden. Wichtig ist, dass der Content, der relevant ist, korrekt und ordentlich angezeigt wird.

Professionelle Hilfe durch einen Experten

Unter Umständen kann der Aufwand für die eigene Webseite sehr hoch sein. Gerade wenn es viele und regelmäßige Änderungen am Content gibt und wenn es an Zeit und / oder Erfahrung mangelt. In diesem Fall ist es sinnvoll, professionelle Hilfe von einem Experten in Anspruch zu nehmen.

Fazit

Content ist für jede Webseite überlebenswichtig. Das gilt besonders für StartUp Unternehmen. Doch es ist nicht damit getan, einmal eine Webseite zu erstellen und diese dann - mitsamt Content - über lange Zeit so stehen zu lassen. Besucher möchten sehen, dass die Webseite aktiv und belebt ist. Sie erwarten zudem aktuelle Informationen und Neuigkeiten.

Gerade Bestandskunden verfolgen mit Überraschung und Interesse, wenn es auf einmal einen neuen Text für die Startseite gibt. Immer wieder dieselben - und im schlimmsten Fall veraltete - Informationen wirken sich negativ auf die Webseite, auf die Kundenerfahrungen sowie auf das Listing bei Suchmaschinen aus.