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Autor Christoph Gärtner
von Christoph Gärtner
02. Oktober 2017

Die Betriebshaftpflichtversicherung für Gründer und Startups

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Gründer wohl eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt. Im Nachfolgenden erkläre ich Dir, warum eine Betriebshaftpflichtversicherung für viele Unternehmen in jedem Fall unverzichtbar ist und welche Vorfälle eine Betriebshaftpflichtversicherung eigentlich abdeckt.

Wofür braucht man eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Nicht alle Versicherungsangebote sind sinnvoll. Gründer und Startups sind in der Regel bestrebt, die Ausgaben auf einem Minimum zu halten. Aus diesem Grund wird auch oft im Bereich der Versicherungen gespart. Wer allerdings gar keine Versicherungen abschließt läuft oft auch Gefahr am falschen Ende zu sparen. Die Betriebshaftpflicht allerdings ist eine Versicherung die für die meisten Unternehmen langfristig durchaus sinnvoll sein kann.

Denn wenn Du oder Deine Mitarbeiter einen Schaden verursachen, dann ist, laut geltendem deutschen Recht, das betroffene Unternehmen unbegrenzt haftbar. Das Unternehmen haftet also mit seinem gesamten Vermögen. Die daraus entstehenden Schadenersatzforderungen können kleinere und mittelständische Betriebe an den Rand der Insolvenz treiben. Insbesondere Personenschäden können häufig Kosten in Millionenhöhe verursachen. Eine einfache Betriebshaftpflichtversicherung kann in einem solchen Fall Deinen Betrieb vor der sicheren Insolvenz retten. Denn eine Betriebshaftpflichtversicherung ist quasi eine Art Schadensversicherung, speziell für Unternehmen, um Schäden nicht aus dem eigenen Unternehmensvermögen zahlen zu müssen.

Ist die Betriebshaftpflichtversicherung für dich verpflichtend?

Die Betriebshaftpflicht ist für „besonders verantwortungsvolle“ Berufsgruppen gesetzlich vorgeschrieben und zwar schon mit der Anmeldung des Gewerbes. Wobei man hier in der Regel eher von einer „Vermögensschadenhaftpflichtversicherung“ ( quasi eine Unterart der Betriebshaftpflichtversicherung)  spricht. Diese ist eine Betriebshaftpflichtversicherung für alle Personen und Firmen, bei denen ein Berufsversehen echte Vermögensschäden, also keine Personen- oder Sachschäden, zur Folge hat. Das betrifft hauptsächlich Menschen aus dem Dienstleistungssektor, die Aufgaben mit einer großen Verantwortung übernehmen.

 

Dazu zählen unter anderem:

  • Architekten oder Bauingenieure
  • Freiberufliche Mediziner (z.B. Ärzte und Tierärzte, usw.)
  • Rechts- und steuerberatende Berufe (z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Notare, usw.)

 Wogegen sichert Dich die „Betriebshaftpflicht“ ab?

Die Betriebshaftversicherung deckt alle Schäden ab die Du oder Deine Mitarbeiter an anderen Menschen (Personenschaden) oder fremden Eigentum (Sachschaden) verursachen. Zudem zahlt die Versicherung im Idealfall auch für alle sonstigen Vermögensschäden, die mit der Beschädigung einhergehen, eine Entschädigungszahlung aus. Dies kann z. B. hilfreich sein wenn eine verletzte Person Entschädigung auf Grund von Einkommenseinbußen fordert. Des Weiteren sind auch alle Personen, die sich innerhalb Deiner betrieblichen Räumlichkeiten oder auf Deinem Betriebsgelände verletzen, von deiner Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Sehr nützlich ist es auch, dass Deine Versicherung für alle Kosten aufkommt, die durch unberechtigte oder überhöhte Schadensersatzforderungen entstehen. Darunter fallen auch Kosten für Sachverständige, Anwälte und sonstige Prozesskosten.

Beachte aber, dass einige Freiberufler und Berater (also vor allem die Berufe für die Betriebshaftpflichtversicherungen Pflicht sind) in der Regel eine zusätzliche Absicherung benötigen. Dies ist beispielweise der Fall bei Anwälten, Bauingenieuren, Übersetzern, Architekten oder Ärzten der Fall. Eine einfache „Standard“-Betriebshaftpflichtversicherung reicht hier meist nicht mehr aus.

Außerdem sind Subunternehmer eines Unternehmens nicht von deren Haftpflichtversicherung abgedeckt. Diese müssen sich also in jedem Fall selbst versichern.

 

Für wen oder was gilt die Betriebshaftpflichtversicherung?

Deine Betriebshaftpflichtversicherung gilt für alle die im Auftrag Deines Unternehmens handeln. Arbeitsverträge, Arbeitszeiten oder Ort des Vorfalls sind dabei unerheblich, wichtig ist nur, dass der jeweilige Vorfall sich während einer relevanten Arbeit für das Unternehmen ereignete. Außerdem sind auch Deine Kunden während des Aufenthalts auf dem Firmengelände versichert.

Zu beachten ist hier allerdings, dass regulär nur Schadensfälle innerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgesichert werden. Absicherung im Ausland werden variabel gehandhabt, dies solltest Du beim Vergleich und der Auswahl der Versicherungsangebote möglicherweise im Hinterkopf behalten.

Welche Kosten verursacht eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Die Kosten der Versicherung sind in erster Linie abhängig von Deiner Branche, den Leistungen und der Deckungssumme. Ebenfalls entscheidend können die Höhe des Umsatzes, die Gehälter, die Mitarbeiteranzahl und die Art der Tätigkeit sein.

Gerade für Berufe bei denen die Betriebshaftpflichtversicherung Pflicht ist fällt die Versicherung meist besonders teuer aus. So müssen Ärzte z.B. oft mehrere tausend Euro im Jahr bezahlen. Andere Berufsgruppen wie z.B. Handwerker oder Heilpraktiker sind schon mit dreistelligen oder sogar zweistelligen Beiträgen versichert.

Die Kosten der Betriebshaftpflicht hängen also sehr stark vom eigenem Unternehmen selbst ab.

Wie hoch sollte Deine Deckungssumme sein?

Wenn Du Deine Deckungssumme auswählst, solltest Du dabei in der Regel den größtmöglichen Schadensfall in Deinem Unternehmensbetrieb vor Augen haben. Nur so kann die Versicherung als langfristige Investition betrachtet werden. Personenschäden können oft in die Millionenhöhe gehen. Und je wertvoller Dein Betriebsinventar, desto höher kann auch der schlimmst-mögliche Schaden ausfallen, also das Haftungsrisiko bei Schadensfällen. Eine Deckungssumme von einer Million und mehr ist also in den meisten Fällen durchaus ratsam.

Was eine betriebliche Haftpflichtversicherung nicht abdeckt

Je nach Branche kann es sein, dass Du zusätzlich zur Betriebshaftpflichtversicherung auch eine Produkthaftpflichtversicherung oder eine Vermögenshaftpflichtversicherung benötigst. Produkthaftpflichtversicherungen sind z. B. insbesondere für Zwischenhändler und Zwischenproduzenten konzipiert. Außerdem reicht eine „einfache“ Betriebshaftpflicht bei Berufen wie Anwälten oder Architekten alleine nicht aus.

Was sind die Nachteile einer Betriebshaftpflichtversicherung?

Der größte Nachteil der Versicherung liegt natürlich auf der Hand und gilt genauso für alle anderen Versicherungen: Die Beitragskosten.  Außerdem muss für die Versicherung ein rechtlich bindender Vertrag eingegangen werden, welche manchmal über eine gewisse Mindestlaufzeit verfügen und daher nur begrenzt kündbar sind. Bei sogenannter „grober Fahrlässigkeit“ kann es auch sein, dass die Versicherung sich weigert im Fall der Fälle zu zahlen. Und falls man die Versicherung nicht in Anspruch nehmen muss sind die Beiträge natürlich nicht rückerstattungsfähig.

Die richtige Betriebshaftpflichtversicherung finden & abschließen

Bevor Du nun übereilt eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließt, empfehle ich Dir vorher die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Momentan gibt es sehr viele Versicherungen die auch eine Betriebshaftpflicht anbieten, ungenügend Optionen dürfte also kein Problem für Dich werden. Problematisch ist es eher, dass die verschiedenen Anbieter sich in Leistungen und Preisen oft doch sehr stark unterscheiden. Um eine möglichst günstige und gleichzeitig leistungsstarke Versicherung abzuschließen, solltest Du also unbedingt verschiedene Angebote vergleichen und Dich erst dann entscheiden. Falls Du Dich allerdings vorab lieber beraten lassen willst, kannst Du auch einen unabhängigen Versicherungsberater aufzusuchen der auf deine jeweilige Branche spezialisiert ist. Dieser kann Dir dann helfen die für Dich passende Versicherung zu finden.

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Britta Schwab
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