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Etiketten Design: Vom schlichten Hinweisschild zum perfekten Etikett

Etiketten und Aufkleber sind Bestandteil nahezu jedes verpackten Produkts. Sie sind zudem das Erste, worauf ein potentieller Käufer oder Interessent aufmerksam wird. Mit unverwechselbarem Design, das sofort ins Auge sticht, zieren sie Behälter jeglicher Art. Doch hierbei kann sowohl beim Entwurf als auch im Druck einiges schief gehen. In unserem Artikel erfährst Du, welche Punkte bei der Erstel...

Autor Franziska Specht
von Franziska Specht
07. November 2018

Etiketten und Aufkleber sind Bestandteil nahezu jedes verpackten Produkts. Sie sind zudem das Erste, worauf ein potentieller Käufer oder Interessent aufmerksam wird. Mit unverwechselbarem Design, das sofort ins Auge sticht, zieren sie Behälter jeglicher Art. Doch hierbei kann sowohl beim Entwurf als auch im Druck einiges schief gehen. In unserem Artikel erfährst Du, welche Punkte bei der Erstellung eines Etiketts beachtet werden müssen.

Mit Etiketten Aufmerksamkeit erregen

Die Varianten von Aufklebern reichen von der schlichten handschriftlichen Kennzeichnung von Marmeladegläsern bis hin zur professionellen Anbringung von wärmeempfindlichen Labels im Schmelztunnel. Etiketten sind nahezu überall zu finden und haben sich im Laufe der Zeit zu etwas Alltäglichem entwickelt – zumindest für den Verbraucher. Genau aus diesem Grund ist es umso wichtiger, keine Fehler bei der Gestaltung zu machen und dem Etikettendesign verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen.

Ideen sammeln

Wie fast überall, zählt beim Produkt der erste Eindruck. Ganz egal, um welches es sich handelt – das Auge will beeindruckt werden. Aussagekräftige Etiketten fangen den Blick ein und wecken die Neugier beim potentiellen Kunden. Vor dem eigentlichen Entwurf ein Brainstorming zu erstellen oder zumindest einige Ideen zu sammeln ist sinnvoller, als sich direkt durch Versuch-Irrtum ans richtige Design heranzutasten. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht und das Design zur Marke sowie zum Produkt und der jeweiligen Produktgruppe passt. Beispielsweise ist ein ganz in Goldgelb gehaltenes Etikett auf einem Glas mit goldgelbem Honig ziemlich gut getarnt – und genau das sollte schließlich nicht der Fall sein.

Aus diesem Ideenpool kannst Du im Anschluss mit dem Entwerfen beginnen. Hierbei gilt es, gewisse Regeln in Bezug auf Schriften, Farben, Designelementen oder Layout zu befolgen.

Farbe

Gut gewählte Farben und Farbkombinationen beeinflussen die Zielgruppe positiv und sprechen diese an. Helle, kräftige Farben sprechen beispielsweise eher Kinder an. Ganz im Gegensatz zu dunklen Tönen wie bordeaux, dunkelgrau oder schwarz – diese verleihen dem Etikett und ebenso dem Produkt einen gewissen Premium-Faktor. Beim Entwurf sollte unbedingt darauf geachtet werden, keine zu große Farbenvielfalt entstehen zu lassen. Die goldene Regel lautet, nicht mehr als drei Designfarben zu verwenden.

Jede Farbe besitzt Eigenschaften, zu denen der Mensch, evolutionär bedingt, eine ganz bestimmte Verbindung aufgebaut hat. Zum Beispiel sind wir Brauntönen gegenüber eher zögerlich, während frische, kräftige Farben unser Interesse wecken – wenn es um Nahrungsmittel geht. Dazu kommt, dass manchen Farbtönen in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutung beigemessen wird.

Mit der Wahl der passenden Farbe sind emotionale Reaktionen beim Betrachter vorprogrammiert. Deshalb solltest Du dir genau bewusst sein, welche Farbe Du für Dein Produkt verwendest. Im Folgenden findest du eine Auflistung gebräuchlicher Farben und deren Anwendungsfeld.

 

Farben und Anwendungsfelder

Farben und Anwendungsfelder

Lesbarkeit ist das A und O

Schriften auf Etiketten sollten vor allem eines sein: gut lesbar. Die Mindestschrifthöhe sollte 1,2 Millimeter keinesfalls unterschreiten. Bei extrem kleinen Verpackungen kann dieser Wert auf 0,9 Millimeter verringert werden. Bei Lebensmitteln ist zudem per Gesetz vorgeschrieben, dass Nährwertangaben entweder auf Verpackung oder Etikett vorhanden sind. Eine Ausnahme bilden hier alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol sowie unverarbeitete oder lose Ware. Zwar werden vor allem in der Lebensmittelbranche viele Gestaltungsrichtlinien per Gesetz festgelegt, es bleibt aber trotzdem noch Freiraum bezüglich Schriften und Designelementen.

Die Mindestschrifthöhe sollte auf jeden Fall deutlich überschritten werden, da diese umgerechnet bei lediglich 3,4 Punkt liegt. Für optimale Lesbarkeit (nicht jeder trägt beim Einkaufen eine Brille) solltest Du einen Wert von 10 Punkt oder mehr wählen – je nach Produkt- und Etikettengröße. Zudem schadet es nicht, sich über die Zielgruppe Gedanken zu machen. Kinder haben zum Beispiel Schwierigkeiten, Serifenschriften zu lesen. Des Weiteren führen manche Schriftarten zu einer ganz typischen, manchmal klischeehaften Assoziation. Während künstlerisch geschwungene Buchstaben bestens für Weine oder Marmeladengläser geeignet sind, wirken sie auf Männerpflegeprodukten in Behältern mit Edelstahloptik fehl am Platz.

Für den Fall, dass ein einfacher Schriftzug oder Text noch nicht genug ist, kannst Du zusätzliche Elemente integrieren. Diese können dem Entwurf den letzten Schliff verleihen, sollten aber sparsam eingesetzt werden. In vielen Fällen wird außerdem ein Logo auf dem Label platziert, sodass die nutzbare Fläche weiter schrumpft. Durch eine zu große Menge an Information oder Inhalt kann ein Design schnell überladen und abschreckend wirken. Die Schriftfarbe sollte in erkennbarem Kontrast zur Hintergrundfarbe und zum Produkt stehen.

Format und Material

Das Format richtet sich in erster Linie nach der Verpackung. Die Faustregel lautet hier, dass das Etikett nicht mehr als die Hälfte des Verpackungsumfangs bedeckt. Außerdem ist es notwendig, darauf zu achten, dass auf gewölbten Körpern der Aufkleber immer auf einen Blick sichtbar bleibt. Die Hauptinformation sollte ins Auge stechen, ohne dass der Interessent das Produkt aus dem Regal nehmen muss, um wichtige Details zu erkennen. Das Etikett sollte in Relation zur Produktgröße stehen.

Labels existieren in einer Vielzahl an verschiedenen Materialien, vom simplen, klebstoffbeschichteten Papier über Kunststoff bis hin zu exklusiven Metallfolien. Die Oberflächen reichen von matt bis hochglänzend.

 

Weinflaschen Etiketten

Weinflaschen Etiketten

Vom Entwurf zum Druck

Sind alle Eckdaten geklärt, kannst Du mit dem Gestalten des Labels beginnen. Bitte achte darauf, dass diese im CMYK-Farbraum angelegt sind und als PDF-Datei gespeichert werden können. Zudem sollte dein Entwurf eine Auflösung von mindestens 300 dpi aufweisen. Bei Veredelungen muss die gewählte Software zudem Ebenen und Volltonfarben unterstützen.

Veredelungsmöglichkeiten in Betracht ziehen

Mit diversen Veredelungen kann zusätzlich Aufmerksamkeit erregt werden. Zwar erfordern diese Gimmicks zusätzliche Arbeitsschritte im Design, jedoch kann sich das Ergebnis als wahrer Blickfang herausstellen.
Bei ebenen Flächen kann ein 3D-Gel-Aufkleber angebracht werden. Dieser bietet einen intensiven haptischen Eindruck. Zudem lässt sich die Form meist frei festlegen.

Gold- oder Silberfolien sorgen für einen gewissen Premium-Effekt, sofern sie nicht exzessiv verwendet werden. Diese Folien können vollfarbig (inklusive Weiß) bedruckt werden.
Einige Dienstleister bieten zudem spezielle Aufkleber an, zum Beispiel Duftetiketten, RFID-Tags oder sogar Aufklapp-Etiketten.

Die richtige Druckerei wählen

Für optimale Druckqualität solltest Du keine Kompromisse eingehen. Deine Kunden sind verwöhnt und erwarten auf Deinen Produkten Ultra High Definition. Etiketten-Kleinserien werden meist im Digitaldruck produziert. Gerade hier gibt es merkbare Unterschiede bei den jeweiligen Druckmaschinen. Die HP Indigo-Serie ist für ihr qualitativ hochwertiges Druckbild bekannt. Sollten also perfekte Ergebnisse gewünscht sein, erteilt nahezu jede Druckerei Auskunft über die eingesetzten Maschinen und Technologien.

Selbst drucken

Für den Fall, dass Du die Etiketten selbst drucken möchtest, existiert von nahezu jedem großen Etikettenhersteller ein spezielles Programm für die Gestaltung. Dort lassen sich für jedes Format Vorlagen abrufen und mit Text beziehungsweise Grafik füllen. Die einzelnen Bögen werden darauf direkt in den Drucker eingelegt und bedruckt.

Dinge, die Du beachten solltest

Die Aufgabe guten Etikettendesigns ist, den Blick des Betrachters auf das Produkt zu lenken. Hier können jedoch bei allen Einzelschritten Fehler passieren. Beispielsweise sind Fotos oder Fotomontagen auf Aufklebern zu viel des Guten. Außerdem sollte der Hintergrund dezent gehalten werden, sodass das Gesamtbild nicht überladen wirkt. Schlichte Formen und Muster, welche nicht allzu sehr hervorstechen, stellen kein Problem dar. Für den Fall, dass ein Logo platziert wird, sollte dieses nicht zu groß abgebildet werden. Gutes, funktionierendes Design geht von einem Gleichgewicht zwischen allen Elementen aus. Es soll auffallen, jedoch nicht um jeden Preis.

Fließen vorgefertigte Elemente aus dem Internet in den Entwurf mit ein, muss sichergestellt sein, dass diese auch kommerziell verwendet werden dürfen. Die Lizenzen der einzelnen Bildanbieter stellen dies klar. Bildmaterial aus frei zugänglichen Quellen oder der Google Bildersuche solltest Du nicht verwenden. Die Gefahr, Urheberrechte zu verletzen, ist hier einfach zu groß.

Beim Druck müssen ebenfalls einige Punkte beachtet werden. Das beginnt bereits beim Speichern des Dokuments. Der Großteil der Druckereien bietet für den Etikettendruck bereits genaue Vorlagen. Diese können bei der jeweiligen Druckerei angefordert werden. Dadurch ist es einfach, den Inhalt korrekt zu platzieren. Von der Erstellung eigener Stanzvorlagen raten wir ab, hier entstehen die meisten Fehler – und ist das Dokument erst einmal beim Druckdienstleister, sind Änderungen meist nicht mehr möglich. Deshalb sollte vor dem Absenden nochmals genau kontrolliert werden, ob die PDF-Datei auch wirklich im CMYK-Farbformat gespeichert ist, alle Schriften eingebettet oder in Pfade konvertiert sind (eine Einbettung ist urheberrechtlich nicht immer erlaubt) und der Anschnitt den Vorgaben der Druckerei entspricht.

Sind Veredelungen, Lackierungen oder sonstige Weiterverarbeitungsoptionen gewünscht, solltest Du akribisch auf die Anweisungen des Druckdienstleisters achten. Die Ebenen für das sogenannte Finish heißen bei jeder Druckerei anders – und auch die Volltonfarben besitzen meist unterschiedliche Werte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Druckqualität, an der keinesfalls gespart werden sollte. Verbraucher von heute sind verwöhnt und erwarten scharfe Schriften, brillante Farben und haptisch angenehme Oberflächen.

Etiketten für jeden Anlass

Das Entwerfen und Drucken von Aufklebern jeglicher Art ist nicht schwierig – sofern in erster Linie die Vorgaben der Druckereien eingehalten werden. Zudem lässt sich ein interessantes Design meist mit wenig Aufwand in Grafikprogrammen erstellen. Unter Berücksichtigung einiger ästhetischer Grundlagen steht dem Eyecatcher auf deinem Produkt nichts mehr im Weg.

 

Weiterführende Quellen:

 

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