Businessplan

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Businessplan schreiben – wie das geht & wie Du Dein Business Models umsetzt

In diesem Artikel erfährst du, wieso du einen Businessplan schreiben solltest und kurz und knapp, was genau in diesem enthalten sein sollte.

Warum ist das Businessplan schreiben so wichtig?

Zuerst sollten wir klären, wieso ein Businessplan keine Zeitverschwendung ist, sondern tatsächlich ratsam!
Mal davon abgesehen, dass du ohne Businessplan kein Geld von der Bank bekommst, gibt es noch viele weitere Gründe, warum das Schreiben wirklich notwendig ist. Viele Start-ups scheitern daran, dass sie sich im Vorfeld nicht genug Gedanken über ihre Geschäftsidee machen.

Um deine Geschäftsidee gründlich zu prüfen, solltest du unbedingt auch einen Businessplan schreiben! Ja, es ist viel Arbeit und mühsam ist es auch. Aber es lohnt sich und vor allem du selbst wirst am Ende froh darüber sein, dass du es doch gemacht hast.

Ein guter Businessplan gibt dir Orientierung und vor allem strukturiert er deine Gedanken bezüglich deines Geschäftskonzeptes. Der Businessplan hilft dir, alles Wichtige im Blick zu haben, damit du Schritt für Schritt bearbeiten kannst. So weist er dir auch auf, wo mögliche Stolpersteine liegen und inwieweit du dein Wissen bezüglich deines Geschäftes noch verbessern kannst.

Durch deinen Businessplan findest du außerdem deinen geeigneten Markt. Es ist ein kleiner Irrglaube, dass nur wer schnell am Markt ist, auch der 1. im Ziel sein wird. Viel zu oft passiert es nämlich, dass der Zielmarkt falsch eingeschätzt wird. Wenn du auf die falsche Zielgruppe zielst, kann dein Produkt nicht treffen…

Gute Vorbereitung ist das A und O, ich sage es nur immer und immer wieder. Also unterschätze die Wichtigkeit nicht und nimm dir Zeit! Um von Anfang an einen strukturierten und zielorientierten Weg gehen zu können, solltest du lieber einen Businessplan schreiben.

Was sollte mein Businessplan beinhalten?

Diese 10 Punkte helfen dir dabei, einen Eindruck davon zu bekommen, was alles in einem Businessplan erwähnt werden muss. Geh jeden Punkt sorgsam durch, damit du am Ende deine Gedanken rund um deine Geschäftsidee vollständig und hilfreich zusammengeschrieben hast.

  1. Eine Zusammenfassung des Businessplanes schreibst du erst, wenn du die Punkte 2-10 abgearbeitet hast! Also ganz zum Schluss… Sie wird aber im Businessplan ganz vorne stehen, deshalb ist die Zusammenfassung in unserer Checkliste Nr. 1! Diese sollte bündig und präzise sein. Das Ganze nennt sich Executive Summary.
  2. Du musst deine Geschäftsidee Kurz und verständlich. Hierbei legst du deine Zielgruppe fest und bringst deine Idee auf den Punkt.
  3. Jetzt ist es Zeit für die Marktanalyse und die Wettbewerbsanalyse. Wo könnte die Entwicklung deiner Geschäftsidee hinführen? Marktanalyse beinhaltet Marktgröße,-wachstum und -potential. Die Wettbewerbsanalyse sollte Konkurrenz und Markteintrittsbarrieren enthalten.
  4. Kommen wir zu deiner Vision (Artikel verlinken). Was ist dein übergeordnetes Ziel, was deine Meilensteine? Du hast die Aufgabe langfristige, mittelfristige und kurzfristige Ziele für die nächsten Jahre zu definieren.
  5. Wie willst du vorgehen? Lege deine Strategie Ein Beispiel hierfür wäre die Nischenstrategie.
  6. Anschließend kommt es zum sehr wichtigen Teil des richtigen Marketings. Welches Produkt willst du verkaufen? Schreibe alles zu Produkt, Preis, Vertrieb, Werbung und Budget.
  7. Jetzt wird es etwas ernster: Recht und Steuern stehen auf dem Programm. Du musst deine gewählte Rechtsform, deinen Namen und verschiedene steuerliche Aspekte aufschreiben.
  8. Fragt sich noch, wie das Ganze organisiert werden soll. Es ist Zeit sich über Management, Personal, Standort, Schutzrechte und die Wertschöpfungskette genaue Gedanken zu machen.
  9. Naja und wie immer spielt auch Geld eine große Rolle: Wie finanzierst du deine Geschäftsidee? Wie sieht dein Finanzplan aus, welchen Kapitalbedarf hast du und wie stellst du dir deine Finanzierung
  10. Als letztes gilt es, deine „perfekte“ Geschäftsidee zu überprüfen. Sie auseinander zu nehmen, trifft es wohl besser. Finde Stärken und Schwächen heraus, entdecke Chancen und Risiken. Das Ganze nennt sich SWOT-Analyse und steht am Ende deines Businessplans.Anschließend fehlt nur noch das Anhängen von Lebenslauf, Zahlen, Grafiken und sonstigen Zusätzen.

Die Umsetzung des Business Models

„Ideas are easy. Implementation is hard.” (Guy Kawasaki, founder of AllTop)

Es gibt viele Ideen. Die schwierigste Aufgabe ist die tatsächliche Umsetzung dieser Ideen. Bei der Umsetzung wandelt sich die Idee zu einer anderen Idee und danach in einen Plan, mit dem gearbeitet werden kann. Bringe die Idee zu dem Punkt, wo Menschen sie sehen, riechen, fühlen und halten können. Das ist der Punkt, an dem viele Menschen scheitern. Viele Gründer haben gesagt, dass die Idee nur 10% ausmacht, der Rest ist die Umsetzung. The execution is making it happen!

Oftmals ist nicht die Idee fehlerhaft, sondern die Ausführung. Einige Unternehmen scheitern bereits am ersten Produkt, andere an den Folgeprodukten. Andere Gründe können beispielsweise ein schlechtes Team, wenig Geld oder falsche Aushaben sein. Wieder andere scheitern, weil sie das Businessmodell nicht korrekt umsetzen können.

Der größte Fehler? Tolle Idee, schlechte Ausführung

Es ist sehr unterschiedlich, eine Idee zu entwickeln oder eine Idee umzusetzen. Menschen können nicht in beidem gut sein. Deshalb ist es wichtig, sich mental einer Verschiebung zu unterziehen, wenn man sich von einem Modus in den nächsten bewegt.

Wenn du bei der Umsetzung deiner Idee bist, musst du vier Dinge tun

  1. Konzentriere dich auf die richtigen Dinge!
  2. Erledige die Dinge rechtzeitig!
  3. Nehme Abkürzungen und baue Prozesse auf!
  4. Stelle Menschen ein, die Dir bei der Umsetzung helfen!

Step-by-step lautet die Devise

Es ist wichtig, dass Du den Fokus auf größere Ziele legst und diese in kleinere Unterziele aufbrichst. Du solltest niemals ein Problem angehen, was zu groß ist. Teile es deshalb in kleine Stücke und versuche dich mit der Zeit der richtigen Lösung anzunähern.

Typischerweise werden anspruchsvolle Investoren Ziele und Zeitpläne zur Unternehmenslage in einem Jahr verlangen. Und wenn es so weit ist, wollen sie die Beweise dafür haben, ob du die Ziele und Zeitpläne einhalten konntest. Falls du sie nicht einhalten konntest wird es sehr schwer werden, weiteres Geld von ihnen zu bekommen.

In großen Unternehmen findet die Umsetzung in längeren Prozessen statt. Der Prozess wird festgelegt und wenn etwas schief läuft wird der Prozess korrigiert. In kleineren Unternehmen ist nicht ausreichend Zeit für eine Umsetzung in Prozessen vorhanden.

Letztendlich brauchst du Mitarbeiter, die deine Idee nehmen und sie umsetzen. Leute, die Produkte fertiggestellt haben, wissen was zu tun ist, um eine Idee in ein Produkt zu verwandeln und es dem Kunden zur Verfügung zu verkaufen


Geschäftsidee finden

Geschäftsidee finden - mit dem Value Proposition Canvas zum Erfolg

Geschäftsidee finden - Jede Gründung beginnt mit einer guten Geschäftsidee und diese Geschäftsidee muss man finden, dabei kann es sich um ein neues Produkt oder eine innovative Dienstleistung handeln. Aber wie entwickelst du eine gute Idee? Gibt es Methoden oder Konzepte die dir dabei helfen können? Und wie kannst du prüfen, ob deine Geschäftsidee wirtschaftliches Potenzial hat? Der folgende Artikel wird sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und dir zeigen, wie du die richtige Idee für dein Start-up findest.

Geschäftsidee finden – Mind-Map

Die Mind-Map ist eine Methode, bei der du deine Gedanken ordnen und komplexe Inhalte übersichtlich strukturieren kannst. Du kannst die Mind-Map dazu nutzen deine Ideen, wie bei einem Brainstorming, aufzuschreiben und anschließend miteinander zu verknüpfen. Dies hilft dir dabei Zusammenhänge zu entdecken, Fakten zu gliedern und dir einen Überblick über das Thema bzw. deine Idee zu verschaffen und am Ende eine Geschäftsidee zu finden.

Für eine bessere Visualisierung können die einzelnen Punkte durch Bilder, Symbole oder Farben ergänzt werden. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die kreativen Areale im Gehirn angeregt werden und somit die Ideen leichter fließen. In die Mitte der Mind-Map könnte beispielsweise deine Kernkompetenz aufgelistet werden, von der aus du deine Assoziationen auflistest. Du kannst die Mind-Map auf einem Papier anfertigen oder aber Tools und Programme auf dem Computer nutzen. Einige kostenlose Mind-Map-Programme sind Freemind, Freeplane oder ViewYourMind.

Geschäftsidee finden - Der Kunde im Mittelpunkt

Eine Idee bringt dir nichts, wenn das Produkt oder die Dienstleistung am Kunden vorbei geplant wurde, denn dann wird sie nicht genügend nachgefragt und scheitert. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Nutzer in das Zentrum der Entwicklung zu stellen und sich auf die Lösung bestehender Probleme zu konzentrieren.

Neben Mind-Maps, gibt es Konzepte, die dir helfen können eine Geschäftsidee zu entwickeln und gleichzeitig zu überprüfen, ob deine Idee genügend wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Ein beliebtes Modell zur Entwicklung einer Geschäftsidee ist der Value Proposition Canvas, welcher dir im Folgenden Absatz vorgestellt wird.

Eines der beliebtesten Werkzeuge zur Ideenfindung ist der Value Proposition Canvas, dabei kannst du deine Idee anhand einer vorgegeben „Schablone“ entwickeln. Das Ziel ist, deine Kundengruppe und deren Probleme, Aufgaben sowie Bedürfnisse zu analysieren und daraus sinnvolle Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln.

 

Geschäftsidee finden - Kundenprofil

Value-Proposition-Canvas-1

Geschäftsidee finden – Value Proposition Canvas

Das Kundenprofil gilt als Ausgangspunkt, denn beim Value Proposition Canvas wird der Kunde in den Mittelpunkt der Ideenfindung gestellt.

1. Kundenaufgaben

Begonnen wird mit dem Segment der Kundenaufgaben. Dort es geht darum zu beschreiben, was der Kunde für Ergebnisse erzielen möchte und was er für Bedürfnisse hat.

  • Welche funktionalen Aufgaben oder Probleme möchte dein Kunde gelöst haben?
  • Welche sozialen Aufgaben oder Probleme möchte dein Kunde gelöst haben? (Nachhaltigkeit, Status, Trend, Macht)
  • Welche emotionalen Aufgaben oder Probleme möchte dein Kunde gelöst haben? (Wohlgefühl, Freiheit, Sicherheit, innere Ruhe)

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Funktionale Aufgabe: Informationen und Nachrichten teilen
  • Soziale Aufgabe: Kommunikationsbedürftigkeit, Selbstdarstellung
  • Emotionale Aufgabe: informiert sein, immer mit seinen Freunden verbunden sein

2. Schmerz

Im Segment „Schmerz“ sollen Probleme notiert werden, welche dem Kunden bei der Erledigung seiner Aufgaben begegnen. Diese „Schmerzen“ können negative Emotionen, hohe Kosten, Herausforderungen, Risiken oder sonstige Probleme darstellen.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Kosten für Tageszeitung zu hoch
  • Klassische Nachrichtendienste sind zu langsam
  • Nachrichten/ Informationen können schnell und einfach ausgetauscht werden

3. Nutzen

Im Segment „Nutzen“ sollen die Ergebnisse, Vorteile und Gewinne, die sich für den Kunden aus deinem Produkt oder deiner Dienstleistung ergeben, aufgelistet werden. An dieser Stelle soll auf die Kundenerwartungen im Zusammenhang mit den Kundenaufgaben eingegangen werden. Fragen, die du dir dabei stellen kannst sind: Wo möchte sich der Kunde Zeit, Geld oder Arbeit ersparen? Was kann zur Lösung eines Problems beitragen? Welche Bedürfnisse möchte dein Kunde befriedigt haben?

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Kompakte und übersichtliche Darstellung von allen wichtigen Meldungen
  • Meldungen und Nachrichten können schnell geteilt und verschickt werden
  • Inhalte können mit Freunden aus der ganzen Welt geteilt werden
  • Keine bis sehr geringe Kommunikationskosten

Die „Nutzen“ und „Schmerzen“ können bzw. sollten zur besseren Übersicht hierarchisiert werden.

4. Produkte & Dienstleistungen

Im vierten Schritt sollen neben dem erarbeiteten Kundenprofil nun die Produkte oder Dienstleistungen gegenübergestellt werden, mit denen du dein Werteversprechen erfüllen möchtest.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Facebook-Website
  • Facebook-App

Dabei solltest du dich fragen:

Welche Produkte oder Dienstleistungen helfen meinem Kunden seine Probleme zu lösen, seine Aufgaben zu erledigen oder seine Bedürfnisse zu befriedigen?

Für ein Produkt oder eine Dienstleistung allein ist es schwierig einen Kundenwert zu produzieren, erst die Beziehung zum zuvor definierten Kundensegment mit seinen Jobs, „Nutzen“ und „Schmerzen“ schafft einen Wert für den Kunden. Auch in diesem Feld solltest du eine Rangfolge bilden, je nach Bedeutung für den Kunden.

5. Schmerzlöser

In diesem fünften Abschnitt sollst du dich fragen, was genau an deinem Produkt oder an deiner Dienstleistung dem Kunden hilft seine Probleme zu lösen? Wie können die Probleme deines Kunden gelöst oder reduziert werden? Und wie und womit liefere ich bessere Lösungen als bereits etablierte Anbieter?

Um Lösungen für Kundenprobleme zu erarbeiten, muss sich überwiegend auf das Feld „Schmerz“ bezogen werden. Hierbei spielt auch die Priorisierung eine übergeordnete Rolle spielt, denn ein Produkt oder eine Dienstleistung kann niemals alle Kundenprobleme lösen. Daher solltest du dich zunächst einmal auf die relevantesten Probleme deiner Zielgruppe fokussieren.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Kunde möchte nicht viel Zeit aufwenden, um sich Informationen zu beschaffen oder zu kommunizieren
  • Kunde möchte keinen großen finanziellen Aufwand betreiben, um sich Informationen zu beschaffen oder zu kommunizieren

6. Gewinnerzeuger

In dieser Kategorie beschreibst du, auf welche Art und Weise du dem Kunden von Nutzen bist. Hierbei solltest du die konkreten Merkmale herausstellen, welche den Nutzer zu seinem Ziel bringt. Um einen Mehrwert bei deinem Kunden zu erzeugen, solltest du deine Lösungsansätze detaillierter beschreiben, dabei kann auch eine Hierarchisierung vorgenommen werden.

Diese Priorisierung kann bei Leistungen beginnen, die der Kunde erwartet, bis hin zu Leistungen, die er sich wünscht oder den Kunden überraschen würden. An dieser Stelle solltest du dich auf die zuvor aufgestellten (funktionalen, sozialen, emotionalen) Nutzen des Kundenprofils beziehen.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Meldungen in Echtzeit bekommen
  • Einfacher und günstiger Austausch von Nachrichten und Meldungen

Nun ist dein Value Proposition Canvas fertig

Ein weiteres Werkzeug zur Ideenfindung wäre das Human Centered Design, welches ähnlich wie der Value Proposition Canvas arbeitet. Zur Übersicht haben wir dir die Vorteile für beide Konzepte im nächsten Abschnitt übersichtlich aufgelistet.

Geschäftsidee finden - Konzepte - Vorteile:

  • Gestalte Deine Idee (Produkt oder Dienstleistung) entsprechend der Zielgruppe.
  • Du hast die Möglichkeit dein Werteversprechen besser zu formulieren und zu kommunizieren.
  • Die Vorlage kann dir später helfen, weitere neue Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Die Kundenakzeptanz kann so früh wie möglich sichergestellt werden.
  • Deine Idee ist an den Kunden angepasst, dadurch erlebt der Kunde ein positives Erlebnis, wodurch wiederum Kundenbindung entstehen kann.

Wie geht es nach dem Geschäftsidee finden weiter?

Sobald Du Dir mit Deiner Geschäftsidee sicher bist, ist der nächste große Schritt gar nicht mehr weit entfernt: Der Business und Product Launch. Vorab solltest du allerdings einige wichtige Aufgaben erledigen und deine Geschäftsidee noch einmal auf Herz und Nieren überprüfen.

Damit Du nichts vergisst, haben wir im Folgenden eine Liste zur Orientierung für Dich zusammengestellt – Deine 4 Hausaufgaben:

Analysiere die Marktnachfrage!

Verwende ausreichend Zeit für die Marktanalyse! Die Marktbedürfnisse zu verstehen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Vor dem Business und Product Launch solltest Du zuallererst eine gewisse Zeit investieren, um die Bedürfnisse der Nachfrager und des Marktes zu verstehen. Nimm Dir ruhig 6 Monate Zeit, um mit den Verbrauchern zu sprechen, sie zu verstehen und deine Geschäftsidee zu überarbeiten. Erst wenn Du Sie verstanden hast, wird es Dir gelingen, eine Technologie zu entwickeln und Du kannst ein Produkt designen, was hinterher am Markt auch wirklich benötigt wird.

Der wichtigste Teil Deiner Hausaufgabe sind Kundengespräche: Du musst Deinen potentiellen Kunden vermitteln, dass Deine Idee real umgesetzt werden kann.

Kundengespräche sind im Vorfeld des Business und Product Launch der wichtigste Teil Deiner Hausaufgaben und der einfachste Weg, um herauszufinden, wie Deine Idee bei Kunden ankommt. Nur so kannst Du Marktrisiken reduzieren. Marktrisiko beschreibt die Unsicherheit, ob Kunden zum Kauf des Produktes bereit sind. Durch Gespräche mit Kunden kann Du Deine Idee testen und verbessern, was das Marktrisiko wiederum verringert. Das führt dazu, dass Deine Business-Idee auch für Investoren attraktiver wird. Die wesentliche Frage für die Kundengespräche vorab des Business und Product Launch sollten in etwa so aussehen:

„Hier ist das Produkt, so wie es von seinem Aussehen und seiner Funktion verfügbar sein soll und so viel soll es kosten – Würdest Du dieses Produkt für den Preis kaufen?“

Oftmals reicht es schon aus, wenn sich nur wenige Kunden für das Produkt interessieren. Du zeigst Ihnen auf Grundlage Deines Konzeptes einen Prototypen und wenn sie davon überzeugt sind, ist Deine Idee erfolgsversprechend.

Präzisiere die Kundenbedürfnisse auf einen kritischen Aspekt – Dein Produkt kann dann dieses Problem lösen!

Durch die Kommunikation mit potentiellen Kunden kannst Du Probleme identifizieren. Du musst die Notwendigkeit für Änderungen erkennen und Probleme lösen. Finde heraus, ob der Kunde auch ohne Deine Problemlösung leben kann, oder ob es sich um einen kritischen Aspekt handelt. Es ist entscheidend, ein kritisches Problem zu finden und die geeignete Technologie zu entwickeln, um dieses zu lösen. Nur so gelangst Du an das Vertrauen Deiner Kunden und sie werden Dir von weiteren Bedürfnissen berichten.

Es ist viel besser, wenn Dein Produkt ein „Must-Have“- und nicht nur ein „Nice-to-Have“-Produkt ist. Ein „Must-Have“-Produkt ist der absolute Killer und bringt Dir langfristigen Erfolg, sobald Du es auf Deinem Product Launch vorgestellt hast. Erst wenn die Untersuchung der Kundenbedürfnisse vollständig abgeschlossen ist, solltest Du mit der Entwicklung Deines Prototypen starten.

Mache Deine Hausaufgaben unter Berücksichtigung des Kundenverhaltens. Und glaube ja nicht, dass Du das Kundenverhalten leicht beeinflussen und verändern kannst!

Kundenverhalten zu ändern, ist nicht leicht. Denn die Probleme, an die Dein Produkt adressiert ist, existieren nicht erst seit gestern. Deine Kunden haben sich mit dem Problem eine Weile beschäftigt und Du konkurrierst nun mit der Methode, die sie bisher verwendet haben.

Analysiere deine Zielgruppe

Du musst die Kunden für Dein Produkt genau benennen und beschreiben können!

Bei Deiner Marktanalyse im Vorfeld des Business und Product Launch musst du herausfinden, wer Dein Produkt kaufen wird. Du musst Dich konkret fragen, welche spezielle Kundengruppe Dein Produkt kaufen würde. Zum Beispiel kannst du nicht sagen, dass ein Unternehmen Dein Produkt kauft, denn es sind die Menschen, die das Produkt kaufen.

Du musst also herausfinden, wer genau die Käufe tätigt und wer letztendlich der Benutzer Deines Produktes sein wird. Oftmals sind das zwei verschiedene Personen. Wenn Du den Kunden definiert hast, musst Du kontrollieren, dass alle wesentlichen Elemente – das Angebot, der Preis, das Design, die Funktionen – stimmen.

Analysiere das Marktvolumen

Bevor Du dein Produkt auf einem Business und Product Launch vorstellst, solltest Du die Größe des Marktes bestimmten. Dazu ist es hilfreich, die potentiellen Kunden anzusprechen und herauszufinden, was sie für Dein Produkt zahlen würden. Meistens ist dies jedoch komplizierter als gedacht: Gerade weil es sich um ein neues Produkt handelt und es noch nicht existiert, können sich Kunden das Produkt nur schwer vorstellen und einen realistischen Wert oft auch nur schwer einschätzen.

Gehe zu solchen Kunden, die ein gutes Gespür dafür haben, was auf dem Markt gut ankommen wird und baue mit dem geringst möglichen Kostenaufwand einen Prototypen. Diesen Prototypen kannst Du deinen möglichen Kunden schon vor dem Product Launch vorstellen und sie entscheiden, wie es ihnen gefällt und wie viel sie bezahlen würden.

Außerdem findest Du so auch heraus, was andere Unternehmen in der Branche für ähnliche Produkte an Erlösen generieren. Danach kannst Du Dir ein eigenes Kosten- und Erlösmodell erstellen. Problematisch ist jedoch, dass Du niemals die reellen Daten bekommen wirst. Lerne also, mit unvollständigen Daten und Informationen zu arbeiten.

Definiere das Markttiming

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist die Frage, ob der Markt für Dein Produkt bereit ist. Du musst Dich im Vorfeld des Business und Product Launch fragen, ob der Markt bereit ist für dein Produkt:

„Bin ich zu weit vor dem Markt? Bin ich ein, zwei oder sogar drei Jahre zu früh und wie verwalte ich meine Geldreserven, so dass ich da bin, wenn der Markt durchbricht?“

Sei weder zu früh noch zu spät auf dem Markt!

Am besten wäre es natürlich, wenn du eine kurze Zeit vor allen anderen bist.

Um herauszufinden, ob der Markt bereit ist, musst Du mit vielen potentiellen Kunden sprechen. Wenn Du vor dem Markt bist und Du darauf wartest, dass der Markt aufholt, brauchst du Durchhaltevermögen. Du solltest die Unternehmensgröße und die Unternehmensgehälter sehr gering halten und Du musst eine Kernkompetenz entwickeln, die kein anderer besitzt. Diese Kernkompetenz wird entscheidend sein, wenn der Markt anfängt sich zu entwickeln.

Wenn Du also diese 4 wichtigen Aufgaben berücksichtigst, bevor Du dein Unternehmen und Dein Produkt auf einem Business und Product Launch vorstellst, wird Dir Dein Startup sicherlich langfristig Erfolg bringen! Wir wünschen Dir alles Gute!


SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse - Wie sie funktioniert & was zu beachten ist

Die SWOT-Analyse (Englisch für Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) ist ein Instrument der Strategischen Planung. Sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen. Die SWOT-Analyse stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich und ist Grundlage vieler asiatischer Kampfsportarten. In den 1960er Jahren entwickelte die Harvard Business School die SWOT-Analyse zur Anwendung im unternehmerischen Wettbewerb weiter. Heute gilt diese als eine der wichtigsten Methoden zur Situationsanalyse.

„Stärken stärken und Schwächen schwächen“

Bei der Unternehmensanalyse oder auch internen Analyse genannt, werden Unternehmensmerkmale entweder als Stärke oder Schwäche bewertet. Bei der Umfeldanalyse bzw. externen Analyse hingegen werden Merkmale benannt, welche für dein Unternehmen als Chancen oder Risiken angesehen werden.

SWOT-Analyse – Stärken

  • Was sind die Stärken deines Produkts oder deiner Dienstleistung?
  • Welche Vorteile hat dein Unternehmen insbesondere im Wettbewerb?
  • Was sind die Ursachen für bisherige Erfolge?
  • Worauf kannst dein Unternehmen stolz sein?
  • Hat dein Unternehmen besondere Ressourcen, Innovationen, Mitarbeiter, Standorte?
  • Warum sollten Kunden bei deinem Unternehmen kaufen, was macht dein Produkt/ Dienstleistung zu etwas besonderem?

SWOT-Analyse – Schwächen

  • Was sind die Schwächen deines Produkts oder meiner Dienstleistung?
  • Welche Nachteile hat dein Unternehmen insbesondere im Wettbewerb?
  • Hast du eine geringe Finanzkraft? Bist du abhängig von Partnern?
  • Was sind häufige Fehler? Wo treten Unsicherheiten auf?
  • Was fehlt deinem Unternehmen?
  • Welche Faktoren können in deinem Unternehmen zum Scheitern führen?

SWOT-Analyse – Chancen

  • Welche Faktoren oder Entwicklungen im Umfeld oder im Markt können für dein Unternehmen von Vorteil sein?
  • Wo siehst du Potenziale bzw. Zukunftschancen für dein Unternehmen?
  • Welche Trends entwickeln auf den Märkten und können für dich von Vorteil sein?
  • Welchen Einfluss können gesellschaftliche oder technologische Entwicklungen haben und deinem Unternehmen neue Chancen bieten?

SWOT-Analyse – Risiken

  • Welche Faktoren oder Entwicklungen im Umfeld oder im Markt können für dein Unternehmen von Nachteil sein?
  • Was für Aktivitäten sind von deinen Konkurrenten zu erwarten?
  • Gibt es starke Veränderungen im Markt, die eine Gefahr für dein Unternehmen darstellen können? (Neue Qualitätsstandards? Neue Technologien? Gesetzliche Änderungen? Neue Konkurrenten?)
  • Was könnte mein Unternehmen schwächen? (Finanzielle Schwierigkeiten?)

 

SWOT-Analyse – Beispiel Smoothie-Hersteller „Smoolife“

Am Beispiel, eines fiktiven Unternehmens bzw. Produkts, soll dir die SWOT-Analyse mit ihren Ausprägungen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken nähergebracht werden: Der Smoothie-Hersteller „Smoolife“ stellt Smoothies in verschiedenen Geschmacksrichtungen her und ist momentaner Marktführer in Deutschland, wo er diese auch herstellt und vertreibt.

Bei den internen Stärken und Schwächen gilt es die Vergangenheit oder die Gegenwart mit einzubeziehen. Bei den externen Chancen bzw. Risiken hingegen soll die Zukunft betrachtet werden. Um erfolgreich am Markt bestehen zu können, sollte der Smoothi-Hersteller „Smoolife“ seine Stärken fördern, Schwächen reduzieren und seine Chancen nutzen sowie Risiken begrenzen.

Strategien der SWOT-Analyse

Im nächsten Schritt gilt es die unterschiedliche Strategien zur Vorgehensweise vorzustellen, dies erfolgt in einer weiteren Matrix. Dabei werden die Felder der Unternehmensanalyse den Feldern der Umfeldanalyse gegenübergestellt und so mögliche Strategien für das Unternehmen erarbeitet. Mögliche Strategien dabei sind die S-O-Strategie, W-O-Strategie und S-T-Strategie sowie W-T-Strategie.

  • Bei der S-O-Strategie sollen die Chancen passend zu den Stärken identifiziert weiter ausgebaut werden. Diese Strategie stellt den Idealfall dar.
  • Bei der W-O-Strategie gilt es die internen Schwächen zu eliminieren, um externe Chancen nutzen zu können. Des Weiteren sollen dabei die Schwächen langfristig in Stärken umgewandelt werden um eine S-O-Position zu ermöglichen.
  • Bei der S-T-Strategie sollen die Stärken genutzt werden, um die Risiken zu verringern.
  • Bei der W-T-Strategie gilt es, darauf zu achten, die Schwächen und Risiken deines Unternehmens zu vermeiden bzw. zu minimieren, denn zu viele davon könnte dein Unternehmen auf Dauer ruinieren. Außerdem dürfen die Schwächen deines Unternehmens sich nicht zu Risiken

Probleme und häufige Fehler bei der SWOT-Analyse

Wichtig bei der Erstellung einer SWOT-Analyse ist es, dass du die Stärken und Schwächen auf dein Unternehmen und lediglich die Chancen und Risiken auf das externe Umfeld beziehst. Diese Felder solltest du bei der Analyse strikt auseinanderhalten.

Außerdem ist es besonders wichtig alle Fragen ehrlich zu beantworten. Es bringt dir nichts, nur Informationen abzubilden, die dein Unternehmen positiv darstellen. Schließlich möchtest du dein Unternehmen weiterentwickeln und mögliche Risiken oder Chancen frühzeitig erkennen.

Eine vollständige SWOT-Analyse kann sehr aufwändig sein, allerdings ist dieser Aufwand wichtig, denn die meisten Angaben lassen sich erst nach ausführlicher Informationssuche ableiten. Bei der SWOT-Analyse handelt es sich nicht um eine Strategieplanung, sie beschreibt lediglich Zustände oder zeigt Fortschritte auf, welche in Zukunft für dein Unternehmen möglich sind.


Businessplan

Mit diesen 10 Punkten zum erfolgreichen Businessplan !

Der Businessplan ist die Grundlage. Um das eigene neu gegründete Unternehmen erfolgreich zu machen brauchst Du vor Allem ein gut strukturierten Businessplan. Aber wie baust Du so einen Businessplan auf?

Immer eins nach dem anderen: Zuerst solltest Du dir über das Grundkonzept und die Idee deines Unternehmens im Klaren sein. Zum Beispiel ist wichtig herauszufinden, auf welche Eigenschaften und Kompetenzen du Wert legst und was für eine Art Unternehmer Du selbst bist. Die Grundlagen zu definieren ist unumgänglich, nur darauf kannst du ein solides Konzept für dein Unternehmen aufbauen.

Der 10 Schritte Businessplan besteht aus diesen Punkten, die ich Dir Schritt für Schritt näher erklären werde: Executive Summary, Idee & Zielgruppe, Markt und Wettbewerb, Ziele, Strategie, Marketing, Recht & Steuern, Organisation, Finanzen und letztlich SWOT-Analyse.  LOS GEHT’S !

Executive Summary

Das Executive Summary, auch Management Summary genannt, enthält alle wichtigen Informationen Deines Unternehmens. Eine aussagekräftige Zusammenfassung dessen, was deine Firma tut, was das Grundkonzept und die Idee deiner Firma ist und wie diese umgesetzt werden kann/wird.

Prinzipiell steht dieser Punkt am Anfang des Businessplans, wird aber im Verlauf überarbeitet und ergänzt. Ein fertiges Executive Summary ist meist erst dann fertig, wenn auch der Businessplan an sich fertiggestellt ist. Es ist also keine Einleitung, sondern eine Zusammenfassung des kompletten Konzepts deiner Firma. Oft lesen sich Kapitalgeber nur diese Zusammenfassung durch, also sollte sie so formuliert sein, dass das Interesse potenzieller Geldgeber geweckt wird, dein Unternehmen zu unterstützen.

Die Executive Summary ist deine Visitenkarte für den Businessplan. Maximal sollte dieses Dokument 2 Seiten und alle wichtigen Informationen über dein Unternehmen enthalten. Wichtig ist hierbei, dass Du sie am Ende verfasst, wenn Du alle relevanten Inhalte und Daten des Businessplans formuliert hast.

Als Tipp: Investoren und Banken lieben es, wenn du die prognostizierten Geschäftszahlen der kommende Jahre hier aufzeigst. Warum? Eine Idee kann so schön sein wie sie will, denn am Ende möchten Investoren und Banken funktionierende, profitable Geschäftsideen unterstützen.

Idee & Zielgruppe

Die Idee hinter deinem Unternehmen und die Zielgruppe definieren wird in Punkt 2 zusammengefasst. Zum einen kannst du mit deiner ausformulierten Geschäftsidee die Zielgruppe genau benennen und zum anderen ist durch die genaue Definition der Geschäftsidee möglich, die Besonderheit deiner Firma hervorzuheben. Geschäftsidee und Zielgruppe sind also mehr oder weniger abhängig voneinander. Die Idee richtet sich nach einer bestimmten Zielgruppe.

Diese gilt es festzulegen auf der Grundlage deiner Idee. Eine Hilfe ist, die eigene Geschäftsidee mit anderen schon bestehenden Modellen zu vergleichen: Wie hebt sich meine Idee von anderen ab, was ist ähnlich und welche Menschen möchte ich gezielt ansprechen?

Ein Tipp an dieser Stelle: Natürlich könnte dein Produkt zukünftig für den Massenmarkt taugen und „Jeder“ könnte deine Zielgruppe sein. Aber Achtung! In der Realität ist es meist so, dass du mit einer sehr speziellen Kernzielgruppe startest und diese dann Stück für Stück aufbaust. Mach das auch in deinem Businessplan deutlich. Das wirkt und ist professionell und auch glaubwürdig. Benenne deine Zielgruppe als äußerst spezifiziert und detailliert, sofern es dir möglich ist.

Markt & Wettbewerb

Wie auch im vorherigen Schritt angedeutet, ist es natürlich wichtig den Markt zu beobachten um die Konkurrenz einschätzen zu können. Dabei ist auf Markteintrittsbarrieren zu achten: Hürden, die den Erfolg deines Unternehmens hemmen oder gar völlig einstürzen lassen, gilt es frühzeitig zu erkennen um dem entgegen zu wirken. Die Wettbewerbsanalyse solltest du deshalb nicht unterschätzen, da Markteintrittsbarrieren das frühzeitige Aus für ein neues Unternehmen bedeuten können.

Punkte die dabei beachtet werden müssen sind:

  • Ressourcen-abhängige Markteintrittsbarrieren
  • Rechtliche Markteintrittsbarrieren
  • Marktspezifische Hindernisse
  • Ökologische Markteintrittsbarrieren
  • Soziale Markteintrittsbarrieren

Anmerkung: Es gibt quasi keinen Markt ohne Eintrittsbarrieren, sonst wäre das Ganze ja auch viel zu einfach. Es gibt immer die ein oder andere Hürde, die du Tag für Tag und Woche für Woche erleben wirst, aber wenn du dranbleibst, wirst du die auch locker meistern. Hier ist es einfach wichtig, Risiken und mögliche Barrieren nicht zu ignorieren, sondern zu erkennen und frühzeitig Lösungen und Wege zu finden.

Auch Banken und Investoren wissen das und schätzen es, wenn du mit Schwächen und Risiken ehrlich umgehst und sie nicht versuchst zu verheimlichen, denn das ist kein gutes Mittel für eine erfolgreiche Unternehmensführung.

Ziele

Die Definition der kurz-, mittel- und langfristigen Ziele deiner Firma ist ein weiterer wichtiger Punkt der in deinen Businessplan gehört. Wo genau willst du hin? Nach der Markt- und Wettbewerbsanalyse legst du vorerst kurzfristige Ziele deiner Firma fest. Danach kommen mittelfristige und langfristige Ziele. Diese kannst du individuell festlegen – Wo soll dein Unternehmen in einem, 3 oder auch 10 Jahren stehen? Wichtig ist auch, dass du regelmäßig deine Ziele überprüfst.

Sinnvoll ist es eine Vision aufzuzeichnen, jedoch muss man beachten, dass diese realistisch und in genanntem Zeitraum auch umsetzbar ist. Dieser Punkt ist auch für Außenstehende wichtig, da du sie mit den festgelegten Zielen mitnehmen kannst und zwar auf eine Reise. Die Reise, die sie mit dir als Partner bestreiten können.

Strategie

Keine Strategie – Kein Erfolg. Nachdem du dir kurzfristige und längerfristige Ziele gesetzt hast, geht es in diesem Schritt deines Businessplans um die Umsetzung. Wann die Unternehmensziele erreicht werden sollten hast du bereits festgelegt. Jetzt geht es um das „Wie“.

Drei klassische Unterkategorien die in Frage kommen sind: - Kostenführerschaft - Differenzierung – Nischenstrategie. Welche Strategie du anwendest, ist davon abhängig von deinem Geschäftsmodell. Der Vorteil dieser Teil-Strategien ist die genaue Anpassung an das Unternehmen. Bei der Wahl der Strategien spielen die Faktoren Kundennutzen, besondere Konkurrenzvorteile und Positionierung eine große Rolle.

Gerade beim Punkt Strategie kannst du in deinem Businessplan zeigen, dass du nicht nur eine gute Idee hast, sondern auch weist sie erfolgreich zu machen und strategische Konzepte vorlegen kannst.

Marketing

Ein sehr wichtiger weiterer Punkt in deinem Businessplan ist alles was mit Marketing zu tun hat. Vor allem geht es hier um folgende Marketinginstrumente:

Produktpolitik: Bei diesem Marketinginstrument geht es um die optimale Anpassung deines Produkts/ deiner Dienstleistung an die Zielgruppe, sodass für die Kunden ein Mehrwert entsteht.

Preispolitik: Was wirkt sich auf die Preisgestaltung des Produkts aus? Kurz gesagt geht es um alle Faktoren, die mit den Kosten des Produkts zu tun haben.

Distributionspolitik: In diesem Punkt wird besprochen, wie das Produkt an den Kunden erlangt. Dieser Weg muss der Zielgruppe angepasst werden.

Kommunikationspolitik: Die Bekanntmachung eines Produkts ist sehr wichtig, denn ein Kunde kauft ein Produkt nur, wenn er 1. darüber informiert ist und 2. er für sich einen Mehrwert erkennt. Genau mit diesem Anliegen beschäftigt sich die Kommunikationspolitik. Auch Online Marketing wird immer wichtiger und sollte im Businessplan besprochen werden. Hier ist es auch sinnvoll zu nennen, wie du deine Finanzmittel für das Marketing einsetzt. Welche Outbound- und welche Inbound-Marketing Maßnahmen du verwendest, auf welchen Marketingkanälen du dich bewegst und und und.

Recht und Steuern

Sehr wichtig ist auch dieser Punkt – alle rechtlichen Bereiche werden abgedeckt, damit dein Unternehmen abgesichert ist und es keinerlei Probleme bei Genehmigungen, Rechtsform, deinem Firmennamen oder Steuern aufkommen. Folgende Fragen sollten hier beantwortet werden:

  • Welche Genehmigungen brauche ich, um mein Unternehmen selbständig zu führen? (Erlaubnispflicht nach Gewerbeordnung oder Meisterpflicht im Handwerk)
  • Welche Rechtsform wähle ich? (Neben Einzelunternehmen stehen dir Personen- oder Kapitalgesellschaften für die Gründung zur Verfügung)
  • Welcher Firmen- bzw. Unternehmensname ist möglich? (Rechtliche Einschränkungen sind auch beim Firmennamen möglich – siehe Markenschutz, Firmenname und Domain)
  • Welche Steuern müssen selbständig gezahlt werden? (Einkommenssteuer und Gewerbesteuer etc. abhängig von der gewählten Rechtsform)

Mit der Rechtslage solltest du dich auf jeden Fall im Detail beschäftigen. Vor allem ist wichtig diesen Punkt nicht nur im Businessplan abzuklären, du solltest auch im Laufe der Zeit Veränderungen abhängig vom Unternehmen im Auge behalten.

Organisation

Sind alle Fragen zum Thema Recht und Steuern beantwortet, geht es darum, im Businessplan die wichtigsten Punkte zum Thema Organisation festzuhalten. Dabei geht es unter anderem um Schutzrechte, Standort, Gründerteam, Wertschöpfungskette, Personalplanung und auch die Unternehmensstruktur.

Hier erklärst du den internen Aufbau deines Unternehmens und kannst neben der Geschäftsidee mit Kompetenzen von Mitgründern, Mitarbeitern und dir selbst überzeugen. Vielen Investoren sind nicht nur die Ideen, sondern vor Allem die Gründer hinter der Idee wichtig.

Carsten Maschmeyer sagt immer: „Ich investiere nicht in Firmen, ich investiere in die Gründer“. Stellt also im Businessplan heraus, was euch zum Gründer macht und warum ihr das Business rocken werdet. Natürlich immer unter dem Aspekt, keine Selbstdarstellung in Perfektion niederzuschreiben.

Finanzen

Der Finanzplan ist der wohl wichtigste Punkt im Businessplan eines Gründers. Das zentrale Kapital ist im Finanzplan das Thema. Er legt die zukünftige Unternehmungsentwicklung in Zahlen fest und stellt fest ob und inwiefern sich Investitionen lohnen. Alle Kosten, Investitionen und sonstigen Ausgaben werden detailliert festgehalten. Folgende Punkte sollten auf jeden Fall dokumentiert sein:

  • Gründungskosten & Investitionen berechnen bzw. verrechnen
  • Unternehmerlohn und weitere laufenden Kosten ermitteln
  • Kapitalbedarf für die Gründung deines Unternehmens bestimmen
  • Finanzierung des Kapitalbedarfs gewährleisten

Ausgaben zu Beginn

Bevor du ein Unternehmen gründen kannst brauchst du Kapital. Für deinen Finanzplan sind somit vorerst Gründungskosten relevant. Unmittelbar nach der Gründung geht es um die finanziellen Investitionen, die dein Unternehmen wachsen lassen.

Ausgaben nach der Gründung

Die laufenden Kosten nach der Gründung werden im Finanzplan ebenfalls festgehalten. Meist fallen in der Anfangszeit mehr Kosten an und Einnahmen bleiben vorerst gering. Deshalb ist wichtig, die Kapitalbedarfsberechnung zu berücksichtigen, um das vorzeitige aus deines Unternehmens zu verhindern. Außerdem muss man beim Berechnen des Kapitalbedarfs die Rechtsform berücksichtigen.

Kapitalbedarf ermitteln

Um den gesamten Kapitalbedarf zu berechnen, sollten vorerst alle Investitionskosten ermittelt werden. Ist dies geschehen, kann man die Kapitalbedarfsrechnung angehen. Gründer sind meistens optimistisch, was die Finanzen des eigenen Unternehmens angeht, deshalb ist es ratsam einen finanziellen Puffer einzubeziehen um einen möglichen Engpass zu umgehen.

Finanzierung des Kapitalbedarfs festlegen

Nachdem der Kapitalbedarf berechnet ist, solltest du dir über die Finanzierung Gedanken machen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Bedarf zu decken. Neben der Eigenfinanzierung sind Beispiele hierfür Business Angels, Venture Capital Fonds und andere Investoren. Auch der Ausgleich von Fremd- und Eigenkapital sollte man berücksichtigen.

SWOT-Analyse

Abgeschlossen wird dein Businessplan mit der sogenannten SWOT-Analyse. Diese Analyse ist auch für schon bestehende Unternehmen eine hilfreiche Methode um mögliche Chancen und Risiken im Geschäftsmodell zu erkennen. Da der Markt sich laufend im Wandel befindet, sollte man die SWOT-Analyse regelmäßig durchführen. Wie aber führt man eine solche Analyse durch?

Eine Eingangsmöglichkeit, die SWOT-Analyse anzugehen ist, die Stärken und Schwächen des Unternehmens festzuhalten. Ein paar Beispiele für Faktoren, die ausschlaggebend für die Zukunft deines Unternehmens sein könnten sind:

  • Management Team
  • Management Erfahrung
  • Mitarbeiter Erfahrung
  • Schlüsselrollenbesetzung
  • Qualität
  • Service
  • Finanzierungsangebote
  • Image, Design, Standort
  • Logistik
  • Finanzen
  • Zugang zu Kapital, Verschuldung, …

Schritt zwei der SWOT-Analyse ist herauszufinden, wie es um die Faktoren Trends, Chancen und Risiken steht. Im Punkt Trends sollten wirtschaftlicher Wandel und verändertes Konsumverhalten berücksichtigt werden. Im Punkt Markt geht es um spezifische Faktoren, die für deinen Markt relevant sind.

In Schritt drei geht es um die Konkurrenz: wie ist das Verhalten anderer Unternehmen, die in der gleichen Nische aktiv sind wie du.

Bei Schritt vier geht es darum, die Maßnahmen zu definieren. Die wichtigsten 3-4 Chancen und Risiken werden dokumentiert, um sie in Zukunft zu verwirklichen beziehungsweise zu unterbinden.

Mehr Informationen zur SWOT-Analyse findest du hier.

Tipp:

Chancen und Risiken sind marktbezogene Faktoren. Diese können durch dich als Gründer nur schwer bis gar nicht beeinflusst werden, da sie unabhängig vom Unternehmen, vom Markt aus resultieren. Das können zum Beispiel gesetzliche Veränderungen sein, die Chancen oder Risiken darstellen. Diese gilt es früh zu erkennen und zu nutzen oder zu umgehen oder zu lösen.

Stärken und Schwächen sind unternehmens- oder produktintern. Diese kannst du beeinflussen, ändern oder verbessern. Am besten ganz nach dem Motto: „Stärken stärken – Schwächen schwächen.“

Auch hier gilt. Sei ehrlich mit möglichen Schwächen oder Risiken. Nur weil du sie ignorierst, werden sie nicht verschwinden oder weniger. Eine gezielte Auseinandersetzung mit Problemen und deren Lösung ist im Endeffekt das, was erfolgreiche Gründer ausmacht. Die stellen sich Risiken und Problemen, lösen diese und nutzen dann die Stärken und Chancen gänzlich aus.

Im Endeffekt ganz schön viel, was du beachten musst. Aber umso genauer du es machst, umso besser ist dein Businessplan und umso genauer kannst du abschätzen, wo die Reise hingeht und was für dein Geschäftsmodell am meisten Sinn macht. Zu Allen einzelnen Punkten kommen noch detaillierte Artikel, die dir die einzelnen Punkte nochmal genauer erklären und gezielte Fragen beantworten.