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Geschäftsidee finden – mit dem Value Proposition Canvas zum Erfolg

Geschäftsidee finden – Jede Gründung beginnt mit einer guten Geschäftsidee und diese Geschäftsidee muss man finden, dabei kann es sich um ein neues Produkt oder eine innovative Dienstleistung handeln. Aber wie entwickelst du eine gute Idee? Gibt es Methoden oder Konzepte die dir dabei helfen können? Und wie kannst du prüfen, ob deine Geschäftsidee wirtschaftliches Potenzial hat? Der folgende Artikel wird sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und dir zeigen, wie du die richtige Idee für dein Start-up findest.

Geschäftsidee finden – Mind-Map

Die Mind-Map ist eine Methode, bei der du deine Gedanken ordnen und komplexe Inhalte übersichtlich strukturieren kannst. Du kannst die Mind-Map dazu nutzen deine Ideen, wie bei einem Brainstorming, aufzuschreiben und anschließend miteinander zu verknüpfen. Dies hilft dir dabei Zusammenhänge zu entdecken, Fakten zu gliedern und dir einen Überblick über das Thema bzw. deine Idee zu verschaffen und am Ende eine Geschäftsidee zu finden. Für eine bessere Visualisierung können die einzelnen Punkte durch Bilder, Symbole oder Farben ergänzt werden. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die kreativen Areale im Gehirn angeregt werden und somit die Ideen leichter fließen. In die Mitte der Mind-Map könnte beispielsweise deine Kernkompetenz aufgelistet werden, von der aus du deine Assoziationen auflistest. Du kannst die Mind-Map auf einem Papier anfertigen oder aber Tools und Programme auf dem Computer nutzen. Einige kostenlose Mind-Map-Programme sind Freemind, Freeplane oder ViewYourMind.

Geschäftsidee finden – Der Kunde im Mittelpunkt

Eine Idee bringt dir nichts, wenn das Produkt oder die Dienstleistung am Kunden vorbei geplant wurde, denn dann wird sie nicht genügend nachgefragt und scheitert. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Nutzer in das Zentrum der Entwicklung zu stellen und sich auf die Lösung bestehender Probleme zu konzentrieren. Neben Mind-Maps, gibt es Konzepte, die dir helfen können eine Geschäftsidee zu entwickeln und gleichzeitig zu überprüfen, ob deine Idee genügend wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Ein beliebtes Modell zur Entwicklung einer Geschäftsidee ist der Value Proposition Canvas, welcher dir im Folgenden Absatz vorgestellt wird.

Eines der beliebtesten Werkzeuge zur Ideenfindung ist der Value Proposition Canvas, dabei kannst du deine Idee anhand einer vorgegeben „Schablone“ entwickeln. Das Ziel ist, deine Kundengruppe und deren Probleme, Aufgaben sowie Bedürfnisse zu analysieren und daraus sinnvolle Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln.

 

Geschäftsidee finden – Kundenprofil

Value-Proposition-Canvas-1

Geschäftsidee finden – Value Proposition Canvas

Das Kundenprofil gilt als Ausgangspunkt, denn beim Value Proposition Canvas wird der Kunde in den Mittelpunkt der Ideenfindung gestellt.

 

1. „Kundenaufgaben“

Begonnen wird mit dem Segment der Kundenaufgaben. Dort es geht darum zu beschreiben, was der Kunde für Ergebnisse erzielen möchte und was er für Bedürfnisse hat.

  • Welche funktionalen Aufgaben oder Probleme möchte dein Kunde gelöst haben?
  • Welche sozialen Aufgaben oder Probleme möchte dein Kunde gelöst haben? (Nachhaltigkeit, Status, Trend, Macht)
  • Welche emotionalen Aufgaben oder Probleme möchte dein Kunde gelöst haben? (Wohlgefühl, Freiheit, Sicherheit, innere Ruhe)

 

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Funktionale Aufgabe: Informationen und Nachrichten teilen
  • Soziale Aufgabe: Kommunikationsbedürftigkeit, Selbstdarstellung
  • Emotionale Aufgabe: informiert sein, immer mit seinen Freunden verbunden sein

 

2. „Schmerz“

 

Im Segment „Schmerz“ sollen Probleme notiert werden, welche dem Kunden bei der Erledigung seiner Aufgaben begegnen. Diese „Schmerzen“ können negative Emotionen, hohe Kosten, Herausforderungen, Risiken oder sonstige Probleme darstellen.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Kosten für Tageszeitung zu hoch
  • Klassische Nachrichtendienste sind zu langsam
  • Nachrichten/ Informationen können schnell und einfach ausgetauscht werden

 

3. „Nutzen“

Im Segment „Nutzen“ sollen die Ergebnisse, Vorteile und Gewinne, die sich für den Kunden aus deinem Produkt oder deiner Dienstleistung ergeben, aufgelistet werden. An dieser Stelle soll auf die Kundenerwartungen im Zusammenhang mit den Kundenaufgaben eingegangen werden. Fragen, die du dir dabei stellen kannst sind: Wo möchte sich der Kunde Zeit, Geld oder Arbeit ersparen? Was kann zur Lösung eines Problems beitragen? Welche Bedürfnisse möchte dein Kunde befriedigt haben?

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Kompakte und übersichtliche Darstellung von allen wichtigen Meldungen
  • Meldungen und Nachrichten können schnell geteilt und verschickt werden
  • Inhalte können mit Freunden aus der ganzen Welt geteilt werden
  • Keine bis sehr geringe Kommunikationskosten

Die „Nutzen“ und „Schmerzen“ können bzw. sollten zur besseren Übersicht hierarchisiert werden.

 

4. „Produkte & Dienstleistungen“

Im vierten Schritt sollen neben dem erarbeiteten Kundenprofil nun die Produkte oder Dienstleistungen gegenübergestellt werden, mit denen du dein Werteversprechen erfüllen möchtest.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Facebook-Website
  • Facebook-App

Dabei solltest du dich fragen: Welche Produkte oder Dienstleistungen helfen meinem Kunden seine Probleme zu lösen, seine Aufgaben zu erledigen oder seine Bedürfnisse zu befriedigen? Für ein Produkt oder eine Dienstleistung allein ist es schwierig einen Kundenwert zu produzieren, erst die Beziehung zum zuvor definierten Kundensegment mit seinen Jobs, „Nutzen“ und „Schmerzen“ schafft einen Wert für den Kunden. Auch in diesem Feld solltest du eine Rangfolge bilden, je nach Bedeutung für den Kunden.

 

5. „Schmerzlöser“

In diesem fünften Abschnitt sollst du dich fragen, was genau an deinem Produkt oder an deiner Dienstleistung dem Kunden hilft seine Probleme zu lösen? Wie können die Probleme deines Kunden gelöst oder reduziert werden? Und wie und womit liefere ich bessere Lösungen als bereits etablierte Anbieter?

Um Lösungen für Kundenprobleme zu erarbeiten, muss sich überwiegend auf das Feld „Schmerz“ bezogen werden. Hierbei spielt auch die Priorisierung eine übergeordnete Rolle spielt, denn ein Produkt oder eine Dienstleistung kann niemals alle Kundenprobleme lösen. Daher solltest du dich zunächst einmal auf die relevantesten Probleme deiner Zielgruppe fokussieren.

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Kunde möchte nicht viel Zeit aufwenden, um sich Informationen zu beschaffen oder zu kommunizieren
  • Kunde möchte keinen großen finanziellen Aufwand betreiben, um sich Informationen zu beschaffen oder zu kommunizieren

6. „Gewinnerzeuger“

In dieser Kategorie beschreibst du, auf welche Art und Weise du dem Kunden von Nutzen bist. Hierbei solltest du die konkreten Merkmale herausstellen, welche den Nutzer zu seinem Ziel bringt. Um einen Mehrwert bei deinem Kunden zu erzeugen, solltest du deine Lösungsansätze detaillierter beschreiben, dabei kann auch eine Hierarchisierung vorgenommen werden. Diese Priorisierung kann bei Leistungen beginnen, die der Kunde erwartet, bis hin zu Leistungen, die er sich wünscht oder den Kunden überraschen würden. An dieser Stelle solltest du dich auf die zuvor aufgestellten (funktionalen, sozialen, emotionalen) Nutzen des Kundenprofils beziehen.

 

Am Beispiel von Facebook (Kundensegment User):

  • Meldungen in Echtzeit bekommen
  • Einfacher und günstiger Austausch von Nachrichten und Meldungen

 

Nun ist dein Value Proposition Canvas fertig!

Ein weiteres Werkzeug zur Ideenfindung wäre das Human Centered Design, welches ähnlich wie der Value Proposition Canvas arbeitet. Zur Übersicht werden dir die Vorteile für beide Konzepte im nächsten Abschnitt übersichtlich aufgelistet.

 

Geschäftsidee finden – Konzepte – Vorteile:

  • Deine Idee (Produkt oder Dienstleistung) kann entsprechend der Zielgruppe gestaltet werden.
  • Du hast die Möglichkeit dein Werteversprechen besser zu formulieren und zu kommunizieren.
  • Die Vorlage kann dir später helfen, weitere neue Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Die Kundenakzeptanz kann so früh wie möglich sichergestellt werden.
  • Deine Idee ist an den Kunden angepasst, dadurch erlebt der Kunde ein positives Erlebnis, wodurch wiederum Kundenbindung entstehen kann.

 

Nachdem du eine Idee entwickelt hast, geht es darum diese umzusetzen. Die Existenzgründung muss gut geplant sein, dabei hilft dir ein Businessplan.

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Britta Schwab
Britta Schwab

Gründerin & Marketingrockstar

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