Startup Gründen
Change-Management als Teil der Unternehmensstrategie
Was ist Change-Management?
Der deutsche Begriff für den Modebegriff Change-Management ist Veränderungsmanagement. Durch die Benennung wird auch schon grob angerissen, worum es im Change-Management geht.
Es umfasst eine tiefgreifende Veränderung bestehender Strukturen, Verhaltensweisen und Prozesse. Hierbei beinhaltet Change-Management alle notwendigen Projekte, Aktivitäten, Maßnahmen und Aufgaben, um diese Veränderungen umzusetzen.
Als Resultat ergeben sich häufig neue Strategien, generelle Erneuerungen in der Technik und in der Organisation, Verbesserungen in Prozessen oder Abläufen oder eine positive Beeinflussung der Mitarbeiter und dessen Verhalten im Unternehmen.
Es gibt verschiedene Modelle des Change-Management. Dabei ist es aber praktisch gesehen gar nicht so einfach, das Veränderungsmanagement richtig einzusetzen. Wenn Rahmenbedingungen oder bestimmte Regeln nicht eingehalten werden, scheitern Führungskräfte und Mitarbeiter rasch. Was häufig bleibt ist eine gereizte Stimmung und Verzweiflung.
Wie du das verhindern kannst, Change-Management richtig anwendest und was es sonst zu diesem Thema noch interessantes zu erfahren gibt, erfährst du in unserem Artikel.
Wann und wie kommt Chance-Management zum Einsatz?
Change-Management findet vor allem in Krisenzeiten Anwendung. Dort ist eine Veränderung der Strukturen etc. oft der einzige Weg, um aus der Krise zu entkommen oder sie rechtzeitig abzuwenden.Veränderungen sind also meistens nach strategischen Wendepunkten einzuleiten. Diese sind notwendig, wenn zum Beispiel die Kundenzufriedenheit aufgebessert werden muss, die finanzielle Lage kritisch wird, bzw. Geld eingespart werden muss oder ein weiteres Unternehmen gekauft wird.
Um diese oder ähnliche Probleme zu lösen, wird die Unternehmensstrategie neu ausgerichtet, wobei Veränderungen notwendig sind. Chance-Management ist also Teil der Unternehmensstrategie und hat zur Folge, dass sich das gesamte Unternehmen grundlegend in Sachen Verhalten, Werten, Aufgabensetzung, Unternehmenskultur, Regeln, Gehalt und Technik umstrukturieren muss. Eine so tiefgründige Anpassung bestehender Strukturen ist keineswegs einfach und kann leider oft scheitern.
Notwendige Veränderungen im Unternehmen mit Change-Management einleiten
Wichtig ist, wie so oft, dass man die Veränderungen frühzeitig einleitet und nicht bestehende Anzeichen ignoriert, die einen schon längst auf eine nahende Krise aufmerksam gemacht haben.
Generell gehört der Wandel zu einem zentralen Merkmal, wenn es darum geht ein Unternehmen zu führen.
Allerdings können ständige Veränderungen auch dazu führen, dass Mitarbeiter große Schwierigkeiten haben, sich einzufinden und die Orientierung zu behalten. Wenn Veränderungen zu spät eingeleitet werden, wird die Umstrukturierung oft zu einer hektischen Angelegenheit und erweist sich als sehr schwer. Ein gut organisierter Wandel ist eine Herausforderung.
Jeder Wandel und jegliche Veränderungen der Unternehmensstruktur bringen gewisse Risiken mit sich. Schließlich ist nie vollkommen abzusehen, wie Mitarbeiter darauf reagieren und inwieweit die Veränderungen erfolgreich umgesetzt werden können…
Um diese Risiken möglichst zu vermeiden, wendet man bei notwendigen Veränderungen das Veränderungsmanagement an. So kann man sichergehen, dass sich ausreichend auf Veränderungen vorbereitet wird und diese deutlich und übersichtlich eingeleitet werden.
Worauf muss man im Change-Management achten?
Wie oben schon erwähnt, ist es im „Ernstfall“ wichtig auf eine gute Vorbereitung zurückgreifen zu können. In Unternehmen sind oftmals auch kleine Veränderungen notwendig, die nicht gleich komplette Umstrukturierungen beinhalten. Diese sind die perfekte Möglichkeit, um Mitarbeiter auf extremere Wandel vorzubereiten. Das kann schon das Einbringen neuer Ideen von einem einzelnen Mitarbeiter sein… Das ganze Team ist dabei gefragt, auf Vorschläge einzugehen und diese umzusetzen.
Wenn die Mitarbeiter auf kleine Veränderungen gut reagieren und keine Schwierigkeiten haben sich anzupassen, ist eine gute Basis für größere Veränderungen geschaffen. Außerdem ist es sehr wichtig, dass man Veränderungen nur einleitet, wenn sie wirklich nötig sind. Das bedeutet genau Abzuwägen, inwiefern du etwas ändern musst und ob eine Änderung bestehender Strukturen überhaupt zielführend wäre.
Oftmals werden diesbezüglich voreilige Schlüsse gezogen, zu hektisch umstrukturiert oder gar völlig unnötige Veränderungen vorgenommen. Leider sind das oft die Folgen von Beratungen, die profitorientiert handeln und Lösungen für aller Art Probleme anbieten. Management-Konzepte gibt es außerdem im Überfluss. Schwer dabei zu entscheiden, welches das Richtige für einen darstellt, bzw. ob überhaupt eine der Methoden die gewünschte Lösung bietet.
Auf der anderen Seite ergeben manche Management-Methoden aber super gute Möglichkeiten, um frischen Wind in dein Unternehmen zu bekommen. Wichtig ist, wie gesagt, dass du ein Verständnis dafür entwickelst, wann ein Management-Konzept für dich passend ist und wann nicht.
Risiken und Schwierigkeiten beim Change-Management
Wir kennen es alle – Veränderungen sind meistens im ersten Moment grundsätzlich ein bisschen mit Unsicherheit verbunden. Man ist aufgeregt, nervös und manchmal auch ängstlich, wenn man daran denkt, dass Bestehendes auf einmal anders sein soll. Genauso verhält es sich bei größeren Veränderungen in Unternehmen. Was sich zunächst vielleicht nicht so schlimm anhört, kann in Unternehmen zu großen Widerständen auf Seiten der Mitarbeiter führen. Diese können dann darauf beharren alles so zu lassen, wie es ist, weil es natürlich bequemer ist. Sich da durchzusetzen ist oftmals nicht unbedingt einfach.
Bei den Mitarbeitern bricht eine gewisse Unsicherheit aus, diese führt teilweise zu unüberlegtem Handeln und unangebrachten Verhalten. Dementsprechend ist es schwierig als Führungskraft und im Managementbereich Veränderungen anzuordnen und einfach umzusetzen.
Notwendige Veränderungen im Unternehmen mit Change-Management einleiten
Wichtig ist, wie so oft, dass man die Veränderungen frühzeitig einleitet und nicht bestehende Anzeichen ignoriert, die einen schon längst auf eine nahende Krise aufmerksam gemacht haben. Dinge passieren, auch wenn man nicht hinschauen möchte. Generell gehört der Wandel zu einem zentralen Merkmal, wenn es darum geht ein Unternehmen zu führen.
Allerdings können ständige Veränderungen auch dazu führen, dass Mitarbeiter große Schwierigkeiten haben, sich einzufinden und die Orientierung zu behalten. Wer kennt das nicht? Wenn immer alles gleich abläuft, hat man irgendwann den Bogen raus… schon kleine Veränderungen können da was anrichten und man verliert auf einmal den Faden… Plötzlich ist das und das anders und deine Mitarbeiter sind überfordert.
Wenn Veränderungen zu spät eingeleitet werden, wird die Umstrukturierung oft zu einer hektischen Angelegenheit und erweist sich als sehr schwer. Ein gut organisierter Wandel ist eine Herausforderung. Aber nur weil etwas eine Herausforderung ist, heißt es ja nicht, dass du das nicht trotzdem souverän meisterst!
Jeder Wandel und jegliche Veränderungen der Unternehmensstruktur bringen gewisse Risiken mit sich. Schließlich ist nie vollkommen abzusehen, wie Mitarbeiter darauf reagieren und inwieweit die Veränderungen erfolgreich umgesetzt werden können… Mach dich deswegen aber nicht verrückt!
Um diese Risiken möglichst zu vermeiden, wendet man bei notwendigen Veränderungen das Veränderungsmanagement an. So kann man sichergehen, dass sich ausreichend auf Veränderungen vorbereitet wird und diese deutlich und übersichtlich eingeleitet werden. So breitet sich weder Hektik aus, noch besteht die Gefahr, dass alles im riesengroßen Chaos endet.
Worauf muss man im Change-Management achten?
Klingt ja eigentlich alles ganz einfach, wenn man es so hört. Das ist es an sich auch, aber eben nur, wenn man von Anfang an weiß worauf man achten muss… Das ist ja eigentlich immer so… also stellt sich die Frage: Worauf musst du jetzt konkret beim Change-Management achten? Wie oben bereits erwähnt, ist es im „Ernstfall“ wichtig auf eine gute Vorbereitung zurückgreifen zu können.
Dass deine Strategie also das Fundament bildet und deshalb gut sein muss, weißt du ja jetzt schonmal. Gilt es also noch deine Mitarbeiter ein bisschen auf ihre „Veränderungs-Kompetenz“ zu testen und sie ein wenig zurecht zu biegen. Wie gesagt, du kannst es nie vollständig absehen, was im Ernstfall mit deinen Mitarbeitern passiert… Aber wir können ja versuchen es wenigstens so gut es geht herausbekommen und sie ein bisschen vorzubereiten, oder?
Aber wie? Na, da machen wir uns jetzt den ganz normalen Unternehmensalltag zugute.
Step-by-step
In Unternehmen sind oftmals auch kleine Veränderungen notwendig, die nicht gleich komplette Umstrukturierungen beinhalten. Diese sind die perfekte Möglichkeit, um Mitarbeiter auf extremere Wandel vorzubereiten. Das kann schon das Einbringen neuer Ideen von einem einzelnen Mitarbeiter sein… Das ganze Team ist dabei gefragt, auf Vorschläge einzugehen, sie zu optimieren und umzusetzen.
Bei den Mitarbeitern anfangen
Wenn die Mitarbeiter auf kleine Veränderungen gut reagieren und keine Schwierigkeiten haben sich anzupassen, ist eine gute Basis für größere Veränderungen geschaffen. Außerdem ist es, wie schon erwähnt, gut, wenn deine Mitarbeiter mit Herz und Verstand hinter deiner Strategie stehen und genau wissen, worum es geht. Gut formulierte Zielsetzung, die man auch erreichen kann, sind das Zauberwort für eine unverwechselbare und erfolgsbringende Motivation!
Auch wenn es darum geht, gewisse Unbequemlichkeiten hinzunehmen, die Veränderungen nun mal mit sich bringen. Außerdem ist es sehr viel wert, wenn sich das ganze Team gemeinsam an etwas orientieren kann. So fallen auch die detailreichen Veränderungsprozesse einfacher und bringen das Team nicht zu sehr ins Ungleichgewicht.
Veränderungen hinterfragen
Außerdem ist es sehr wichtig, dass man Veränderungen nur einleitet, wenn sie wirklich nötig sind. Das bedeutet genau Abzuwägen, inwiefern du etwas ändern musst und ob eine Änderung bestehender Strukturen überhaupt zielführend wäre.
Veränderungen, die bereits durchgeführt wurden und dennoch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt haben, können in ihrer Häufe zu grausamen Motivationskillern mutieren! Oftmals werden diesbezüglich voreilige Schlüsse gezogen, zu hektisch umstrukturiert oder gar völlig unnötige Veränderungen vorgenommen. Orientierung? Fehlanzeige. Leider sind das oft die Folgen von Beratungen, die profitorientiert handeln und Lösungen für sämtliche, verschiedene Probleme anbieten.
Probleme, die genau genommen nicht existieren und dann zu realen Problemen heranwachsen, für die es dann wieder einer ganzen Menge „guter“ Beratung bedarf. Na super. Klingt nicht unbedingt nach Spaß, oder siehst du das anders? Deine Mitarbeiter ganz sicher nicht!
Vorsicht bei zu häufigen Veränderungen – ansonsten ist Fluktuation vorprogrammiert
Werden die Unbequemlichkeiten nämlich aufgrund von ständiger Veränderung zu groß, ist es natürlich naheliegend, dass es deinen Mitarbeitern doch irgendwann zu doof wird. Schließlich verlierst du nach der 100sten Veränderung auch so langsam deine Glaubwürdigkeit… und deine Mitarbeiter ihre Motivation. Wichtig ist also, dass deine Mitarbeiter wissen, wofür die Veränderungen sind und auch, dass sie früher oder später zu einem erreichten Ziel führen.
Außerdem musst du immer darauf achten, dass du Veränderungen im richtigen Tempo durchführst. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden schlagartig gewisse Dinge zu verändern. Allerdings sollte dies nicht unnötig geschehen. Meistens geschehen Änderungen nämlich nach und nach – in einem guten Tempo, bei dem auch jeder Mitarbeiter mitkommt. Ist eine schnelle, hektische Veränderung also nicht absolut notwendig, solltest du diese möglichst vermeiden. Was und wie schnell du Veränderungen durchführst, sollte also zusätzlich zur grundsätzlichen Entscheidung, ebenfalls genau durchdacht sein.
Extreme sind schlecht – ein gutes Mittelmaß finden
Es gibt aber auch die andere Seite der Medaille. Dann werden nicht zu viele Veränderungen vorgenommen, sondern gar keine. Das geht dann meistens von den Führungskräften aus und ist mindestens genauso schlecht, wie wenn die Mitarbeiter rebellieren. Wie oben gesagt: Dinge passieren, auch wenn man so tut, als würde man sie nicht sehen. Mach die Augen auf! Es läuft nicht so gut?
Ignorier es nicht, sondern setzt dich damit auseinander. Fehler sind menschlich und wenn du sie früh genug erkennst, können sie in den allermeisten Fällen wieder gut gemacht werden. Außerdem solltest du lernen Entscheidungen zu treffen. Ja manchmal kann das unangenehm sein… aber sie sind nun mal notwendig. Warte nicht darauf, bis alles anfängt zu bröckeln, hör auf Krisensignale… Reparier jedes noch so kleine Löchlein so schnell wie möglich.
Viele kleine Löcher führen auch irgendwann zur Instabilität und können dann meistens nicht mehr rechtzeitig ausgebessert werden. Dein Handlungsspielraum ist eingeschränkt und für ein anständiges Chance-Management fehlt dann die Zeit. Management-Konzepte gibt es darüberhinaus im Überfluss. Schwer dabei zu entscheiden, welches das Richtige für einen darstellt, bzw. ob überhaupt eine der Methoden die gewünschte Lösung bietet.
Veränderungen bringen frischen Wind
Auf der anderen Seite ergeben manche Management-Methoden aber super gute Möglichkeiten, um frischen Wind in dein Unternehmen zu bekommen. Ausschlaggebend für die richtige Entscheidung ist, wie gesagt, dass du ein Verständnis dafür entwickelst, wann ein Management-Konzept für dich passend ist und wann nicht.
Auch hier ist es wieder von Vorteil, wenn deine Mitarbeiter dies auch nachvollziehen können. Man arbeitet immer besser, wenn man weiß, dass es auch nützlich ist. Mach also keine Alleingänge, sondern beziehe dein Team immer ausreichend mit in deine Entscheidungen und Vorhaben ein. Lass sie Erfolge erfahren und feiere diese mit ihnen. Setz viele kleine Ziele, die am Ende zum großen Erfolg führen und dich und dein Team das Change-Management-Projekt erfolgreich abschließen lassen.
Zusammenfassende Checkliste: So gelingt dir Change-Management
- Ich habe meine Mitarbeiter früh genug informiert
- Meine Mitarbeiter wissen worum es geht und können das nachvollziehen und sind sich der Notwendigkeit bewusst
- Ich bin selber motiviert und bin ein gutes Vorbild für die Veränderungsbereitschaft im Unternehmen
- Erfolge werden von dir und deinem Team gesehen und wertgeschätzt
- Ich beziehe meine Mitarbeiter mit ein und achte auf jeden Einzelnen
- Ich behandele ggf. die Benachteiligten von Veränderungen fair und qualifiziere sie ggf. für neue Aufgaben
- Dein Change-Management-Projekt wird (erfolgreich) beendet
Wenn du dir selbst nicht ganz sicher bist, ob und welche Methode notwendig und richtig ist, ist es immer ratsam sich einer professionellen Beratung zu unterziehen. Aber eben einer, der du auch guten Gewissens vertrauen kannst. Lege also auf die Auswahl deines Beraters ebenso viel wert, wie auf die Ausformulierung deiner Unternehmensstrategie. Passt dein Change-Management zu deiner bestehenden Unternehmenskultur und alles ist nachvollziehbar und zielbringend, hast du dein Team in der Regel auf deiner Seite.
Eine gute Planung, Unterstützung und Motivation ist dir also sicher - Dann kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen!
Geschäftsidee testen – 5 einfachen Methoden, um das Potenzial zu prüfen
In diesem Artikel geht es darum, wie du deine Geschäftsidee bestmöglich durchleuchten kannst, bevor du sie in einen Businessplan verwandelst. Ich stelle dir ein paar Methoden vor, die dir helfen werden, deine Idee auf Potentiale zu überprüfen.
Wie ich immer wieder gerne anpreise: Eine gute Vorbereitung erspart sehr oft, dass man am Ende scheitert und dementsprechend enttäuscht wird. Es ist ja bekanntlich so: Hochmut kommt vor dem Fall. Und fallen wollen wir ja schon mal nicht.
Natürlich findest du als selbstbewusster Mensch, dass deine Idee der Wahnsinn ist. Und das solltest du definitiv auch! Leidenschaft ist das A und O. Problematisch wird es nur, wenn dich deine Idee derart begeistert und du gekonnt ignorierst, welche Risiken auf dich warten. Oder du willst nicht wahrhaben, an welchen Stelle dein Plan noch instabil ist oder in Zukunft sein könnte. Es kommt dazu, dass du die Hürden auf dem Weg nach oben nicht kommen siehst und zack, ist der Traum leider schnell ausgeträumt.
Aber wie gesagt, das wollen wir ja nicht. Dafür bist du hier auf unserer Seite und liest diesen Artikel.
Done is better than perfect
Ganz zuallererst: Perfekt gibt es nicht! Auch deine Geschäftsidee kann nicht perfekt sein. Solange es funktioniert, muss deine Umsetzung nicht perfekt sein! Überzeuge die Menschen davon, dass das, was du da anbietest großartig ist. Großartig geht auch ohne Perfektion!
Du musst immer im Auge behalten, dass deine Geschäftsidee nicht nur dich, sondern die Märkte und Verbraucher begeistern muss. Das bedeutet, dass du in der Entwicklung von vorne herein viele Aspekte beachten musst. Auch wenn man oft hört, wie unerwartet und schnell manche Gründer angeblich auf ihre Geschäftsidee gekommen sind… die Realität ist in den meisten Fällen leider anders. Ein stabiles und überragendes Konzept auf die Beine zu stellen ist mit harter Arbeit, viel Durchhaltevermögen und sehr guter Reflektion verbunden.
Um die Bereitschaft zu entwickeln, sich für diese Geschäftsidee sprichwörtlich den Hintern aufzureißen, muss diese Idee vor allem eben dein Herz höher schlagen lassen. Es ist also ratsam, dass du dir zuerst überlegst, in welchem Geschäftsbereich du mit Leidenschaft und Spaß selbst harte Arbeit erledigen möchtest. Danach musst du überprüfen, ob das Ganze auch lohnen wird. Schließlich deprimiert nichts mehr, als wenn man feststellen muss, dass man sich den Hintern umsonst aufgerissen hat.
Wie du dir wahrscheinlich vorstellen kannst, ist deine Geschäftsidee essenziell für deinen späteren Erfolg. Du solltest also keine Scheu davor haben, richtig viel Zeit zu investieren, um dein Geschäftskonzept zu entwickeln. Glaub mir: Es ist notwendig und du wirst es nicht bereuen!
Darüber solltest Du nachdenken
Sei dir im Klaren darüber, ob...
- Produkteignung besteht
- Aufwand – Materialbeschaffung etc. tragbar und machbar ist
- Ressourcen, wie Kapital und Mitarbeiter ausreichend vorhanden sind
- Ausgaben einkalkuliert und Einnahmen geschätzt sind?
- Zielgruppe bestimmt ist
- Kundenbeziehung sich gut aufbauen lassen
- bzgl. Marketing und Vertrieb genügend Ideen vorhanden sind
- ein Partner und Kooperationen notwendig sind?
Geschäftsidee testen mit Marktforschung
Na klar, es wäre das Einfachste eine Marktforschung durchzuführen. Es wird überprüft, inwieweit die einzelnen Zielgruppen auf deine Geschäftsidee reagieren würden. Du erhältst also eine ziemlich genaue Tendenz welche geschäftlichen Ergebnisse auf dich warten, wenn dein Konzept umgesetzt wird. Praktisch! Und teuer… In den meisten Fällen zu teuer für einen frisch gebackenen Gründer wie dich.
Allerdings gibt es inzwischen web-basierte Untersuchungen, die ein ganzes Stück günstiger sind. Auch diese beschaffen dir einen guten Eindruck über das Potential deiner Geschäftsidee.
Do it yourself-Test
Noch besser ist es allerdings, wenn man vorerst selbst einige „Tests“ durchführt. Die sind nämlich kostenlos und bieten eine gute Möglichkeit gleich zu Beginn die beste Version seiner Geschäftsidee ins Rennen zu schicken.
Sei kritisch mit dir selbst
Also ich bin ja im oberen Text davon ausgegangen, dass dich deine Idee begeistert. Tut sie das wirklich? Sei ehrlich zu dir. Wir sprechen hier nicht von: „Och joa, die ist schon ganz gut.“ Es muss quasi kribbeln und dich selbst vollkommen aus den Socken hauen. Schließlich muss diese Begeisterung stark genug sein, um verschiedene Hürden zu nehmen. Dazu gehören unter anderem Probleme und Schwierigkeiten bei der Umsetzung deiner Idee.
Außerdem musst du dir, wie schon erwähnt, bewusst sein, wie viel Zeit du investieren musst. Und vor allem auch wie lange. Schließlich bringt es dir nichts, wenn dein Geschäft ein Jahr lang besteht und du danach unglücklich bist und das Ganze hinwerfen willst. Oder dich quälen musst... Überprüfe für dich selber, ob du mit dieser Geschäftsidee dein Leben in die Richtung lenkst, die du dir wünscht.
Sei in diesem Fall ruhig mal ein Pessimist. Frag dich, was schlimmstenfalls passieren kann… wo können die größten Probleme auftauchen, was wird dich erwarten? Bist du dennoch guter Dinge oder merkst du schon wie zweifelst? Falls sich zu viele negative Gedanken breitmachen, ist die Geschäftsidee vielleicht nicht die Richtige.
Step-by-step
Des Weiteren ist es sinnvoll seine Geschäftsidee aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Nimm dir Zeit und versuch ein ruhiges Umfeld zu schaffen, in welchem du dich konzentrieren kannst. Versuch deine Geschäftsidee Stück für Stück durchzugehen und deine Gedanken aufzuschreiben. Versuch beide Seiten zu sehen und zu reflektieren. Wo siehst du große Chancen, wo große Herausforderungen? Was macht dir Angst, wo siehst du Nachteile?
Betrachte Deine Idee als "Außenstehender"
Was würdest du zu deiner Idee sagen, wenn sie nicht von dir käme?
Es ist nicht leicht seine Euphorie zu unterdrücken, wenn sie echt ist. Aber es ist sehr wichtig, dass du die Fähigkeit besitzt reflektierend und kritisch dir selbst gegenüber zu sein.
Es geht hierbei auch nicht darum, deine Idee in Grund und Boden zu treten. Im Gegenteil. Durch eine gelungene Reflektion der positiven, sowie negativen Seiten, gelingt es dir auf Anhieb Schwächen deines Konzeptes festzustellen. Je schneller dir das gelingt, desto länger und besser kannst du an deiner Ausarbeitung arbeiten.
Hör auf Dein Bauchgefühl
Es ist wichtig, dass du auf dein Bauchgefühl hörst. Bereitet dir irgendwas besonders Bauchschmerzen? Überlege dir genau, wieso dein Zweifel so groß ist. Könnte es ein berechtigter Einwand sein? Bestenfalls wirst du schnell auf Nachteile aufmerksam, die du im Vorfeld abwenden kannst, bevor sie in irgendeiner Art und Weise Schaden anrichten.
- Überprüfe, ob du für deine Idee genügend weiterführende Ideen hast. Sind ein paar Ideen in deinem Kopf, die man so direkt umsetzen könnte?
- Hat deine Geschäftsidee eine rosige Zukunft? Meinst du, dass es dir gelingt einen guten Kundenstamm an dich und dein Geschäft zu binden? Wird deine Geschäftsidee gebraucht?
- Hat deine Geschäftsidee Marktpotential? Wird sie dir finanziell mindestens das einbringen, was du zum Leben benötigst?…
Du brauchst eine Person, die perfekt in deine Zielgruppe passt. Eine Person für die du deine Geschäftsidee quasi ganz genau entwickelt hast. Dieser Person stellst du deine Geschäftsidee vor. Fass dich kurz und sei deutlich und genau.
Ehrlichkeit währt am längsten
Für dich gilt vor allem deine Person genau im Auge zu haben. Wie reagiert sie? Hat sie Fragen? Zweifel? Anregungen? Einwände? Sind gewisse Dinge trotz deiner genauen Erklärung unklar?
In diesem Fall ist es ratsam eine Person zu wählen, von der du weißt, dass sie dir gegenüber ehrlich und kritisch ist.
Es nützt nicht viel, wenn du deinen besten Freund oder deine beste Freundin befragst, wenn diese deine Idee schon genial finden, nur weil sie von dir kommt. Du brauchst jemanden, der zu der Zielgruppe passt und keine Scheu vor ehrlichen Worten hat, auch wenn diese nicht nur positiv sind. Hast du damit Erfolg, dann wird dir durch diese Methode eine wertvolle Bewertung deiner Geschäftsidee nahegebracht
Geschäftsidee zusammen mit deinen "perfekten Kunden" entwickeln
In dieser Methode solltest du dich mit einer Gruppe von fünf bis acht Leuten zusammensetzen. Und vorher solltest du die anderen beiden Schritte absolviert haben. Wie du dieses Treffen arrangierst, ist egal. Wichtig ist nur, dass die beteiligten Personen genug Zeit haben.
Du musst gut vorbereitet sein. Zum einen bedeutet das, dass du deine Geschäftsidee präsentieren kannst, kurz und prägnant. Zum anderen spielt es auch eine wichtige Rolle, dass nicht irgendwelche Personen mit dir am Tisch sitzen.
Wie sollte die Gruppenkonstellation aussehen?
Du musst deine Gruppe durchdacht zusammenstellen. Verschiedene Vertreter für deine verschiedenen Zielgruppen. Schau, dass Jung und Alt vertreten sind, Mann und Frau. Auch verschiedener Bildungsgrad und unterschiedliche Einkommensklasse spielen eine Rolle, wenn du eine geeignete Diskussionsrunde schaffen willst. Die Mischung macht‘s! So holst du dir realistische Eindrücke ein. Schließlich wird deine Geschäftsidee am Markt auch von vielen unterschiedlichen Menschen beäugt.
Du gehst folgendermaßen vor:
- Zuerst stellst du deine Idee vor – Biete deiner Gruppe die Möglichkeit direkte Fragen zu stellen. So werden Unklarheiten aus dem Weg geräumt und du merkst zusätzlich, wo du deine Präsentation noch deutlicher gestalten kannst.
- Dann ist es für dich an der Zeit zuzuhören. Meistens entsteht eine Diskussion über deine Geschäftsidee. Falls nicht, leitest du sie an, indem du darum bittest, dass jeder seinen Eindruck nacheinander mitteilt. Dieses Vorgehen ist eine großartige Möglichkeit deine Geschäftsidee noch besser einschätzen zu können. Du musst nur aufmerksam sein und vor allem Verbesserungsvorschläge und Kritik annehmen.
- Versuch die Diskussion einfach laufen zu lassen und nur im Notfall dazwischen zu sprechen. Hör genau zu, mach dir Notizen oder finde eine Möglichkeit, um dir das Gespräch später nochmal in Ruhe anzuhören. Es wird dir helfen.
- Setz dich vor deinen Computer und los geht es! Also na gut, du brauchst schon einen Plan. Sonst wird das nichts und kostet unnötig Zeit… Überprüfe das Potential deiner Geschäftsidee im Internet! Mach dir hierzu Gedanken, welche Fragen auftauchen, wenn es darum geht das Potential deiner Idee zu testen. Wieder ist es wichtig, dass du dir Notizen machst und ggf. mit Lesezeichen arbeitest, damit du interessante Seiten später wiederfindest.
- Anschließend ist es wichtig, dass du dir genau überlegst, wonach du suchst und welche Fragen du dir zu beantworten hoffst.
Mögliche Fragen wären:
- Wie sieht es mit Konkurrenz aus? Welche Mitbewerber gibt es, wie gestalten diese ihr Marketing und ihr Angebot?
- Wie wurden ähnliche Geschäftsideen umgesetzt?
- Was wird im Zusammenhang zu ähnlichen Geschäftsideen angeboten?
- Welche Preiskategorien ergeben sich?
Außerdem ist interessant, inwieweit deine Idee einschlägt. Werden deine Produkte oder Leistungen nachgefragt?
Wie kann man das Kaufpotenzial testen?
Um das Kaufpotential deines Produktes zu testen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:
Frage ruhig im Internet
Besonders gut kannst du so etwas in Internetforen herausfinden. Der Austausch zwischen Personen deiner späteren Zielgruppe, kann dir sehr gute Informationen liefern. Aber wie oben erwähnt ist es besonders interessant zu wissen, wie die Konkurrenz das Ganze angeht. Mit welchen Markgrößen hast du es zu tun, wenn du deine Idee umsetzt? Analysiere, wie deine potentiellen Konkurrenten so weit gekommen sind.
Merk dir immer, dass du für eine erfolgreiche Analyse immer konkrete Fragestellungen benötigst. Und merk dir, dass Konkurrenten nicht unbedingt schlecht sind. Schließlich kannst du von ihnen lernen!
Am Ende geht es natürlich darum, aus all‘ diesen wertvollen Erkenntnissen und Gedanken einen Businessplan zu schreiben! In diesem wird dann alles nochmal ganz genau unter die Lupe genommen…
Warum du unbedingt einen Businessplan schreiben solltest und wie du das angehst, erkläre ich dir hier! Falls du in deiner Entwicklung schon einen Schritt weiter bist, kannst du verschiedene Möglichkeiten nutzen, um zu schauen, ob dein Produkt Bestand hat.
Erstelle eine Website
Du machst eine Website und stellst auf dieser dein Produkt vor. Es sollte auf deiner Website so aussehen, als wäre dein Produkt in der Entwicklung und die Veröffentlichung ist greifbar! Die Besucher deiner Seite werden neugierig und du bekommst Feedback. Freuen sich die potentiellen Kunden auf dein neues Produkt?
Um eine Website zu erstellen, kannst du zum Beispiel WordPress nutzen. Es ist ratsam hierbei ein wenig Geld in gute Themes zu investieren! Außerdem solltest du eine eigene Domain haben, damit keine Werbeanzeigen auf deiner Seite erscheinen. Das wirkt unseriös!
Jetzt gibt es folgende Möglichkeiten.
Du kannst schauen, ob Interesse für deine Idee besteht und bietest weitere Informationen an, die die Besucher an ihre E-Mail Adresse geschickt bekommen können. Ein weiterer Schritt wäre die Möglichkeit zu einer Vorbestellung. So könntest du schauen, wie viele potentielle Kunden tatsächlich an deinem Produkt interessiert sind und es für deinen angedachten Preis kaufen würden.
Gelingt es dir E-Mail Adressen zu sammeln, so kannst du später einen Newsletter verschicken. Weitere Beispiele wären:
Facebook nutzen!
Facebook für Unternehmen würde dir einen guten Eindruck darüber verschaffen, was deine Geschäftsidee auslöst. Falls du viele Leute für deine Fanpage begeistern kannst, zeigt das meistens, dass deine Idee sehr gut ist!
Erzähl eine Geschichte über deine Geschäftsidee und dich, lass es spannend werden. Du kannst dir eine Community aufbauen, die dich durchaus weit bringen kann! Facebook bietet dazu gute Möglichkeiten für Werbeanzeigen und Co.
Crowdfunding nutzen!
Crowdfundig könnte dir einen guten Eindruck darüber geben, inwieweit dein Produkt oder deine Idee Rückhalt findet. In erster Linie geht es hierbei zwar um die Finanzierung, aber es ist auch interessant festzustellen, wer sich für dein Produkt einsetzt. Wenn du all‘ diese Tests durchlaufen hast, dann hast du schon mal eine ganze Menge geschafft. Lass dich nur nicht entmutigen und glaub fest an deine Ziele! Aber denk auch immer daran, dass man auch scheitern darf… nur aufgeben nicht!
Wenn du deine Geschäftsidee ausreichend getestet hast und du dir absolut sicher bist, dass sie funktioniert, dann warte nicht, sondern starte und sammle Erfahrung.