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Dropshipping – Welche Vor- & Nachteile es hat und worauf Du achten musst

Vielleicht kennst du Dropshipping bereits unter dem altmodischen Begriff „Streckengeschäft“. Generell ist eine Distributionsart gemeint, welche in der Logistik zu finden ist. Trotz einer gewissen Begriffsumbenennung, die sich nach und nach durchsetzt, ist die Bedeutung dahinter wenigstens gleichgeblieben.„Normalerweise“ ist es so, dass du als Händler Produkte deines Produktbereiches einkauf...

Autor Christoph Gärtner
von Christoph Gärtner
14. Dezember 2016

Vielleicht kennst du Dropshipping bereits unter dem altmodischen Begriff „Streckengeschäft“. Generell ist eine Distributionsart gemeint, welche in der Logistik zu finden ist. Trotz einer gewissen Begriffsumbenennung, die sich nach und nach durchsetzt, ist die Bedeutung dahinter wenigstens gleichgeblieben.

„Normalerweise“ ist es so, dass du als Händler Produkte deines Produktbereiches einkaufst, möglichst für wenig Geld, und diese anschließend am Markt platzieren möchtest. Daraufhin lagerst du die bezahlte Ware in deinen eigenen Lagerräumen und versendest diese, wenn ein Auftrag eingeht.

Das bedeutet für dich: Lagerkosten, Zeitaufwand und Investitionskosten. Und wenn deine Produkte sich nicht oder nicht gut verkaufen lassen, hast du ein echt großes Problem. Wenn du dich gerad selbstständig machst und dementsprechend noch ganz am Anfang stehst, bedeutet das eventuell, dass du ganz schnell pleite bist und deine Erfolgschancen den Bach runter gehen.

Und da kommt Dropshipping ins Spiel: Dropshipping soll die Lösung dafür sein, dass jeder, jedenfalls reintheoretisch, fähig ist, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Chancengleichheit in der E-Commerce Gründerszene – das ist sozusagen die Message hinter dem Begriff Dropshipping.

 

Wie funktioniert Dropshipping?

(Zur Info: Wir gehen jetzt davon aus, dass du als Partner einen Großhändler wählst. Du erfährst in diesem Artikel auch, was es als Alternative gäbe und wieso ich davon ausgehe, dass die Wahl bei den meisten von euch auf einen Großhändler fallen wird.)

Kurz:

Ein Händler lagert seine Waren nicht „bei sich“, sondern bei einem Großhändler und verkauft diese auch von dort aus direkt an den Endkunden. Du kaufst als Händler also nicht auf gut Glück hunderte Artikel, ohne zu wissen, ob du diese los wirst, sondern kaufst etwas erst, wenn du es auch sicher verkaufst. Ja grundlegend ist es das auch schon…

Noch mal ein bisschen genauer:

Kunden bestellen Waren in deinem Shop, welche bei einem Großhändler gelagert werden. Die Bestellung leitest du an diesen weiter und der Großhändler liefert die Waren aus, wobei die Kunden trotzdem deinen Namen auf der Lieferung sehen. Dann gibt es 2 Ablaufmöglichkeiten.

Entweder der Kunde ist zufrieden mit der Ware, bezahlt diese auf dein Konto und du bezahlst dem Großhändler den Einkaufspreis für das Produkt. Oder der Kunde ist nicht zufrieden und sendet die Ware zurück. Der Großhändler nimmt diese wieder an und stellt dir den Aufwand in Rechnung.

Du überträgst als Händler also streng genommen alle aufwändigen Aufgaben an deinen Lieferanten und hast selbst keinen direkten Kontakt zu deinen Produkten. Wenn es passt und du willst, kannst du Teile oder das komplette Sortiment des Großhändlers übernehmen und in deinen Shop aufnehmen.

Angewendet wird das Streckengeschäft hauptsächlich bei Massenwaren, das auch schon seit einiger Zeit. Der Begriff Dropshipping findet sich heutzutage aber auch vermehrt in beispielsweise Online-Shops wieder und wächst immer weiter.

 

Vorteile von Dropshipping

Vor allem für Online-Shops ist Dropshipping sehr attraktiv. Das liegt vor allem daran, dass durch das Lagern der Ware bei einem anderen Betreiber, also deinem Partner, eigene Lagerkosten des Unternehmers eingespart werden. Das ist nicht unbedeutend für deinen Start als Händler, denn Lagerkosten etc. sind nicht gerade gering und werden dir sehr viel Startkapital nehmen.

Außerdem vermeidest du den Einkauf einer Grundausstattung deines Warenangebotes. Darüberhinaus ist auch das Versenden der Ware nicht mehr Aufgabe des Unternehmers, also dir, sondern die deines Partners. Und hast du schon daran gedacht, dass dein Lager nicht von alleine umgeräumt, ausgeräumt und eingeräumt wird? Also gäbe es auch noch Personal zu bezahlen. Ja, dein Startkapital wird erheblich einbüßen, wenn du alles selber aufziehen willst…

Nicht zu vergessen: Durch eine neutrale Verpackung fällt dem Endkunden nicht mal auf, dass die Waren nicht direkt von dir verschickt werden. Schließlich erfolgt der Versand trotzdem im Namen des Händlers, also steht dein Name auf der Lieferung, auch wenn du sie nicht ausgeführt hast.

Gespart wird also nicht nur eine Menge Geld, sondern auch Zeit.

Und wie wir ja alle wissen, ist Zeit noch wertvoller ist als Geld. Aber auch das Geld, das du sparst, spielt eine wahnsinnige Rolle. Dazu kannst du behaupten, an keinen Ort gebunden zu sein und hast eine bessere Chance auf genügend Geld, um dich selbst aufzubauen (siehe Selbstfinanzierung).

Wegen der gesparten Kosten, könnte der Unternehmer außerdem sein Produkt billiger anbieten, wodurch es für den Endkunden natürlich noch attraktiver wird und im Wettbewerb einen Vorteil bringt – rundum eine sehr gute Sache, oder?

Na ja, wie es meist so ist: Schon sehr gut dieses Dropshipping, aber nicht perfekt. Dropshipping birgt auch Risiken. Zwar ist es eine wirklich sehr gute Möglichkeit, aber man sollte die Risiken von Streckenhandel kennen und diese nicht unterschätzen.

 

Nachteile/Risiken von Dropshipping

Die Abgabe von Aufgaben ist gleichzeitig eine Übertragung von Verantwortung. Und jeder kennt wahrscheinlich den Satz: „Verlässt du dich auf andere, bist du verlassen.“
Der Unternehmer gibt beim Dropshipping bewusst eine große Verantwortung an den Großhändler, also seinen zukünftigen Partner, ab. Dementsprechend sollte dieser Partner sehr gut gewählt sein.

gefährlich und problematisch werden. Schließlich sind diese beiden Werte zusammen selten zu finden und es bedarf einer sorgfältigen Überlegung, Überprüfung und aber auch immer einem gewissen Risiko, da du dir nie richtig sicher sein kannst, ob dein gewählter Partner diese Werte vertritt oder es dir nur erzählt.

Zusätzlich zu diesem Risiko, ist keine Kontrolle der Warenqualität möglich, da der Unternehmer nicht mit seiner Ware in direkten Kontakt kommt. Entscheidest du dich für den falschen Händler, kann es dazu kommen, dass deine Kunden nicht die Ware erhalten, die sich sich vorgestellt haben und du das Ganze nicht richtig nachverfolgen, bzw. beeinflussen kannst.
Wenn es zu Rückgaben kommt, ist hier deshalb schon oft eine Zuständigkeitsdiskussion ausgebrochen.

Außerdem reduziert sich durch die Einbeziehung des Partners, also eines Zwischenhändlers, die Marge/Handelsspanne.

 

Was muss ein guter Lieferant erfüllen? Wie finde ich einen geeigneten Händler?

Na ja, wenn du sorgfältig vorgehst und einen guten Händler findest, dann kannst du einen Nachteil ja schon mal ausmerzen und wenn wir mal ehrlich sind, dann hast du schon jede Menge Vorteile am Dropshipping. Also, musst du also nur noch einen Händler finden, mit dem du möglichst nicht auf die Nase fällst. Und das klingt leichter, als es tatsächlich ist.

Es lässt sich aber schon mal festhalten: Ein guter Händler ist das Wichtigste und hast du diesen nicht, kann es nicht funktionieren. Also sollte die Wahl deines Händlers sehr sorgfältig erfolgen. Aber das sagte ich ja bereits.

Du siehst schon: Es ist wirklich wichtig! Und wirklich wichtige Dinge im Startup-Leben benötigen auch einen gewissen Aufwand und sind selten leicht umzusetzen. Mach dir aber keine Sorgen, du schaffst das ganz bestimmt, schließlich bist du nicht umsonst Gründer!

Also zuerst: Es wird abgeraten, dass du zum Anfang deiner Karriere eigene Produkte herstellst. Jetzt wäre es natürlich optimal, wenn dein gewählter Hersteller dein Produkt qualitativ herstellst und du es direkt von ihm kaufen kannst. Das setzt aber meistens voraus, dass du jede Menge Geld hast und ja, am Anfang ist das ja eher unwahrscheinlich.

Die großen Hersteller wollen nämlich meistens Erstbestellungen im Wert von bis zu 50.000 Euro und vertraglich festgelegte Jahresmindestabnahmen. In den meisten Fällen ist es so, dass dir dafür schlichtweg das Geld fehlt und/oder die Ahnung darüber, welche Produkte sich zum Verkauf so richtig lohnen und rentieren. Deshalb ist es, wie ich auch schon in der kleinen Info gesagt habe, besser bei einem Großhandel zu kaufen, anstatt bei einem Qualitätshändler.

Warum beim Dropshipping bei einem Großhändler kaufen?

Grundsätzlich sind Großhändler einfach ausgedrückt „Lagerräume vieler Produkte unterschiedlicher Hersteller“. Von ihnen kaufen Einzel- und Onlinehändler ihre Waren und meistens sind Großhändler nur in einer Produktnische tätig.

Da die Mindestabnahmen bei Großhändlern viel geringer sind als bei erstgenannten Qualitätshändlern, eignen sie sich perfekt für dein Vorhaben und dem eigentlichen Sinn von Dropshipping– du hast zusätzlich die Möglichkeit deinen Shop mit den Produkten deines Großhändlers aufzufüllen, wodurch du dir gleichzeitig das Suchen nach weiteren Produkten sparen kannst.

 

Sicheres Dropshipping – Wodurch zeichnen sich gute Lieferanten aus?

Jetzt gilt es nur noch zu erkennen, welcher Großhändler super ist und wie du dich richtig entscheidest. Schließlich muss er alles regeln und das hervorragend, sonst kannst du deinen guten Ruf gleich an den Nagel hängen.

Am Wichtigsten: Pünktlichkeit und Professionalität!

Du kannst schlichtweg nichts mehr ändern – wenn dein Großhändler die Bestellungen vergisst, verwechselt oder in irgendeiner Art falsch ausführt, bist du trotzdem derjenige, den die Kritik trifft. Und welchen riesigen Vorteil es auch immer bringt, Verantwortung abzugeben, hängt daran immer der Rattenschwanz, dass du für Fehler anderer den Kopf hinhalten musst.

Okay, das klingt jetzt alles ein bisschen negativ. Schließlich sind Fehler menschlich und irgendwann wird es mit Sicherheit auch mal zu einem kommen und davon geht normalerweise kein Unternehmen unter. Es geht nur darum, dass das nicht zur Gewohnheit wird. Ich hoffe du verstehst, was ich sagen möchte.

 

Regel Nr. 1 beim Dropshipping: Der richtige Lieferant

Dein gewählter Lieferant sollte…

  • den Lagerbestand stetig aktualisieren, um Lagerknappheit zu vermeiden
  • eine strukturierte, informative Website besitzen
  • Bestellungen auch per E-Mail annehmen und stornieren können
  • engagierte, hochwertige und erfahrene Handelsvertreter besitzen
  • keine hohen Gebühren verlangen
  • Kreditkartenzahlung akzeptieren, da das meist praktischer ist
  • Und dann gibt es noch einen wichtigen Punkt, den du beachten solltest: Verlass dich nicht nur auf einen Lieferanten!

 

Regel Nr. 2 beim Dropshipping: Suche dir mehr als einen Lieferanten


Mehrere Lieferanten sind ratsam, weil…

  • du so verhinderst nach Ausfall deines Lieferanten völlig zusammenzubrechen – Risikoreduzierung
  • zwei Großhändler der gleichen Produktnische, bzw. ähnlich bis gleicher Produktauswahl, sehr selten ein Produkt mal nicht auf Lager haben.
  • gerade bei internationalem Versand, verschiedene Standorte besser für einen schnellen Versand sind

 

Wie erkenne ich jetzt, ob ein Lieferant das alles erfüllt und wie finde ich überhaupt potentielle Lieferanten?

 

Dropshipping – Lieferant finden


3 Ratschläge und 2 Vorschläge zur Lieferantensuche

Es gibt 3 kleine Tipps, die du befolgen kannst, um dir einen Eindruck deines potentiellen Lieferanten zu verschaffen, bevor du dich verbindlich für ihn entscheidest.

Mach Testbestellungen!
Die Investition von ein paar Euro lohnen sich, wenn du dadurch die Kompetenz deines zukünftigen Händlers auf die Probe stellen kannst.

Tausch dich aus!
Du kannst mit anderen Unternehmen, die mit dem Großhändler kooperieren, fragen, ob sie mit der Zusammenarbeit zufrieden sind. Auch in unserer Community bietet sich hierfür die Chance!

Sprich mit dem Handelsvertreter der Firma!
So kannst du herausfinden, wie das qualitative Level des Großhändlers ist, wie professionell das Gespräch aufgebaut ist und vor allem wie viel Ahnung bezüglich der Produktnische besteht.

 

Wie gestalte ich die Suche?

Kontaktiere den Hersteller deiner Produktnische

Wenn du mit dem Hersteller deiner Produktnische sprichst, kann dieser dir zu bestimmten Großhändlern raten, bzw. dir sagen, wo er seine Produkte verkauft. Wenn das funktioniert, dann erhältst du bestenfalls eine Liste rechtmäßiger Lieferanten.

Frag Google, aber vorsichtig und nicht voreilig!

Grundsätzlich ist es wahrscheinlicher, dass gute Großhändler veraltete Websites haben, weil sie im Bereich Marketing oftmals keine besondere Ahnung haben. Also: Hier ist es so, dass die ersten Vorschläge die Google dir ausspuckt NICHT die Richtigen für dich sind.

Du erkennst die guten Großhändler daran dass…

  • sie nicht an die breite Masse verkaufen
  • normalerweise eine Gewerbenummer von dir verlangen
  • du vorerst keine Preise auf ihrer Seite findest
  • keine Anmeldegebühr anfällt. Auf Google.de einen geeigneten Händler finden


Der Begriff Dropshipping ist vielen Händlern unbekannt. Sie kennen für ihr Handeln nur den deutschsprachigen Begriff „Streckenhandel“. Versuch beim Googeln nicht die typischen Anfragen zu schalten, sondern probiere ein bisschen aus. Versuch es mit „Vertriebspartner“ oder ähnlichem, anstatt mit „Dropshipping Händler“ und dann musst du echt ein paar Seiten durchklicken, bis du auf die legitimen Großhändler stößt.

Auf wlw.de suchen

Auf der Website „Wer liefert was?“ kannst du schauen, welche Produkte von welchen Anbietern geliefert werden.

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