Erfolgreiche Webseiten damals vs heute – die Entwicklung von Amazon, Apple & Co.
Habt ihr euch schon mal gefragt, wie Webseiten früher, ganz am Anfang aussahen? Mit der Wayback Machine ist es möglich, eine kleine Zeitreise durch das Internet zu machen und sich die Anfänge aller Webseiten anzuschauen.
In diesem Artikel zeige ich euch die 8 der größten und bekanntesten Webseiten im Vergleich: Früher vs. Heute! Bewegt einfach den Slider zwischen den beiden Bildern und seht, wie sich die Webseiten verändert haben.
Amazon
Starten wir mit Amazon. Amazon wurde 1994 von Jeff Bezos, einem Computerwissenschaftler, gegründet. Ursprünglich war Amazon eine Plattform für den Verkauf von Büchern. Mittlerweile ist auf der Plattform fast alles erwerbbar und Amazon beschäftigt fast 34.000 Mitarbeiter. Der Gewinn liegt bei über 30 Milliarden Euro.
Hier ist zunächst der direkte Vergleich: Amazon 1999 vs Amazon 2018!
Im Vergleich fällt auf, dass Amazon 1999 viel mehr Elemente auf der Startseite platziert hat. Links ist eine gelbe Seitenleiste mit einer Suche, einer Kategorieauswahl und Links zu Unterseiten.
Rechts befinden sich zwei Boxen mit Buchempfehlungen. Die Homepage hat sich also im Laufe der Jahre ständig weiterentwickelt bzw. entwickelt sich weiter.
In der Mitte der Seite werden 4 Bücher aus unterschiedlichen Kategorien mit einem kurzen Text vorgestellt.
Das Menü beinhaltet zwei verschiedene Suchoptionen („suche“ und „blättern“) und drei Kategorien. Aus heutiger Sicht ist das Menü extrem verwirrend und undurchdacht, da man als Nutzer unter anderem nicht weiß, was genau sich hinter dem Menüpunkt „blättern“ verbirgt. Die Suchfunktion doppelt sich dadurch, dass es die Suchleiste schon in der linken Seitenleiste gibt. Es wird auch nicht ersichtlich, warum in der Mitte der Seite genau diese vier Bücher angezeigt werden. Sind es Empfehlungen, Neuerscheinungen oder zufällig ausgewählte Bücher?
Im Vergleich wird darüber hinaus deutlich, dass das Text-Bild-Verhältnis sich extrem geändert hat. Auf der Seite von 1999 sind auf den ersten Blick nur 8 kleine Bilder zu erkennen. Auf der heutigen Seite dagegen, fallen einem als ersten die vielen großen Bilder ins Auge. Text gibt es hier nur noch in Form von Überschriften. Auch die Seitenleiste und Boxen sind verschwunden, was aufgeräumter wirkt und den Nutzer nicht ablenkt.
Auffällig ist außerdem, dass es damals wie heute keine auffälligen Call To Actions auf der Startseite gibt. Man fordert den Nutzer auf der Startseite an keiner Stelle dazu auf, eine bestimmte Aktion wie einen Kauf durchzuführen. Lediglich ein kleiner Anmelden-Button erscheint heute in der oberen rechten Ecke, der aber neben den vielen Bildern kaum auffällt.
Ebay
Weiter geht es mit der ersten Plattform, die es Privatpersonen ermöglichte, ihre Sachen per Auktionen zu verkaufen. Ebay wird durch Werbeanzeigen finanziert und macht damit über 8 Milliarden Euro Gewinn. Mittlerweile beschäftigt Ebay über 27.000 Mitarbeiter.
Auch hier wieder der direkte Vergleich: Ebay 2000 vs Ebay 2018!
Auch hier fällt auf, wie überladen die frühere Website im Vergleich zur heutigen ist. Viele unterschiedliche Farben, Icons, Bilder, Formen und Schriften machen die Seite sehr unübersichtlich und aus heutiger Sicht alles andere als nutzerfreundlich. Als Nutzer weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Es gibt unzählig viele Buttons und Optionen. Noch über dem Logo gibt es quasi das erste Menü, direkt darunter neben der Suche das Zweite. Danach folgen verschiedene Empfehlungen, Top-Angebote und Highlights.
Links kann man die Kategorie auswählen und auf sogenannte „Spezialseiten“ gehen. Dadurch dass auch hier kein Button klar hervorgehoben wird, ist kein CTA vorhanden. Als Nutzer weiß man nicht, worauf man zuerst klicken soll.
Genau wie bei Amazon überwiegt auch hier der Textanteil. Heute sind auf der Startseite ebenfalls überwiegend große Bilder zu sehen.
Kommen wir zur der Seite, die wahrscheinlich die meisten von euch sehen, wenn ihr euren Browser öffnet: Google.
Die weltweit größte Suchmaschine wurde 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet, beschäftigt heute mehr als 55.000 Mitarbeiter und macht einen Gewinn von über 28 Milliarden Euro.
Obwohl Google eine sehr schlichte Seite ist, ist der Unterschied von 1998 zu heute deutlich erkennbar:
Am auffälligsten ist natürlich das Logo. Die Schrift hatte Serifen und durch zwei verschiedene Schatten einen 3D-Effekt. Sonst bestand die Seite wie heute eigentlich auch nur aus drei Elementen: Der Suchleiste und zwei Buttons darunter.
Das Logo und die Buttons wurden im Laufe der Zeit schlichter und einfacher gestaltet.
Nun kommen wir zu den Social Media Netzwerken und wir beginnen mit dem wohl bekanntesten und meist genutzten Netzwerk: Facebook. Facebook hat 1,1 Milliarden aktive Nutzer und ist daher eine populäre Plattform für die Schaltung von Werbung. Es wurde 2004 von Mark Zuckerberg gegründet und erreichte im Jahr 2017 einen Umsatz von 41 Milliarden USD. Der Vorgänger von Facebook, den Zuckerberg entwickelte, war eine Art Bewertungsportal für das Aussehen von Frauen namens Facemash.
Zuckerberg lud ohne Erlaubnis der Frauen Fotos von ihnen hoch und die Nutzer sollten die Attraktivität bewerten, indem sie von zwei zufällig angezeigten Fotos die Attktivere wählen. Allerdings hat man aufgrund von Protesten die Plattform nach nur wenigen Tagen deaktiviert.. Kurz danach entwickelte Zuckerberg Facebook.
Hier könnt ihr sehen, dass Facebook früher sogar nur für Studenten gedacht war:
Das Logo und die Farben haben sich im Gegensatz zu den anderen Seiten kaum bis gar nicht verändert. Auf der heutigen Registrierungsseite wurde der Call To Action durch ein Grün hervorgehoben und die Seite ist nicht mehr boxed.
Das nächste soziale Netzwerk, welches wir unter die Lupe nehmen, ist der Microbloggingdienst Twitter. In der Liste der meist besuchten Webseiten weltweit landet er auf dem 10. Platz. Gegründet wurde es 2006 von Evan Williams, Jack Dorsey, Biz Stone und Noah Glass. Ursprünglich sollte Twitter ein internes Kommunikationsprojekt für Mitarbeiter der San Franciscoer Podcasting-Firma Odeo sein.
Die Twitter Startseite 2006 und 2018:
Auf der damaligen Startseite von Twitter wird durch Text und kleine Bilder erklärt, was Twitter ist und wie es funktioniert. Das ist auf der heutigen Startseite im Prinzip auch noch so, nur deutlich minimalistischer, großflächiger und ohne Bilder. Das Logo hat man von einem Wortzeichen zu einem Bildzeichen geändert und auch den Blauton kräftiger dargestellt. Die Zweitfarbe Grün hat man komplett aus dem Design genommen. Genau wie bei Facebook ist die aktuelle Startseite Fullwidth.
YouTube
YouTube ist ein 2005 gegründetes Videoportal und ist auf Platz 2 der weltweit meist besuchten Webseiten. Gründer waren die drei ehemaligen PayPal-Mitarbeiter Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim. 2006 wurde YouTube von Google gekauft. Das erste Video hieß übrigens "Me at the zoo" und wurde von Gründer Jawed Karim selbst hochgeladen.
YouTube 2006 vs YouTube 2018:
Das Menü war anfangs horizontal und mit einzelnen Tabs gestaltet. Vorgeschlagene Videos wurden hauptsächlich untereinander mit Videoinformationen daneben dargestellt. Heute befindet sich das Menü in einer linken Seitenleiste. Videos werden deutlich größer und mit weniger Textinformationen dargestellt. Nebensächliche Informationen wie die Bewertung oder Tags sind erst sichtbar, wenn man auf das Video klickt. Farblich nutzt YouTube heute nur noch das Logo-Rot und Grautöne. 2006 wurde im Menü auch noch ein helles blau verwendet.
Wikipedia
Zu guter letzt schauen wir uns die größte Online Enzyklopädie an: Wikipedia. Wikipedia wurde 2001 von Jimmy Wales gegründet; mit dem Ziel eine hochwertige und frei zugängliche Enzyklopädie zu schaffen. Die Website finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Wikipedia ist wohl die Seite, die sich im Laufe der Jahre am wenigsten verändert hat.
Wikipedia 2002 vs Wikipedia 2018:
Hier hat sich hauptsächlich die linke Seitenleiste und das Menü im oberen Bereich verändert. Außerdem hat man im Laufe der Jahre ein Inhaltsverzeichnis in die Artikel integriert, sowie eine Box mit den wichtigsten Fakten auf der rechten Seite. Die Schriftart kann man von einer mit Serifen auf eine serifenlose Schrift ändern.
Apple
Apple wurde schon 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet. Im letzten Jahr lag der Umsatz bei fast 230.000 Milliarden USD und die Mitarbeiterzahl bei 123.000.
So sah die Website des heute wertvollsten Unternehmens der Welt 1997 aus:
Apple hatte damals noch das bunte Logo und auf der Webseite hauptsächlich ein dunkles Rot. Fotos gab es keine, lediglich kleine Grafiken und Illustrationen. Am meisten Platz nimmt eine Art "News-Bereich" ein, in welchem man über Links zu bestimmten Produkten kommen kann.
Die Webseite heute ist der komplette Kontrast. Alles was man sieht sind riesige hochqualitative Fotos von Apple Produkten auf schwarzem Hintergrund, darüber jeweils der Produktname, ein kurzer Slogan und die Möglichkeit auf weitere Infos oder das Produkt direkt zu kaufen. Das horizontale Menü setzt sich dezent in einem dunklen Grauton ab.
Fazit zu der Entwicklung der Webseiten
Es gibt einige Aspekte, die sich im Laufe der Jahre auf fast allen Seiten geändert haben. Beispielsweise wird der Text-Anteil immer weniger - die Menschen sind faul geworden und wollen nicht viel lesen, sondern so schnell und einfach wie möglich Informationen erfassen.
Viele große Bilder eignen sich daher um Informationen schnell zu kommunizieren und die Webseiten gleichzeitig übersichtlicher zu gestalten. Mit der Reduzierung auf das Wesentliche kann man dafür sorgen, dass sich die Nutzer intuitiv auf den Webseiten zurechtfinden und sich nicht von einer Vielzahl an Elementen ablenken lassen. Deshalb sollte die Webseite bzw. Homepage ständig optimiert werden und auf den neuesten Stand gebracht werden.
Formen und Farben wurden reduziert. Das macht die Webseiten schlichter und weniger chaotisch und unübersichtlich. Dem Nutzer kann man es somit einfach machen, sodass er auf der Webite schnell genau das findet was er sucht.
Effekte wie Schatten und Verläufe gelten heutzutage als nicht mehr modern. Darüber hinaus fällt auf, dass früher häufiger Serifenschriften zum Einsatz kamen. Heute findet man dagegen öfter serifenlosen Schriften.
Auch die Anzahl der Inhalte wurde reduziert, sodass die Nutzer nicht mit zu viele Informationen überfordert werden und die Seite eventuell wieder verlassen.
Ingesamt wird alles sehr viel großflächiger und übersichtlicher angelegt.
Ich hoffe euch hat die kleine Zeitreise zu den Anfängen des Internets gefallen!
4 SEO Vorteile durch Responsive Webdesign
Immer mehr Nutzer konsumieren Webseiten auf mobilen Geräten, diese Entwicklung darf nicht ignoriert werden, denn sie wird in Zukunft weiter zunehmen. Webseiten, die nur aus starren Seiten bestehen, werden große Probleme mit dieser Entwicklung haben, denn Sie entsprechen nicht mehr den neuen Anforderungen. Responsive Webdesign hat sich mittlerweile als Best Practice eine Webseite für mobile Besucher etabliert und ist somit ein zentrales Merkmal der modernen Web-Design-Landschaft geworden.
Responsive Webdesign bedeutet einfach gesagt, dass eine Website eingerichtet wird, die sich automatisch so formatiert, dass sie optimal auf jedem Gerät angezeigt werden kann. Dabei ist es egal, ob der Inhalt auf einem Smartphone, Tablet oder Desktop-Computer betrachtet wird. Die Website bleibt dabei immer benutzerfreundlich.
Warum sollte Deine Website im Responsive Design erstellt sein? Die Antwort: Mobile First!
Was ist Responsive Webdesign?
Responsive Webdesign bedeutet übersetzt „reagierendes Webdesign“ und ist eine Entwicklertechnik bei der Gestaltung von Online-Inhalten. Responsives Design ermöglicht Dir, dass die Inhalte Deiner Webseite einheitlich angezeigt werden, egal ob du die Webseite auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer-Desktop anschaust. Dies kann mit Hilfe von HTML5 und CSS3 Media-Queries erfolgen.
Bei einem Media Query handelt es sich um eine CSS-Technik, bei der gerätespezifische Eigenschaften innerhalb eines Stylesheets abgefragt werden können (wie bspw. Abmessungen des Bildschirms, Auflösung des Displays oder die Ausrichtung bei Nutzung eines mobilen Gerätes, wie Hoch- oder Querformat). Dabei wird das Layout Deiner Webseite so flexibel gestaltet, dass dem Benutzer eine gleichbleibende Benutzerfreundlichkeit geboten wird und er alle Inhalte Deiner Webseite auch unterwegs auf kleinen Geräten konsumieren kann. Media Queries sind somit ein besonderer Bestandteil, wenn es um Responsive Webdesign geht.
Zur Verdeutlichung möchte ich Dir an dieser Stelle gerne zwei Webseiten zum Vergleich vorstellen. Zum einen eine Webseite die noch kein Responsive Design hat, zum anderen eine mit Responsive Design:
Webseite ohne Responsive Webdesign:
Webseite mit Responsive Design:
Erkennst Du welche Seite bereits auf dem ersten Blick ein angenehmes Surfklima schafft und die Bedienbarkeit sowie die Interaktion des Besuchers auch auf mobilen Geräten angenehm und leicht macht? - Genau es ist unsere Pixelwerker-Webseite im responsive Webdesign!
Responsive Webdesign - Die Zukunft ist flexibel
Eine ARD/ZDF Online-Studie fand heraus:
„Das Smartphone hat den Laptop als wichtigstes Internetgerät abgelöst und damit den Weg für die mobile, dynamische und intensivere Nutzung frei gemacht.“
Somit ist die Flexibilität einer Webseite bei Betrachtung der aktuellen Entwicklung notwendig und eine zwingende Voraussetzung, um zukunftsfähig zu sein. Viele Einkäufe werden im Internet über Smartphones getätigt. Dies solltest Du bei deiner Webseite berücksichtigen, insbesondere wenn Du einen Onlineshop hast. Heutzutage sollte sich allerdings jede Webseite flexibel an das jeweilige Gerät anpassen können, damit der Nutzer nicht umständlich Zoomen und Scrollen muss, sondern die Inhalte einfach und schnell auch auf mobilen Geräten konsumieren kann und Du so ein angenehmes Surfklima schaffst.
Möchtest Du eine neue Webseite für Dein Unternehmen haben oder planst Du einen Relaunch, dann kommst du um ein Responsives Design nicht mehr herum. Die Vorteile von Responsive Webdesign sind die Zukunftsfähigkeit, Unabhängigkeit, Effizienz und Transparenz. Heutzutage sind die Nutzer anspruchsvoller, wenn die Seite nicht bedienbar ist, dann verlassen sie die Besucher bereits nach wenigen Sekunden. Wenn Deine Konkurrenz noch überwiegend statische Webseiten besitzt, kannst Du Dir durch Responsive Design einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Weshalb Mobile First?
Der Onlineauftritt eines Unternehmens stellt ohne Frage riesige Potenziale bereit. Jedoch geht es schon lange nicht mehr darum, einfach nur präsent zu sein, sondern die Frage „Wie bin ich präsent?“ entscheidet über die Effektivität Deiner Internetpräsenz. Die Zukunft im Web ist ohne Zweifel mobil – der Absatz von mobilen Endgeräten sowie die Statistiken von Seitenabrufen belegen diese Entwicklung sehr deutlich und Prognosen sehen für die kommenden Jahre eine weitere Steigerung voraus.
Somit ist die Anpassungsfähigkeit von Webseiten an die Displays der Endgeräte zu einem absoluten Muss geworden. Hardwareunabhängiges Webdesign ermöglicht es Dir außerdem mit nur einer Webseite alle Darstellungsmöglichkeiten zu gewährleisten.
Responsives Design ermöglicht Dir auch eine effiziente Strukturierung Deiner Webseite, denn Du benötigst keine zusätzliche HTML-Seite für die Darstellung auf mobilen Endgeräten. So muss man bei Änderungen lediglich nur noch eine Webseite mit Hilfe von Media Queries in den CSS-Stylesheets aktualisieren.
Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, so musste man dort für die mobile Darstellung noch zwei separate Seiten erstellen und dementsprechend gab es auch zwei unterschiedliche URLs, beim Responsiven Design hingegen gibt es nur noch eine URL, was nicht nur für die SEO-Optimierung von Vorteil ist, sondern auch für einen viel einfacheren Austausch von Seitenadressen, beispielsweise in sozialen Medien, sorgt. Seo Agenturen können sich somit besser auf eine URL fokussieren und das Ranking optimieren. Diese einheitlichen URLs sorgen somit für eine hohe Transparenz und sind ein weiterer Vorteil von Responsive Design.
Graceful Degradation oder Progressive Enhancement
Es gibt zwei verschiedene Vorgehensweisen bei der Erstellung einer responsiven Webseite, zum einen Graceful Degradation oder in deutsch „würdevolle Herabstufung“, zum anderen Progressive Enhancement („progressive Verbesserung), die ich Dir im Folgenden kurz vorstellen und durch Grafiken verdeutlichen möchte:
Graceful Degradation
Graceful Degradation bedeutet, dass die Webseite von groß nach klein erstellt wird. So beginnt der Webdesigner mit einem großen Bildschirm und einem modernen Browser und erstellt von diesen Voraussetzungen ausgehend die Webseite. Anschließend wird diese dann für die kleineren Geräte (Tablet und Smartphones) optimiert.
Progressive Enhancement
Die zweite Variante ist genau umgekehrt und die Webseite wird von klein nach groß erstellt. Progressive Enhancement geht von einer möglichst kleinen Auflösung und einem schwachen System aus und optimiert dahingehend die Webseite. Nach und nach wird die Webseite dann auch für größere Auflösungen und stärkere Systeme erweitert. Progressive Enhancement ist die deutlich modernere Variante, da in Zukunft die Internetnutzung über das Smartphone weiter steigern wird.
Die 4 SEO Vorteile durch Responsive Webdesign
Das bemerkenswerte daran ist, dass es sich fundamental vom früheren Vorgehen unterscheidet, da man bisher eine extra mobile Website programmieren musste. Schaut man sich die Sache unter SEO Gesichtspunkten an, dann stellt sich die Frage: Erhöht/ Verbessert die Verwendung eines Responsive Webdesigns das Ranking?
(SPOILER ALARM!) Die Antwort ist ein klares Ja, und hier sind die Gründe:
Google liebt Responsive Webdesign
Wer ein wenig Ahnung von SEO hat, der sieht ein: Google ist ein göttliches Wesen, was man versucht mit der eigenen Website zu beeindrucken und das man nicht verärgern sollte. Man muss achtsam tun was Google liebt, wenn man gute Ergebnisse bei den Suchergebnissen einnehmen möchte. Google empfiehlt nicht nur Responsive Webdesign als die beste Art und Weise mobilen Benutzer Ihre Website zu präsentieren, sondern bevorzugt Ihre Website auch, wenn sie für mobile Endgeräte optimiert ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn mobile Benutzer nach lokalen Dienstleistungen suchen.
Aus SEO Sicht ist eine Responsive Website die beste Wahl, weil eine separate mobile Webseite ihre eigene URL hat und sich somit der Traffic auf zwei Domäne aufteilt, anstatt einer Domäne zuzufliessen. Ausserdem muss Google bei Responsive Websites nur die Desktop-Websites Google crawlen, was leichter für Google ist.
Eine Webseite = eine URL
Aus der SEO Perspektive ist von Vorteil alles auf einer URL zu bündeln, wenn Sie nur eine Website haben. Alle Backlinks können Sie auf eine Website konzentrieren. Das bedeutet, dass alle Links zu nur einer Domäne hingeleitet werden müssen (im Gegensatz dazu, wenn man eine mobilen Website und einer Desktop Website hätte). Man spart sich also entweder 50% des Aufwandes und der Kosten oder man erhält 50% mehr Power für die eine Domain. Responsive Webdesigns geben daher den Suchergebnissen einen gewaltigen Schub.
Wenn Sie darüber hinaus eine ansprechende Website haben, können Sie ausserdem für diese Seite doppelt so viele Social Shares (z.B. teilen der Seite bei Facebook/ Instagram/Pinterest) aufbauen. Und da es sich nur um eine URL handelt, egal woher der Social Share von einem Handy oder Laptop stammt - wird auch der gesamte Inhalt immer übersichtlich und einfach zu navigieren dargestellt.
Responsive Webdesign reduziert die Absprungrate
Selbst wenn eine Website ziemlich gut in den Suchergebnissen platziert ist, bringt es nichts, wenn sie nicht auch für Smartphone- und Tablet-Nutzer optimiert ist, da die Absprungrate dann einfach nur steigt. Jeder der dann mit einem Smartphone auf diese Website kommt, gibt mit hoher Wahrscheinlichkeit die schlechte Lesbarkeit und Navigation schnell auf und verlässt die Website wieder.
Die Konsequenz: Die Absprungrate steigt an. Google wertet eine hohe Absprungrate als Signal, dass eine Website nicht relevante Inhalte für die Nutzer bietet, was mit großer Wahrscheinlichkeit im Anschluss zu einem Abdanken der Seite führt und Sie demnächst in den Suchergebnissen abrutschen werden.
Eine Website mit Responsive Webdesign dagegen begegnet diesem Problem, indem sie allen Nutzern den gleichen Inhalt, die man auch auf der Desktop-Website finden würde, auch funktional in der responsive Version darstellt. Responsive Webdesign bedeutet daher auch, dass es keine Notwendigkeit gibt auf den Inhalt zu verzichten ist und die Absprungrate sinken wird, weil die Nutzer lange auf Ihrer Website bleiben.
Dies wiederum ist ein Signal für Google, dass die Website für den Nutzer relevante Inhalte zur Verfügung stellt und wird somit mit Sicherheit ein besseres Ranking bekommen. Das bringt Ihnen weitere SEO-Vorteile.
Optimierte User Experience
Webseiten sind im Großen und Ganzen Werkzeuge, um Inhalte zur Verfügung zu stellen. Eine benutzerfreundliche Website macht es für die Besucher einfacher das zu finden was sie suchen, diese Inhalte zu konsumieren oder damit zu interagieren. SEO-Vorteile gibt es also immer dann, wenn Sie versuchen, die Website für Ihre Nutzer zu gestalten.
Responsive Webdesign stellt diesen Schwerpunkt in den Fokus der Gestaltung - und mit Benutzerfreundlichkeit ist auch ein wichtiger Ranking-Faktor. Daher ist es sinnvoll, dass Google Responsive Webdesign mag und mit SEO-Vorteilen belohnt.
Wenn Besucher eine Website über ihr Smartphone oder Tablet besuchen, dann sollten sie in der Lage sein, alle ihre Inhalte so einfach wie in der Desktop-Benutzung zu sehen. Stellen Sie sich vor, dass Sie von unterwegs etwas auf einer Website suchen und Sie keine Probleme haben, diese zu benutzen. Sie werden eher zufrieden sein, wenn alles funktioniert und so reagiert, wie Sie es von der Desktop-Website gewohnt sind. Die Benutzbarkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Zufriedenheit Ihrer Nutzer und ist daher für SEO-relevant.
Responsive Design hilft modernen Websites moderne Nutzer anzusprechen. Es wird immer wahrscheinlicher, dass Anwender Ihre Website mit einem Smartphone oder Tablet-Gerät besuchen, aber trotzdem erwarten, dass sie ihre Desktop-Erfahrungen auch auf dem Smartphone erhalten. Enttäuschen Sie diese nicht, wenn Sie SEO-Vorteile wollen. Reagieren Sie darauf mit einem Responses Webdesign und bieten Sie eine angenehmen Benutzererfahrung, um keine wertvollen SEO-Vorteile zu verschenken.