Investitionsphasen

Was sind Investitionsphasen?

Jedes Startup durchlebt im Laufe seiner Entwicklung verschiedene Phasen. Daraus ergeben sich auch verschiedene Phasen für eine Investition. Oftmals sind Investitionen an die einzelnen Phasen angelegt und nicht für den kompletten Entwicklungszyklus des Startups gedacht. Das liegt daran, dass man meistens nicht direkt erkennt, welche Beträge man dafür wirklich benötigt. Dadurch beinhaltet es ein hohes Risiko. Im Laufe der Zeit haben sich drei Hauptinvestitionsphasen durchgesetzt Frühinvestitionsphase / Early – Stages (Idee & Gründung) national & internationale Expansion / Expansion States Restrukturierung & Nachfolge / Later Stages. Die drei Investitionsphasen lassen sich durch bestimmte Faktoren und Fragen nach der Finanzierung kategorisieren. Das liegt daran, dass man meistens nicht direkt erkennt, welche Betrage man dafür wirklich benötigt. Dadurch beinhaltet es ein hohes Risiko.

1. Frühinvestitionsphasen

1.1 Faktoren der Investition

Auch die Frühinvestitionsphasen lassen sich in weitere Phasen unterteilen. Man unterscheidet hier nochmal zwischen der Seed-Phase und der Start-up-Phase. Die Seed-Phase beschreibt ein Stadium, indem bereits eine Idee oder ein Konzept von einem Produkt oder einer Dienstleistung fest stehen. Noch ausstehend sind meist die Erstellung eines Businessplans, die Vorbereitungen auf die Gründung und der generelle Aufbau der kompletten Organisation. In der Seed-Phase kann es durch externe Kapitalgeber zu einer Seed-Finanzierung kommen. Es ist also eine Phase vor der eigentlichen Gründung, die aber schon durch externe Kapitalgeber unterstützt werden kann.

Die Start-up-Phase

In dieser Phase kommt es zur eigentlichen Gründung des Unternehmens. Sie geht überForschung und Entwicklung des Produktes bis zur Markteinführung und dem Aufbau von Vertrieb und Produktion. In dieser Phase kann das Unternehmen bereits bis zu einem Jahr existieren. In dieser Pase der Entwicklung sind meistens mehrere Investitionen nötig. Es geht darum, Vertriebsstrukturen aufzubauen, eventuell Mitarbeiter einzustellen, Produktionskosten vorzustrecken und Geld für die Verbreitung und Markteinführung zu verwenden.

Man bezeichnet das eingebrachte Kapital in diesen Phasen auch als Venture Capital. Das Kapital dient im wesentlichen dazu, die oben genannten Schritte durchführen zu können und das Unternehmen aufzubauen. Je nach Produkt oder Dienstleistung kann das benötigte Kapital stark variieren, welches benötigt wird. Meist sind Kosten für Firmengründung eher gering, aber bei forschungsintensiven Produkten wie zum Beispiel im neuen Technologien, wird häufig eine große Menge Kapital benötigt.

Die Summe an Kapital liegt je nach Bedarf in den meisten Fällen zwischen 50.000 und 500.000 Euro. Der Kapitalbedarf kann durch eigene Finanzmittel, Förderungen und zusätzliches Kapital von Banken oder privaten Investoren erfolgen. In Summer ergeben sich oft hohe Kapitalbeträge, da für viele verschiedene Bereiche Geld gebraucht wird (Produktion, Vertrieb, Mitarbeiter, Entwicklung, Markteinführung, Veramrktung etc.). Diese Investitionen sind immer mit einem Risiko verbunden, da es nie eine Sicherheit gibt, ob das Unternehmen später wirtschaftlich erfolgreich wird. Deswegen gestalten sich Finanzierungen ohne private Investoren, Fördermittel und eigene Finanzmittel schwierig.
Banken verlangen eine gewisse Sicherheit bei der Bereitstellung von Kapital. Wenn der Unternehmer keine Sicherheiten für die Rückzahlung bei Misserfolg hat, wird er kaum an Kredite herankommen.

2. Expansion Stages (Die Wachstums- Expansions- und Growth-Phasen)

Die Expansion Stages lassen sich in Wachstumsphase und Bridge-Phase unterteilen.

Die Wachstumsphase

Trotz des Wachstums befindet sich das Unternehmen meist nicht im Bereich der Gewinnzone. Das heißt, dass das Unternehmen zwar wächst, aber wirtschaftlich noch nicht so erfolgreich ist, dass es Gewinne abwirft. Der Aufbau und Ausbau der Vertriebskanäle stehen im Vordergrund. Dadurch versucht man sich am Markt zu platzieren und zu etablieren. Erst nach einiger Zeit fällt das Unternehmen in den Bereich des Gewinns, wenn Vertriebsstrukturen weit genug aufgebaut sind.

Die Bridge-Phase:

In der Bridge-Phase beteiligen sich weitere Konkurrenten am Marktgeschehen. Meist folgt eine Erweiterung des Vertriebs auf internationales Niveau. In dieser Phase wird meist der Börsengang des Unternehmens geplant. Um noch weiter zu wachsen ist der Schritt an die Börse der nächste Schritt. Für diesen Börsengang und den Zeitraum benötigt man Übergangskapital. Das Kapital wird mit der Hoffnung eingeholt, dass der Gang an die Börse die nötigen Gewinne einbringt, um das Kapital zurückzuzahlen. Investmentbanken und Emissionsgesellschaften haben sich auf diese Finanzierungsarten spezialisierst und agieren in diesem Gebiet.

3. Endphasen:

Das Unternehmen hat Gründung und Marktplatzierung längst abgeschlossen. Jetzt kann es sein, dass frisches Kapital benötigt wird um eventuelle Sanierungen oder Umstrukturierungen vorgenommen werden müssen. Zum Beispiel durch sich verändernde Marktbedingungen oder neue Anforderungen durch neue Technologien. Ziel ist es sich auch langfristig am Markt zu etablieren und durch Diversifikation und neue Produkt- oder Dienstleistung zu wachsen. Das können neue Produkte und Dienstleistungen sein oder ein breiteres Produktportfolio. In dieser Phase ist es meistens notwendig das ursprüngliche Gründerteam durch weitere im Management tätige Personen zu ergänzen oder sogar
auszutauschen. Kapital wird hier meist nur durch Investoren gegeben, also Fremdkapital. Es gibt verschiedene Varianten, in denen das Geld zum Einsatz kommt: Sanierungen (Turn Around) Ersetzung oder Hinzunahme neuer Führungskräfte (Management – Buy – In or Out) Neben dem Fremdkapital besteht auch die Möglichkeit bei guter wirtschaftlicher Lage das Teil der Firmengewinne oder den Erträgen aus dem Börsengang zu nutzen.