Influencer Marketing – Die Schattenseiten und gewinnorientierter Einsatz von Meinungsführern

Influencer Marketing – Die Schattenseiten und gewinnorientierter Einsatz von Meinungsführern

Influencer Marketing – Die Schattenseiten und gewinnorientierter Einsatz von Meinungsführern

Influencer Marketing ist wohl eines der beliebtesten Themen im Marketing der letzten zwei Jahre. Die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen durch sogenannte Influencer sollen die Umsätze ankurbeln und Vertrauen bei potentiellen Zielgruppen erzeugen. Die Idee dahinter ist einfach. Ein Influencer hat eine Fanbase oder Followerschaft aufgebaut, die ihm vertraut und seinen Empfehlungen vertraut oder ihm nachahmt. Gerade bei jungen Zielgruppen, die sich in der Regel schneller beeinflussen lassen, scheint diese Form des Marketings zu funktionieren. Das beste Beispiel ist die wohl erfolgreichste Youtuberin des Landes. Bibis Beauty Palace mit Millionen von Followern in diversen sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube und Instagram.

 

Die Preise der erfolgreichsten Influencer sind mittlerweile drastisch gestiegen und liegen im Bereich von Bibis Beauty Palace gerne bei Einnahmen von rund 80.000€ Netto im Monat.

 

Für Firmen stellt sich die Frage, wie sie Influencer Marketing gewinnbringend einsetzen, ohne sinnlos Budget zu verschwenden. Denn am Ende einer jeder Marketing Maßnahme geht es wie wir alle wissen nur um den Return On Investment. Was hat mir die Kampagne gebracht. Wurden Umsätze generiert, ist das Unternehmen dadurch gewachsen und hat sich die Marke gestärkt und etabliert. Gerade im sozialen Netzwerk werden Firmen im Bereich Influencer Marketing immer aktiver. Die Influencer und Blogger vermarkten zahlreiche Produkte und bieten ihren Followern „exklusive“ Rabattcodes und Preisnachlässe.

Die Schattenseite des Influencer Marketings 

 

Jeder der sich im Bereich Influencer Marketing auskennt und für den soziale Netzwerke keine Neuheit sind weiß, dass es in den sozialen Netzwerken eine hohe Anzahl an Influencern gibt, die ihren Erfolg gerne etwas aufpeppeln. Das machen sie, indem sie Follower, Likes und Kommentare kaufen und sich in sogenannten Pods zusammenschließen. Das im Endeffekt auf Kosten der Werbetreibenden Firmen, die teilweise hohe Summen an die Influencer bezahlen. Gerade aufstrebende Influencer nutzen häufig die Möglichkeiten des Fakens um zu wachsen. Was heißt das konkret ? Ich könnte dir nun 20 Webseiten zeigen, auf denen du sofort 10.000 Instagram Follower kaufen kannst. Früher war das sogar gar nicht so einfach, denn 10.000 Fake Accounts sehen zwar nett aus aber liken keine Beiträge. Auch dafür wurde mit der Zeit eine Lösung gefunden. Mittlerweile können für alle sozialen Netzwerke sogar Like-Pakete gekauft werden. Das funktioniert folgendermaßen. Der Influencer bucht ein Like-Paket bei einem der besagten Dienstleister. In den kommenden 30 Tagen bekommt er automatisch eine bestimme Anzahl an Likes und Kommentaren auf seine Fotos, Bilder und Videos etc. Schon schaut das ganze echt aus und ist für Unternehmen nur noch schwer von realen, wirklichen Influencern zu trennen. Mittlerweile hat man gemerkt, dass wohl branchenübergreifend fast alle erfolgreichen Influencer am Anfang etwas „nachgeholfen“ haben. Wie erkennst du jetzt aber Fake-Influencer? Dazu mehr im nächsten Absatz.

Instagram Pods möchte ich in diesem Artikel eine besondere Aufmerksamkeit widmen. Diese Pods sind Gruppierungen von Influencern. Sie schließen sich in Gruppen zusammen und Supporten sich gegenseitig. Im Grunde nicht schlimm. Sie tauschen Kommentar gegen Kommentar und Like gegen Like aus. Dabei puschen sie gegenseitig ihre Accounts und lassen vor Allem das Follower, Like zu Kommentaren- Verhältnis besser aussehen. Unternehmen sollten aber darauf achten, dass die 100 Kommentare von Usern, die die mit 10% beworbene Handyhülle nicht wirklich schön finden oder direkt bestellen, sondern einfach Kommentare auf solchen Pods sind. Jeder der selbst aktiv auf Instagram ist weiß, wie oft kommentiert man Bilder von Influencern, denen man folgt. Manchmal, wenn es sich um Gewinnspiele oder andere Besonderheiten handelt. In der Regel aber eher nicht.

Personen, mit denen es sich lohnt eine Kooperation einzugehen um Influencer Marketing wirklich effektiv zu nutzen? 

 

Es gibt verschiedene Tools, mit denen du relativ schnell erkennen kannst, wie real ein Profil und die Fans eines Followers sind. Mit Tools wie SocialBlade.com könnt ihr Accounts und ihr Wachstum checken. Auffällig wird es, wenn ein Account kaum Wachstum aufzeigt und auf einmal in wenigen Tagen seine Fanbase um ein Vielfaches steigert. Hier muss immer berücksichtigt werden, ob dies durch besondere Umstände passiert ist. Faktoren für plötzliches Wachstum können sein: Virale Inhalte, TV-Auftritt, Erwähnung durch andere große Influencer und einiges mehr.  Mit TwitterAudit können sie zum Beispiel die Anzahl der echten Follower von TwitterAccounts ermitteln lassen. Weiterhin ist ein guter Tipp. Schauen sie bei Bloggern auf das Verhältnis von Followern und Traffic auf deren Website/Blog. In der Regel haben sie wenig bis keinen Traffic auf ihrem Blog, wenn sie sich einfach eine hohe Anzahl an Followern gekauft haben. Auch auf InfleuncerDB kannst du dir die Wachstumsraten anschauen und Unstimmigkeiten feststellen.

Die Wahrheit über den Return on Investment (ROI)

 

Der ROI soll schlecht sein. Mittlerweile wissen viele Unternehmen, dass der Return On Investment bei Influencer Marketing nicht immer so ausfällt, wie man sich das gerne vorstellt. Das liegt vor Allem daran, dass Influencer mit einer gewissen Reichweite hohe Preise haben. Ein Influencer mit ca. 15.000 Followern kann laut InfluencerDB schon ca. 70€ pro Post verlangen. Dieser Wert richtet sich auch immer nach seinem sogenannten Media Earned Value.

Der Media Earned Value

 

Bei der Betrachtung der Qualität von Influencern geht es nicht immer nur um die reine Anzahl an Fans. Gehen wir nach unseren Erfahrungen in diesem Bericht von einem Influencer aus, der auf Fakelikes und Fakekommentare verzichtet. Dann berechnet der Media Earned Value ziemlich genau den Wert eines Influencers und seiner Reichweite. Es wird dabei nämlich nicht nur die reine Anzahl an Followern berücksichtigt, sondern auch das Verhältnis von Likes zu Fans, das Verhältnis von Kommentaren zu Fans und die Postingfrequenz. So zeigt der Media Earned Value auf, wie stark die Zielgruppe an den Influencer gebunden ist. Bekannte Influencer aus dem deutschen Bereich, wie beispielsweise Magic_Fox haben einen Media Earned Value von 6.585€ pro Post. Der MediaEarnedValue von Influencern wie den beiden durch musica.ly bekannt gewordenen Mädchen lisaandlena mit 12 Millionen Followern liegt aktuell bei über 60.000€ pro Post.

Wie du siehst, können die Preise schnell stark wachsen. Dabei muss man immer berücksichtigen, ob sich Investitionen im Influencer Marketing in diesem Preisspektrum lohnen. Kommen durch Werbung dieser Art zukünftig genügend Verkäufe rein um die Investition gewinnbringend zu nutzen oder nicht? Ist der dadurch generierte Markenaufbau stark genug, um kosteneffizienter als andere Maßnahmen zu funktionieren. Diese Frage solltest du dir bei all deinen Marketingmaßnahmen stellen. Nicht nur im Online-Marketing, sondern generell. Im Endeffekt kann jeder Kanal oder jede Maßnahme von einem Unternehmen durchgeführt werden. Welche Maßnahmen für die spezielle Branche am effektivsten sind, musst du meistens selbst identifizieren oder bei anderen, bereits etablierten Unternehmen erahnen.

Wie nutzt man Inlfuencer Marketing nun für sein Unternehmen?

 

Wichtig ist im Endeffekt, dass man die Influencer gewinnbringend nutzt. Dabei solltest du darauf achten, dass du die richtigen Influencer auswählst. Im folgenden habe ich ein paar Kriterien notiert, die du bei der Auswahl beachten solltest.

 

  • Echtheit der Follower und Stärke der Fanbase
  • Passgenauigkeit zur Zielgruppe
  • Multi-Channel Influence (es bietet sich an, Influencer zu nehmen, die auf mehreren Channel aktiv sind)
  • Bevorzugt Infleuncer mit guten Reichweite auf YouTube

Warum? In erster Linie ist es wesentlich schwerer auf YouTube groß zu schummeln und hier muss in der Regel hochwertiger Videocontent abgeliefert werden, der Vertrauen schafft und wirklich kreative Inhalte voraussetzt. Außerdem ist der Bezug zur Zielgruppe meist stärker, da die Betrachter den Influencer durch die zahlreichen Videos besser einschätzen kann

  • Welche Ziele verfolgst du mit dem Influencer- Marketing? Reichweite, Markenbranding und oder Umsatzsteigerung?

Fazit zum Influencer Marketing

 

Somit können wir abschließend sagen, dass Influencer Marketing eigentlich eine gute Sache ist. Durch den Trust, den der Meinungsführer in seiner Followerschaft aufgebaut hat, verbindet er die Eigenschaften eures Produkte mit seinem eigenen Markennamen und die positive Stimmung der Zielgruppe gegenüber dem Meinungsführer lässt sich auf euer Produkt übertragen. Beachten musst du dabei immer nur die Echtheit des Influencers und seinen Einfluss auf die Zelgruppe. Der bietet es sich an, einen Meinungsführer erstmal eine Zeit lang zu beobachten. Ab einer bestimmten Größe ist organisches Wachstum normal und du kannst die Erfolgsaussichten bei Zusammenarbeit besser beurteilen. An dieser Stelle habe ich noch einen guten Tipp für dich. Wenn du Influencer Marketing langfristig erfolgreich für dein Unternehmen nutzen willst, dann versuch gut wachsende Influencer früh an dein Unternehmen zu binden. Sind die Influencer erst einmal riesig, wirst du dementsprechende Preise bezahlen. Erwischt du Sie beim eigenen Aufbau und trittst früh in Kontakt und baust schnell Verträge auf, kannst du im Idealfall ihre später wesentlich größere Zielgruppe effektiver nutzen. Schau dir dazu weniger bekannte Meinungsführer an, die aber sehr aufstrebende Kennzahlen verzeichnen.

 

Ich hoffe, du konntest heute wieder einiges mitnehmen und für dein Unternehmen anwenden. Bei Fragen zu bestimmten Themen stehen wir dir jederzeit in unserem Chat zu Verfügung oder beraten dich gerne bei möglichen Leistungen. Bis dahin viel Erfolg im Inlfuencer Marketing und bis zum nächsten Artikel.

About The Author

Britta Schwab

Hallo, ich bin Britta, Gründerin von Pixelwerker. Ich liebe das Internet, Onlinemarketing und viel grünen Tee. Mich begeistert Webdesign, SEO und ich liebe unsere Werbeagentur in Kassel!

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