Umlaufvermögen
Was ist das Umlaufvermögen?
Der Begriff Umlaufvermögen (abgekürzt mit UV und im Englischen current assets) bezeichnet den Vermögensteil eines Unternehmens, welcher nicht langfristig im Unternehmen verbleibt. Das Gegenstück hierzu ist das Anlagevermögen, welches eben genau dies tut, dauerhaft im Unternehmen verbleiben. Zusammen ergeben Umlaufvermögen und Anlagevermögen das Gesamtvermögen eines Unternehmens.
Das Umlaufvermögen wird (wie auch das Anlagevermögen) auf der Aktivaseite in der Bilanz ausgewiesen. Das Wort UV gibt Aufschluss darüber, was damit gemeint ist, nämlich Vermögen, welches sich in Bewegung befindet. Dinge die unter diese Form des Vermögens fallen, werden in der Regel entweder verbraucht, verarbeitet oder verkauft und verbleiben demnach nur kurzfristig im Unternehmen.
Vermögenswerte des Umlaufvermögens:
- Wertpapiere
- Vorräte
- Liquide Mittel
- Forderungen
- Sonstige Vermögensgegenstände
Beispiel für Umlaufvermögen
Der Gründer des Startups ‚SaftUp’ hat sich informiert und weiß nun welche Vermögenswerte seines Unternehmens zum Umlaufvermögen gehören und welche zum Anlagevermögen. Somit weiß er z. B., dass die Früchte, welche er jeden morgen frisch auf dem Markt kauft, teil des Umlaufvermögens sind, genauso wie das Geld auf seinem Geschäftskonto. Hingegen ist z. B. seine Saftmaschine, die das frische Obst in köstlichen Saft verwandelt, teil des Anlagevermögens, genauso wie sein Patent auf seine Saftrezeptur.
Unternehmenswert
Was bedeutet Unternehmenswert ?
Der Unternehmenswert gibt den gesamten Wert eines Unternehmens an. Er wird durch eine Unternehmensbewertung erfasst.
Der Wert eines Unternehmens wird dabei in Geldeinheiten angegeben. Es gibt zwei Perspektiven bei der Betrachtung eines Unternehmenswertes. Spricht man von der Nutzentheorie, ergibt sich der Wert eines Unternehmens aus dem subjektiven Nutzen für eine Person oder eine Personengruppe. Neben der Nutzertheorie gibt es noch die Perspektive aus investitionstheoretischer Sicht. Hier wird wie erwähnt der Wert eines Unternehmens in Geld gesehen. Man unterscheidet den Preis eines Unternehmens vom Unternehmenswert. Nur unter klar definierten Faktoren sind Preis und Unternehmenswert identisch. Der Unternehmenswert ergibt ich aus der Unternehmensbewertung.
Der „Marktwert“ eines Unternehmens
Sowohl Unternehmen als auch deren Anteile können gehandelt werden. Somit haben sie auch einen bestimmten Wert am Markt. Sehr gut ist dies bei börsenorientierten Unternehmen zu erkennen. Bei diesen Unternehmen ergibt sich der Marktwert vor Allem aus der Marktkapitalisierung der Eigenkapitalinstrumente. Der angenommene Wert des Unternehmens ergibt sich somit auch aus jeder Aktientransaktion und dem gezahlten Preis der Käufer.
Der Marktwert von nicht-börsenorientierten Unternehmen ist im Gegensatz zu börsenorientierten Unternehmen schwerer einzuschätzen. Ein Grund dafür ist die nicht so liquide Unternehmenstransaktion am Markt, da kein Aktienhandel mit dem Unternehmen betrieben wird. Ein weiterer Grund ist, dass Unternehmen heterogenene Güter sind, so dass sich eine Preisfindung als mühsam erweist. Mark-to-Market-Bewertungsverfahren nennt man die Verfahren, die versuchen den Wert eines Unternehmens anhand von realen Marktdaten zu ermitteln.
URL Verzeichnis
URL Verzeichnis Definition
Durch ein URL Verzeichnis kann man die hierarchische Verzeichnisstruktur eines Webservers erkennen. Die einzelnen Verzeichnisse dienen als Art Ordner, in denen die jeweiligen Dateien der Website liegen, wie z.B. HTML-Dokumente, Bilder, Videos oder PDF-Dateien.
URL steht übrigens für Uniform Resource Locator.
Aufbau des URL Verzeichnis
Aus welchen Komponenten eine URL besteht, sieht man im folgenden Beispiel:
https://www.beispiel-domain.de/lexikon/url-verzeichnis/
Wenn die URL so aufgebaut ist, bezeichnet man sie als maschinenlesbare URL. Sie ist darüber hinaus auch für menschliche User lesbar, da man anhand der Verzeichnis-Namen schon auf den Inhalt bzw. die Seitenstruktur schließen kann.
Https
Https steht für Hypertext Transfer Protocol Secure und zeigt das verwendete Protokoll an. Das „s“ am Ende deutet auf eine verschlüsselte Verbindung hin. Andere Verbindungen sind http und FTP.
www.
www. Steht für die subdomain, unter der beispiel-domain.de erreichbar ist. www. Ist mehr oder weniger Standard geworden, weil sich Internet-User daran gewöhnt haben. Allerdings kann man eine Website auch komplett ohne die Subdomain betreiben.
beispiel-domain.de
Das ist die Domain, unter der man die Website erreichen kann.
.de
In diesem Fall ist die Top Level Domain (TLD) .de und bezeichnet die Endung einer Webadresse. In diesem Fall ist es mit .de Länderspezifisch, es gibt aber noch jede menge weitere TLD, wie zum Beispiel .com und .info
/lexikon/
Hierbei handelt es sich um ein URL Verzeichnis, unter dem man Inhalte ablegen kann. In diesem Beispiel befinden sich weitere Elemente sowohl in, als auch unterhalb des Verzeichnisses „Lexikon“. Durch den Training Slash wird gekennzeichnet, dass es sich hierbei um ein Verzeichnis handelt.
/url-verzeichnis/
Zeigt ein Element unter dem Verzeichnis /lexikon/ an, in diesem Falle nämlich einen speziellen Blog-Beitrag. Es kann noch weitere Unterelemente haben, wie zum Beispiel gesetzte Anker. Das würde dann so aussehen https://www.beispiel-domain.de/lexikon/url-verzeichnis/#aufbau. Durch Anker hat man die Möglichkeit, direkt zu bestimmten Überschriften zu springen, ohne dahin scrollen zu müssen.
Kryptische URL’s vs. Sprechende URL’s
Das Gegenteil von maschinenlesbaren, oder auch „sprechenden“ URL’s stellt die kryptische URL dar. Google sagt, dass kryptische URL’s, wie zum Beispiel
http://www.example.com/index.php?id_sezione=360&sid=3a5ebc9563f41daa6f849f730f1
User weniger ansprechen, als sprechende URL’s. Aus diesem Grund sollten Webmaster auf Session-IDs oder sonstige Parameter in der URL verzichten. Das ist sowohl aus Nutzer-Sicht, als auch aus Crawler-Sicht besser.
Die Bedeutung des URL Verzeichnis für SEO
Der Namen und der Aufbau eines URL Verzeichnisses spielt auch für die suchmaschinenoptimierung (SEO) eine wichtige Rolle und ist ein Ranking-Faktor. Am besten legt man im Vorhinein fest, wie die URL Struktur aufgebaut werden soll. Diese Vorüberlegung kann einem viel Zeit und Kosten einsparen.
Indem man die Keywords auch in das URL Verzeichnis einbaut, kann man die URL-Struktur zum gewünschten Suchbegriff relevanter machen und stärken.
Außerdem wirken sich Keywords und er URL positiv auf das organische Ranking aus und beeinflusst somit direkt die Position auf den Suchmaschinen-Ergebnisseiten (SERP’s).
Die Tiefe des URL Verzeichnis
Je maschinenlesbarer und je flacher die Hierarchie von einem URL Verzeichnis ist, desto besser ist es für die OnPage-Optimierung.
Das liegt daran, dass verschachtelte Websites mit einer tiefen Struktur und verschachtelten URL Verzeichnissen von Suchmaschinen als irrelevanter betrachtet werden. Schließlich durchsuchen die Crawler die Websites nicht bis zum letzten Blog-Beitrag, sondern nur bis zu einer bestimmten Verzeichnistiefe. Wie tief der Crawlen die Seiten crawlt, hängt mit dem PageRank der Website zusammen. Je höher dieser ist, desto gründlicher werden die Inhalte der Website untersucht.
Deshalb ist es empfehlenswert aus der Sicht von SEO Experten, das URL Verzeichnis so flach wie möglich zu halten, am besten nicht mehr als drei Verzeichnisse pro URL.
Mit 301 Redirects können moderne Webserver komplette URL Verzeichnisse emulieren, also auf eine andere URL übertragen, ohne dass man ein physisches Verzeichnis auf dem Server hinterlegen muss.
Einfluss auf die Click-Through-Rate (CTR)
Wenn man als Webmaster sprechende URL’s benutzt, können die User bereits vor dem Klick erkenne, welche Art von Inhalten sich hinter dem Link befinden. In der Praxis führt das zu höheren Klickraten, als bei kryptischen URL’s.
Quellen:
https://www.advidera.com/glossar/url-verzeichnis/
https://de.ryte.com/wiki/URL_Verzeichnis
URL-Redirect
Wie funktioniert der Redirect einer URL?
Der Redirect einer URL ist eine Technik, die es ermöglicht, dass beim Aufruf einer URL automatisch auf eine andere URL weitergeleitet wird. Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von HTTP-Statuscodes. Wenn ein Server einen bestimmten Statuscode in seiner Antwort an den Browser sendet, wird der Browser den Benutzer automatisch auf die in der Antwort angegebene URL weiterleiten. Ein Beispiel für einen solchen Statuscode ist "301 Moved Permanently", der verwendet wird, um anzugeben, dass eine bestimmte Ressource dauerhaft an eine neue URL verschoben wurde.
Eine andere Möglichkeit, um den Redirect einer URL durchzuführen, besteht in der Verwendung von JavaScript. Durch den Aufruf einer bestimmten Funktion, wie zum Beispiel "window.location.replace", kann man den Browser dazu bringen, die aktuelle Seite durch eine neue Seite mit einer angegebenen URL zu ersetzen. Beim Aufruf der alten Seite erfolgt dann automatisch die Weiterleitung an die neue.
Vorteile beim URL-Redirect
Unter SEO-Gesichtspunkten gibt es einige Nutzen von Redirects, da sie dazu beitragen können, die Nutzererfahrung und die Suchmaschinenleistung einer Website zu verbessern. Einige der wichtigsten Vorteile von Redirects sind:
- Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit: Redirects helfen dabei, Benutzer von alten URLs zu neuen URLs weiterzuleiten, wenn sich die Struktur einer Website geändert hat. Auf diese Weise wird verhindert, dass Benutzer auf tote Links oder nicht mehr vorhandene Seiten stoßen.
- Verbesserung der Suchmaschinenleistung: Redirects helfen dabei, Suchmaschinen darüber zu informieren, dass sich die URLs einer Ressource geändert haben. Dies ist wichtig, da Suchmaschinen sonst möglicherweise versuchen würden, die alte URL zu crawlen und zu indexieren, was zu Duplikat-Content führen könnte.
- Weniger Verlust an Link-Popularität: Wenn eine Seite viele externe Links von anderen Websites hat und diese Seite dann verschoben wird, könnte sie einen Teil ihrer Link-Popularität verlieren, wenn es keine Redirects von den alten URLs zu den neuen URLs gibt. Redirects helfen dabei, diese verloren gegangene Link-Popularität zu erhalten.
- Erhöhung der Sicherheit: Redirects können verwendet werden, um Benutzer von einer nicht sicheren HTTP-Verbindung auf eine sichere HTTPS-Verbindung umzuleiten. Auf diese Weise können die Daten, die der Benutzer an die Website sendet, besser geschützt werden.
Insgesamt können Redirects dazu beitragen, die Nutzererfahrung und die Suchmaschinenleistung einer Website zu verbessern, indem sie sicherstellen, dass Benutzer auf gültige URLs verweisen und Suchmaschinen die neuen URLs einer Ressource korrekt crawlen und indexieren können.
Redirects werden häufig verwendet, um von alten URLs zu neuen URLs weiterzuleiten, nachdem sich die Struktur einer Website geändert hat. Sie können auch verwendet werden, um auf unterschiedliche URLs basierend auf ihrem Standort oder ihrem Gerätetyp weiterzuleiten. Auch Sicherheitsaspekte spielen eine Rolle. So kann von einer nicht sicheren HTTP-Verbindung auf eine sichere HTTPS-Verbindung umgeleitet werden, um die Sicherheit ihrer Verbindung zu gewährleisten. Es gibt viele andere Gründe, warum Redirects verwendet werden können, je nach den Anforderungen und Zielen einer bestimmten Website.
Usability
Definition
Der Begriff Usability setzt sich aus den beiden englischen Begriffen „use“ (nutzen) und „ability“ (Fähigkeit) zusammen. Wortwörtlich heißt Usability also Nutzungsfähigkeit. Der englische Ausdruck hat sich jedoch durchgesetzt.
Usability meint die Benutzerfreundlichkeit einer Software oder Web-Anwendung. Wenn man von einer hohen Usability spricht, meint mal also, dass das Produkt gut benutzbar (usable) ist und der Nutzer seine Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend erreichen kann.
Effektiv bedeutet = Das Ziel wird vollständig erreicht.
Effizient bedeutet = Die Zielerreichung erfolgt schnell und mit wenig Aufwand.
Zufriedenstellend bedeutet = Die Zielerreichung macht dem Nutzer Spaß.
Usability vs. User Experience
User Experience beschreibt die komplette Erfahrung, die ein Nutzer mit einer Website hat. Dies schließt auch die Erwartungen und die Verarbeitung der Nutzung mit ein.
Usability hingehen beschreibt nur die tatsächliche Nutzung an sich und berücksichtigt nicht die Phasen, die vor und nach der Nutzung liegen.
Usability ist also ein zentraler Teil von der User Experience.
Inhalte, Ladezeit, Navigation und der erste Eindruck spielen auch Rolle bei der Usability. Verfügt die Website über eine hohe Usability fällt dies in der Regel nicht auf - der Nutzer findet sich direkt zurecht und fühlt sich wohl. Erst bei einer schlechten Usability fällt dem Nutzer auf, dass die mangelhaft konzipiert ist.
Vorteile
Zeit- und Kostenersparnis: Werden Nutzeranforderungen vor der Umsetzung berücksichtigt, wird der Umsetzungsaufwand möglichst klein gehalten. Auf diese Weise werden keine Features entwickelt, die man später sowieso nicht braucht.
Kundenbindung: Die positive Wahrnehmung der Website führt zur positiven Wahrnehmung der Marke. Und zufriedene Kunden bleiben Kunden.
Reduzierung der Supportkosten: Ist eine Website gut benutzbar und leicht zu verstehen, braucht der Nutzer weniger Support bei der Nutzung, da keine Fragen aufkommen, die zu beantworten sind.
Je höher die Usability einer Website ist, desto höher sind die Chancen auf Conversion.
Bedeutung im Online Marketing
Durch eine hohe Usability sind die Website-Ziele besser zu erreichen.
Wenn der Nutzer sich auf der Seite nicht zurecht findet, verlässt er diese und die Chancen auf Conversions sinken.
Bezüglich der mobilen Endgeräte ist die Usability ebenfalls sehr wichtig, da die Website für mobile Geräte optimiert werden muss, sodass der Nutzer sich dort genau so gut zurechtfindet.
Kriterien für Usability auf Websites
Leichte Erlernbarkeit: Kann die Website beim ersten Mal intuitiv bedient werden?
Effizienz: Wie schnell kann der Nutzer eine Aufgabe erledigen, wenn er die Website schon kennt?
Einprägsamkeit: Wie gut kann sich ein Nutzer bei wiederholtem Besuch der Website zurechtfinden?
Fehler: Wie viele Fehler macht der Nutzer? Sind es schwerwiegende Fehler? Was macht der Benutzer daraufhin? Sind die Fehler zu beseitigen und wenn ja, wie?
Zufriedenheit: Wie angenehm ist Website zu bedienen? Möchte der Nutzer wiederkommen?
Barrierefreiheit: Mithilfe von Hilfsgeräten und Programmen können auch Menschen mit Behinderungen die Website nutzen.
Eine schlechte Website hat zum Beispiel eine inkonsistente Steuerung oder nicht beschriftete Icons, sodass die Website nicht selbsterklärend ist.
Usability Testing
Mit speziellen Usabilitytests kann man herausfinden, wie die Nutzer die Seite benutzen und welche Fehler sie begehen.
Detaillierte Tests sind durch Beobachtung, Live-Testing, Eye Tracking, etc. möglich. Weitere Methoden sind beispielsweise Scrollmaps, die aufzeigen, welche Teile einer Website für den Nutzer interessant sind, oder Heatmaps, die das Leseverhalten visualisieren. Auf diese Weise kann man Erkenntnisse über das Nutzerverhalten gewinnen und daraus Verbesserungen ableiten.
SEO
Usability hat nur einen indirekten Einfluss auf die SEO. Ist die Website schlecht benutzbar, verlässt der Nutzer sie, sodass sich die Bounce Rate erhöht.
Google empfiehlt Verbesserungen der Usability. Ein besseres Nutzungserlebnis führt zu mehr Traffic, mehr Interaktion, mehr Conversions, mehr Shares; was zum Beispiel Qualitätsmerkmale für Suchmaschinen sind. Und wenn die Seite eine hohe Qualität ausweist, platzieren Suchmaschinen sie besser im Ranking.
Quellen
https://de.ryte.com/wiki/Usability
https://www.loewenstark.com/wissen/usability-optimierung
https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/usability
User Centered Design
Definition
User Centered Design (auf deutsch: benutzerzentrierte Gestaltung) ist ein Konzept, das den Nutzer, wie der Name schon sagt, in das Zentrum rückt. Die Entwicklung einer Website oder einer anderen Anwendung wird an den Wünschen, Bedürfnissen und Intentionen des Nutzers ausgerichtet. Das User Centered Design hat eine hohe Usability zum Ziel.
Allgemeines
User Centered Design ist mittlerweile das wichtigste Leitkonzept in der Entwicklung von Webseiten. Wenn der User und seine Bedürfnisse nicht in den Mittelpunkt gestellt werden, führt dies zu einer schlechten oder nicht ausreichenden Usability. Schließlich soll der Nutzer auf der Website gewisse Aktionen durchführen.
Neben der Usability ist auch die User Experience und die Barrierefreiheit ein Askept des User Centered Designs.
Prozess
Es gibt vier grundlegende Phasen des Prozesses.
- Analyse: Zuerst wird analysiert, in welchem Kontext die Anwendung genutzt wird. Wer ist der Nutzer, wo nutzt er die Anwendung und was möchte er mit der Nutzung erreichen?
- Design: Danach werden die Anforderungen an die Software bestimmt.
- Implementierung: Die ersten Prototypen und Versionen werden getestet und immer weiter entwickelt, bis sie die zuvor formulierten Anforderungen erfüllen.
- Entwicklung: Die Lösungen werden langfristig getestet und optimiert.
Bedeutung für SEO
Auch für die Suchmaschinenoptimierung ist das User Centered Design von Bedeutung. Denn für SEO ist alles gut, was der Usability hilft. Google bewertet Websites mit einer hohen Usability besser als andere.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die Optimierung für mobile Endgeräte: Die Mobilgerätefreundlichkeit ist ein Rankingfaktor bei Google. Außerdem zeigt es, dass sich das User Centered Design an Nutzungstrends orientiert. Denn ein Großteil der Menschen besucht Websites mittlerweile nur noch über das Smartphone.
Quellen
https://de.ryte.com/wiki/User_Centered_Design
https://www.seobility.net/de/wiki/User_Centered_Design
User Engagement
Definiton: Was ist User Engagement?
Das User Engagement bezeichnet alle Interaktionen, die der User auf der Plattform vornimmt. Es wird auch Customer Engagement oder nur Engagement genannt. Ziel ist es, die Relevanz der Website für den Kunden zu erhöhen. Die Zahl setzt sich zusammen aus der Summe aller Beschäftigungen des Users und beginnt somit bei der Öffnung der Website. Der User soll seinen Costumer Journey bei Amazon beginnen und auch beenden, weshalb die User Experience bestmöglich gestalten will.
Techniken zur Erhöhung des User Engagement
Das Ziel des Marketings ist die Erhöhung des Engagements, um das Kundenvertrauen in Amazon aufzubauen oder zu stärken.
Dazu werden folgende Methoden genutzt:
- psychologische Verhaltensmuster: Amazon versucht die Interaktionsrate zu erhöhen und die Reichweite zu steigern. Auch der Endownment-Effekt ist eine beliebte Methode um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
- Lösungsvorschläge: Bei SEO ist das Anbieten von Lösungsvorschlägen ein zentraler Aspekt wenn es um das Engagement geht. Der Kunde erinnert sich an vorherige Lösungen und baut der Website gegenüber Vertrauen auf.
- Auch positive Bewertungen regen den Kunden zum Kauf, also zur Handlung, an.
- Prime und Amazon Choice: Ist eines der ersten Produkte, die in den Suchergebnissen angezeigt werden , ein Amazon Choice oder Prime-Produkt kaufen die Kunden das Produkt schneller. Das erhöht des User Engagement da mit wenigen Klicks ein Kauf vollzogen wurde.
- One Klick: Erhöhung des Komforts für den Nutzer. Er schaut sich weniger um und arbeitet zeiteffizient, da er innerhalb von wenigen Sekunden ein Produkt erwirbt.
User Engagement Taktiken
Um die oben genannten Techniken anzuwenden, muss Amazon vorher die Kundenbezogenen Daten auswerten. Dann erfolgt eine Personalisierung der Suchergebnisse und der Ad-Anzeigen. Zudem ist die proaktive Konsistenz ein zentraler Bestandteil, wie z.B. der Kundenservice. Die Erhöhungsstrategien sind also individuell, hoch strukturiert und darauf auslegt, den Costumer Journey des Kunden bei Amazon enden zu lassen.
User Generated Content
User Generated Content Definition
User Generated Content (UGC) beschreibt Inhalte, die nicht von dem Webmaster oder Unternehmen selbst erstellt werden, sondern von Usern selbst. Übersetzt bedeutet User Generated Content so viel wie „nutzergenerierte Inhalte“ und kann verschiedene Formate annehmen, wie zum Beispiel Bilder, Bewertungen, Blog-Artikel, Kommentare oder Videoclips.
Die Entstehung von User Generated Content
User Generated Content ist mittlerweile sehr von Bedeutung, denn das Zeitalter der einseitigen Kommunikation ist vorbei. Zwar gibt es schon seit einigen Jahren das Phänomen, dass Internet-User selbst Inhalte produzieren, wie zum Beispiel Leserbriefe. Doch durch das Aufkommen von Social Media Kanälen ist der partnerschaftliche Austausch mit den Usern Gang und Gebe geworden.
Durch die diversen Social Media Plattformen haben User eine ganz neue Möglichkeit eröffnet bekommen, sich mitzuteilen, zu partizipieren und selbst Content zu erstellen. Ob sie nun Videoclips drehen, Blog-Artikel oder Kommentare schreiben, Infografiken teilen oder Rezensionen und Bewertungen verfassen – all das zählt zu nutzergenerierten Inhalten.
Die Bedeutung von User Generated Content für Unternehmen
Für Unternehmen kann der von Usern erstellte Content sehr nützlich sein und sie können ihn als strategisches Instrument für ihren Markenaufbau und ihr Image nutzen. Entweder die User sind von sich aus aktiv oder Unternehmen rufen ganz gezielt dazu auf, Inhalte zu generieren.
Manche Unternehmen versuchen auch mittels Crowdsourcing User dazu zu bringen, ihre Ideen zu teilen und diese als Inspiration für neue Produkte oder Dienstleistungen zu nehmen.
Daraus entsteht eine Win-Win-Situation: Die User setzen sich intensiver mit der Marke auseinander und können sich eher mit dem Unternehmen identifizieren.
Mit einer UGC-Kampagne kann man als Unternehmen die Kunden noch stärker an die Marke binden. Außerdem werden die Kunden sich darüber mit ihren Freunden, Verwandten oder anderen Usern austauschen, was man Word of Mouth nennt. Diese Art von Content erzeugt ein authentischeres und persönlicheres Bild der Marke.
Der Mensch als soziales Wesen legt viel Wert auf die Meinung anderer Personen. Deshalb trauen auch 80% aller Kunden der Meinung oder der Empfehlung von Bekannten oder Verwandten eher, als von Unternehmen erstellten Content, wie Produktbeschreibungen, Ratgeber oder Tests.
Das Unternehmen hingegen bekommt neue Inspirationen und muss sich nicht selbst Gedanken zu neuen Produkten oder Dienstleistungen machen. Abgesehen davon ist Marktforschung oder Umfragen zu den Nutzerpräferenzen nicht mehr nötig.
Die Bedeutung von User Generated Content für SEO
Ein weiterer Vorteil des nutzergenerierten Inhalts ist dessen Auswirkung auf die Suchmaschinenoptimierung. Für Google und andere Suchmaschinen sind User-Signale, wie Bewertungen oder Kommentaren relevant und sie haben Einfluss auf das Ranking. Websites mit viel User Generated Content können deshalb auf ein besseres Ranking hoffen.
Vorteile im Überblick
- Mehr Interaktion auf Social Media
- Bessere Bewertungen in Online Portalen und Onlineshops
- Besseres Image
- Mehr Identifikation mit der Marke
- Preiswerte Content-Erstellung
- Höhere Conversion Rate
- Mehr Vertrauen & Authentizität
- Kundenbindung
- Mehr Reichweite
- Marktforschung unnötig
- Besseres Ranking
Nachteile im Überblick
- User haben Kontrolle über Content -> Shit-Storm
Die Antriebsgründe für User Generated Content
Die Beweggründe für User sich mitzuteilen, sind vielfältig. Dabei lassen sie sich grob in intrinsische und extrinsische Faktoren einteilen. Intrinsisch bedeutet, dass das Interesse und die Motivation vom Mensch selbst ausgeht, während extrinsische Motivation von außen kommt, meist in Form von Belohnungen.
Intrinsische Beweggründe
- Der User hat das Bedürfnis sich mitzuteilen
- Altruismus, also selbstlose Ziele können User zur Content-Erstellung anregen
- Eigennutzen – Der User möchte ein eigenes Problem lösen
- Drang zur Selbstdarstellung
- Gruppenbindung – Menschen fühlen sich zu anderen Menschen mit ähnlichen Interessen hingezogen
Extrinsische Beweggründe
- Monetäre Vermarktung
- User erhält Gegenleistung (z.B. Rabatt)
- Selbstvermarktung – er gewinnt durch den USG selbst mehr Reichweite
- Gruppenzwang – User möchten dazu gehören und erstellen deshalb Inhalte um Teil einer Gruppe zu sein
Rechtliche Implikationen
Es kann bei nutzergenerierten Inhalten passieren, dass es durch die Anonymität zu Rechtsverletzungen hinsichtlich des Urheberrechts und des Persönlichkeitsrechts kommen kann. So können User einfach Bilder und Videos hochladen, ohne dafür die Nutzungsrechte zu haben. Aus diesem Grund sollten Plattform-Betreiber in ihren AGBs genau definieren, was erlaubt ist und was nicht. Außerdem sollte immer zu erkennen sein, was sich um UGC handelt.
Fazit
Durch UGC erschließen sich Unternehmen viele Vorteile und sie und ihr Image profitieren von der Content-Erstellung von Nutzern. Auch für die Suchmaschinenoptimierung ist die Meinung von Usern von großer Bedeutung. Der einzige Nachteil ist, dass Unternehmen durch UGC weitgehend die Kontrolle über den Inhalt abgeben, sodass schnell ein Shitstorm entstehen kann.
Aus rechtlicher Sicht sollten Plattform-Betreiber in ihren AGB’s definieren, was erlaubt ist, und was nicht.
Quellen:
https://blog.hubspot.de/marketing/user-generated-content-so-geht-es
https://www.textbroker.de/user-generated-content