Schwarzmarkt
Schwarzmarkt
Unter einem Schwarzmarkt versteht man einen Teil der Schattenwirtschaft der meist illegal ist. Schwarzmärkte entstehen in der Regel dort wo der Staat stark reguliert (z.B. durch festgelegte Preise, hohe Sondersteuern, hohe Standards) oder die Produktion, bzw. den Vertrieb, von Produkten oder Dienstleistungen ganz verbietet.
So sind bei Höchstpreisen viele Leute auf Grund der geringen Verfügbarkeit auch bereit auf dem Schwarzmarkt höhere Preise zu zahlen. Der Schwarzmarkt ist zu unterscheiden vom sogenannten „Grauen Markt“ in dem zwar auch rechtlich nicht gewünschter Handel stattfindet, der aber grundsätzlich nicht illegal ist und sich zumeist in einer „Grauzone“ bewegt (z.B. Handel mit Eintrittskarten).
Beispiele für Schwarzmärkte
Bereits in der Gründungsphase der Bundesrepublik Deutschland existierte, auf Grund von Rationierungen, ein Schwarzmarkt in dem vor allem Lebensmittel und andere Alltagsgüter gehandelt worden sind. Mittlerweile bilden jedoch eher Waffen, Tabak, Alkohol, Drogen, und Kulturgüter (illegal erworbene Kunstschätze z.B.) klassische Schwarzmarktgüter. Schwarzmärkte variieren jedoch je nach Gesetzeslage und Politik des jeweiligen Landes. So gibt es in manchen Ländern auch Schwarzmärkte für u.a. Währungsumtausch, Benzin, Radarwarngeräte oder Elfenbein.
Seed Capital
Was bedeutet Seed Capital?
Unter Seed Capital versteht man die Einbringung von Kapital in einer Phase der Entwicklung. Das Unternehmen oder Startup hat zu diesem Zeitpunkt noch kein fertiges Produkt oder eine ausgereifte Dienstleistung. Das Kapital dient dazu, eben dies zu ermöglichen. Mit dem Kapital wird zum Beispiel die Herstellung eines Prototypen ermöglicht oder der Aufbau der benötigten Infrastruktur für die Bereitstellung einer Dienstleistung. Auch Kapital für die Entwicklung einer App wäre ein Beispiel. Das Kapital kommt meist von spezialisierten Beteiligungsgesellschaften.
Auch Privatpersonen, sogenannte Business Angels können Seed Capital einbringen. Neben dieses beiden Parteien gibt es auch staatliche oder private Existenzgründerprogramme, durch die solches Kapital eingeholt werden kann. Staatliche Existenzgründerprogramme beschränken sich meist auf Ideen oder Entwicklungen mit hohen Innovationspotential, die daraufhin die ganze Gesellschaft beeinflussen. Zum Beispiel einer Innovation im Bereich der Energiewende oder Automobilindustrie zur Reduktion von Co2-Emissionen.
Bei der Investition von Seed Capital besteht für den Geldgeber ein hohes Risiko. Man kann keine Garantie für den späteren Erfolg des Unternehmens geben. Das ist zwar auch bei schon bestehen Unternehmen der Fall, denn es gibt immer ein gewissen Risiko. Jedoch können schon entwickelte Ideen oder bereits am Markt verfügbare Produkte erste Kennzahlen und Entwicklung vorweisen. Es ist einfach durch Zahlen, Daten und Fakten einfacher abzuschätzen, welche Potentiale und Umsätze erreicht werden können, da sich die Unternehmen in einem höheren Stadium der Entwicklung befinden.
Beispiele Seed-Capital
Ein Entwickler-Team hat erste Ideen, Konstruktionen und Ausarbeitungen für einen neuen Roboter-Staubsauger entworfen. Bringt nun ein externe Geldgeber Kapital zur Entwicklung eines ersten Prototypen ein, stellt er somit Seed-Capital zur Verfügung. Der Prototyp wird keine Rendite für den Kapitalgeber bringen, aber er investiert in die Zukunft und hofft auf eine gute Entwicklung in der Zukunft. Der Vorteil abgesehen vom großen Risiko des Investors liegt darin, dass er sehr früh eine Beteiligung am Unternehmen erwirbt. Der Betrag richtet sich meistens nur nach dem wirklich benötigtem Kapital zu Entwicklung und zur Vermarktung. Beim Exit hingegen, werden auch schon mögliche Erträge und Potential mit eingerechnet, was eine Investition wesentlich teurer macht.
Semantische Suche
Semantische Suche Definition
Semantische Suche (engl. Semantic Search) bedeutet, dass Google’s Algorithmen versuchen, die Bedeutung und die Zielsetzung von Suchanfragen eines Users zu entschlüsseln. Durch interne Verlinkungen erlernen sie, die Website zu verstehen und zwischen hochwertigem und minderwertigem Content zu unterscheiden.
Dann strukturieren sie die Informationen in redaktionsfähige Datenbanken und beziehen die Suchanfrage und die dahintersteckende Intention mit in das Ranking ein. Das ist vor allem durch den Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens möglich.
Die semantische Suche gehört zur Kategorie der Suchmaschinenoptimierung.
Semantische Suche vs. Keyword-basierte Suche
Um die Bedeutung der semantischen Suche zu verstehen, muss man wissen, wie es vor deren Einführung war. Bevor Google die semantische Suche im Jahr 2013 einführte, galt die Devise „Die Qualität der Texte ist unwichtig, Hauptsache sie enthalten die richtigen Keywords“.
Die Bedeutung der Semantischen Suche für SEO
Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedeutet die Semantische Suche vor allem: Je besser die Qualität des Contents und je besser und einfacherer Google die Struktur einer Website versteht, desto eher wird sich das positiv auf das Ranking ausüben. Das pure Optimieren auf Keywords gibt es nicht mehr. Das heißt nicht, dass SEO tot ist, sondern noch viel intensiver wird, weil es eben um mehr als nur Keywords geht.
Nicht nur die Nutzeranfrage ist wichtig, Google bezieht auch andere Websites mit ein und sieht sie als „Wesen mit Bedeutung“ an.
Deshalb geht es nun beim Ranking um folgende Aspekte:
- Identität
- Intention
- Sinngehalt
- Kontext
- Assoziation
- Und Beziehungen
Wenn man also eine Intention ausdrückt, Sinngehalt schafft, Kontext herstellt, Assoziationen bildet und Beziehungen pflegt, benötigt man eine Identität als Basis. In Googles Augen sind Websites mit all dem, was hinter ihnen steckt, also Personen, Unternehmend, Institutionen, Projekte und Organisationen als Entität an. In diesem Fall bedeutet das in etwa so viel wie „ein Wesen mit Agenda“.
Um also bei Google als Experte dazustehen und gut zu ranken, geht es nicht mehr darum einen keyword-basierten Algorithmus glücklich zu stellen, sondern eine. Immer intelligenter werdenden Algorithmus und die User zufrieden zu stellen. Content ist dafür das Mittel zum Zweck.
Die Bedeutung der Semantischen Suche für Content Marketing
Die Devise lautet deshalb für Content Marketer und Content Marketing Agenturen: Einzigartigen Content ( Unique Content) zu erstellen, der die Fragen der User wirklich beantworten. Immer mehr User tippen nicht nur ein Keyword in die Suchmaske ein, sondern ganze Fragen oder Keyword-Phrasen.
Es geht nun also darum, Content zu erstellen, der Usern einen wirklichen Mehrwert bietet und am besten noch ein „Ahaaa-Erlebnis“ hervorruft. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist, noch mehr als die Konkurrenz abzuliefern. Gibt es vielleicht einen Teilbereich oder ein gesamtes Thema, zu dem es noch nicht viele Artikel gibt?
Wenn google den Content dazu dann auch noch als hochwertig ansieht, steht einem guten Ranking nichts mehr im Wege. Allgemein wird dazu geraten, dass die Textlänge um die 1000 Wörter betragen soll, obwohl laut Google selbst dieser Aspekt nur untergeordnet ist. So lange der Text die nötigen Informationen liefert, können auch prägnant geschriebener Content gut ranken.
Content-Erstellung für die semantische Suche
Wenn man wirklich gut mit seinen Inhalten auf eine Suchanfrage ranken möchte, sollte man diese Schritte befolgen:
- Useranfragen mit zielgerichteten Inhalten beantworten
- Bedürfnisse der Zielgruppe analysieren
- Daten strukturieren
- Konstante Pflege der internen Verlinkungen
Vorteile der semantischen Suche
- Erleichtert die Suche nach bestimmten Informationen
- Verkürzt die Zeit der Recherche
- Liefert im Idealfall direkt die Lösung, ohne dass der User weiter suchen muss
Wenn Sie noch mehr über die semantische Suche erfahren möchten, lesen Sie einfach in unserem Blog-Artikel Semantische Suchmaschinenoptimierung – wie Google jetzt Suchanfragen interpretiert weiter.
Quellen:
https://blog.hubspot.de/marketing/semantische-suche
https://www.sem-deutschland.de/blog/semantische-suchmaschinen-werte/
https://de.ryte.com/wiki/Semantic_Search
SEO Tools
Definition SEO Tools
Als SEO Tools werden alle digitalen Werkzeuge beschrieben, die bei der Optimierung von Websites im Hinblick auf Suchmaschinen dienen. Die meisten Tools sind für die Analyse bereits bestehender Websites ausgerichtet und orientieren sich an Kennzahlen wie beispielsweise:
- Domain Authority/Domain Rating
- Sichtbarkeit
- Link Power
- Trust
- Traffic
- etc.
Für wen sind SEO Tools wichtig?
SEO Tools sind für alle Website-Betreiber, die ihre Website im Hinblick auf Suchmaschinen optimieren wollen, von hoher Bedeutung. Denn ohne die richtigen Tools sind keine Analysen und damit auch keine Optimierungen möglich. Weiterhin lassen SEO Tools Websites vergleichbar machen, was für die Einschätzung der Stärke einer Website eine große Rolle spielt.
Gibt es kostenlose SEO Tools?
Ja, es gibt eine Vielzahl an kostenlosen SEO Tools, die überwiegend von Google selbst zur Verfügung gestellt werden. Die wichtigsten sind:
- Google Search Console
- Google Analytics
Mit diesen beiden SEO Tools sind einige Analysen, insbesondere im Hinblick auf Traffic möglich. Für tiefgreifende Analysen, zum Beispiel für die Betrachtung der Linkstruktur sind diese Tools aber keine Hilfe. Weitere kostenlose SEO Tools von Google sind:
- Link Research Tool
- PageSpeed Insights
- Google Lighthouse
Mit dem Link Research Tool lässt sich die Power und der Trust einer Website bestimmen. PageSpeed Insights, gibt, wie der Name schon sagt, Aufschluss über die Geschwindigkeit einer Website. Google Lighthouse ermöglicht vor allem die Beurteilung der Ladegeschwindigkeit beim Öffnen einer Website.
Beispiele für weitere SEO Tools
In der SEO-Branche sind neben den hauseigenen Google SEO Tools noch folgende Anbieter besonders beliebt:
- Sistrix
- Ahrefs
- Screaming Frog SEO Spider
- etc.
Die Auswahl an Anbietern ist sehr zahlreich und je nach Ausrichtung eines Website-Anbieters eignen sich verschiedene SEO-Tool-Anbieter unterschiedlich gut. Es besteht bei den meisten SEO Tools die Möglichkeit eines Free Trials, in dem geschaut werden kann, ob ein SEO Tool für die Ansprüche des Website-Betreibers ausreicht.
Weitere interessante Beiträge:
- Backlinks, der wichtigste SEO-Faktor?
- Local SEO – Local Pack und SEO für lokale Unternehmen
- Mit den richtigen Tools Keywords finden
- Amazon Tools
SEO-Texte
SEO-Texte: Erklärung
SEO-Texte sind Texte, die speziell für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) erstellt werden. Die Hauptaufgabe von SEO-Texten ist es, eine hohe Platzierung in den Suchmaschinen zu erreichen. Dadurch entsteht mehr Traffic auf einer Website. Dies geschieht, indem man bestimmte Keywords und Phrasen in den Texten verwendet, die bei Anfragen in die Suchmaschinen häufiger sind. SEO-Texte sollten auch gut lesbar und für die Zielgruppe relevant sein, damit sie den Traffic auf der Website halten und zu Conversions führen. Es gibt viele Faktoren, nach denen Suchmaschinen die Relevanz und Qualität einer Website bewerten. Einige dieser Faktoren sind:
- Keywords und Meta-Tags: Die Verwendung von Keywords in den Inhalten einer Website und in den Meta-Tags des Website-Codes kann dazu beitragen, dass die Website bei Suchmaschinen mehr Sichtbarkeit erzielt.
- Inhalt und Relevanz: Suchmaschinen bevorzugen Websites mit qualitativ hochwertigen, relevanten Inhalten.
- Nutzungsfreundlichkeit und Technologie: Die Suchmaschinen bewerten auch, wie benutzungsfreundlich eine Website ist und wie gut sie auf verschiedenen Geräten funktioniert.
- Backlinks: Backlinks sind Links von anderen Websites, die auf die eigene verweisen. Je mehr hochwertige Backlinks eine Website hat, desto besser ist die Bewertung durch Suchmaschinen.
Vorteile von SEO-Texten
Die Vorteile von SEO-Texten sind:
- Mehr Traffic: Durch eine höhere Platzierung in den Suchmaschinen wird die Website von mehr Nutzern gefunden, was zu mehr Traffic führt.
- Höhere Conversion-Rate: Wer über die Suchmaschine auf eine Website gelangt, ist in der Regel eher bereit, eine Conversion (z.B. Kauf, Download, Anmeldung) durchzuführen.
- Mehr Sichtbarkeit: Eine höhere Platzierung in den Suchmaschinen bedeutet auch eine höhere Sichtbarkeit für die Website und das Unternehmen.
- Langfristige Ergebnisse: Gute SEO-Arbeit hat in der Regel langfristige Ergebnisse, da sie sich auf die Qualität und Relevanz der Website-Inhalte konzentriert.
- Kostengünstig: Im Vergleich zu anderen Marketing-Strategien kann SEO im Allgemeinen als kostengünstig betrachtet werden, da es hauptsächlich auf die Verbesserung der eigenen Website und nicht auf die Bezahlung für Werbung setzt.
SERP
Definition
SERP bedeutet Search Engine Result Page (Suchmaschinen Ergebnis Seite) und ist die Auflistung der Websites einer Suchmaschine auf eine Suchanfrage. Je nach Suchanfrage sieht die Seite also ganz anders aus. Die angezeigten Webseiten teilen sich auf in Organische und Payed Listing bzw. Ads. Die SERPs unterscheiden sich jedoch von Suchmaschine zu Suchmaschine aufgrund der unterschiedlichen Algorithmen, die die Reihenfolge der Websites bestimmen.
Das grundlegende Erscheinungsbild ist aber immer gleich: Zehn Treffer pro Seite.
Quellen
http://www.netzstrategen.com/sagen/webwissen-serps/
Short Tail Keyword
Definition
Ein Keyword bezeichnet einen eingegeben Begriff in der Suchmaschine.
Ein Short Tail Keyword ist das Gegenteil von Long Tail Keywords. Sie sind sehr allgemein und unspezifisch und decken dadurch das größte Spektrum ab. Durch ihre hohe Generik sind sie jedoch sehr teuer und sorgen zwar für eine hohe Klickrate, aber nicht zu vielen Conversions.
Beispiel:
Short Tail: Hose
Mid Tail: Hose kaufen
Long Tail: Hose Damen Jeans blau kaufen
Leute, die zum Beispiel nur nach „Hose“ suchen, können ganz unterschiedliche Absichten haben, die wir nicht kennen. Er könnte ein Produkt kaufen, eine Bewertung schreiben oder sich bloß informieren wollen. Mid-/Long Tail Keywords sind spezifischer und geben oft Auskunft über die Intention des Nutzers.
Die Keywords werden aber nicht aufgrund ihrer Wortanzahl den drei Gruppen zugeordnet, sondern mehr aufgrund des Suchvolumens.
Quellen
https://www.sem-deutschland.de/inbound-marketing-agentur/online-marketing-glossar/head-short-tail-keywords/
https://www.seo-kueche.de/lexikon/keyword/
Sitemaps
Definition
Sitemaps sind ein wichtiger Bestandteil der OnPage-Optimierung einer Website. Sie sind sozusagen „Landkarten“ einer Website; nämlich eine Datei, in der die einzelnen Seiten einer Website aufgelistet werden können.
Der Sinn einer Sitemap ist, den Suchmaschinen zu zeigen, wie die Inhalte der Website strukturiert sind und wie Crawler die Seite intelligenter durchsuchen können.
Außerdem kann man die Indexierung einer Webseite für die Sitemap nutzen. Gerade bei großen und komplexen Seiten kann ein Crawler neue Seiten einer Webseite übersehen.
Es gibt HTML- und XML-Sitemaps. Den Name leitet man von dem Format ab, in dem man sie speichert. Eine XML-Sitemap enthält im Gegensatz zur HTML-Sitemap zusätzliche Meta-Baten wie Änderungshäufigkeiten und das Datum der letzten Änderung. Sie kann man von Suchmaschinen ablesen.
Das HTML-Format dient meist zur Orientierung von Nutzern. Den Name leitet man von dem Format ab, in dem man sie speichert.
Quellen
https://www.rankingcoach.com/de-at/news/seo-grundwissen-was-ist-eine-sitemap-und-wof%C3%BCr-braucht-man-die-
https://www.seo-trainee.de/sitemaps-was-wie-wofuer/
Snackable Content
Snackable Content Definition
Der Begriff Snackable Content kommt ursprünglich aus dem Englischen und wird auch als „Fast Food des Online Marketings“ bezeichnet.
Darunter werden leicht konsumierbare Inhalte verstanden, die sich schnell über Soziale Netzwerke teilen lassen. Sie bieten dem Nutzer einen Unterhaltungswert und sind von innovativem Nutzen. Die richtige Werbeagentur kann zudem bei der Beratung des Contents hilfreich sein.
Folgender Snackable Content wird häufig verwendet:
- Podcast-Teaser
- Infografiken
- Kurzzusammenfassungen
- Instagram-Storys
- Kurzvideos
- Vines
- Memes
Warum man Snackable Content verwenden sollte
Im Web und vor allem auf Social Media Plattformen sind Bilder, Grafiken, Memes und Podcast-Teaser immer präsenter. Es kommt oft die Frage auf, ob es sich hierbei um reines Entertainment handelt oder ob man davon tatsächlich profitieren kann.
Jedoch lässt sich mit Snackable Content, gezielt eingesetzt, ein Mehrwert generieren.
An wen richtet sich Snackable Content?
Grundsätzlich wird für jede Altersgruppe und jedes Themengebiet Snackable Content angeboten.
Da es sich allerdings um relativ kurze Content-Stücke handelt, werden diese meist auf Social Media Plattformen verbreitet. Insbesondere auf dem Smartphone oder Tablett wird Content häufig über Apps zwischendurch konsumiert. Inhalte können über die Social Media spezifischen Sharing-Möglichkeiten sehr leicht weiter viral verbreiten. Insbesondere dann, wenn es sich um unterhaltsamen Content handelt.
Beispiele
Videos
Instagram oder Snapchat sind mittlerweile darauf ausgelegt, den Nutzern mithilfe kurzer Videos das Kommunizieren zu ermöglichen. Die Videos dürfen allerdings eine gewisse Länge nicht überschreiten und haben somit eine festgelegte Zeitbegrenzung. Insbesondere die Storytelling-Funktionen der Apps macht es möglich, leicht konsumierbaren Content zu produzieren und damit Marketing zu betreiben.
Infografik
Durch Grafiken lassen sich einfache Zusammenhänge auf unterhaltsame Art und Weise darstellen.
Bilder
Memes oder Gifs bieten zwei Möglichkeiten, Bilder oder Grafiken als Snackable Content einzusetzen. Bilder erreichen oftmals eine hohe Zahl an Nutzern und werden häufig geteilt.
Fazit
Ziel ist es, durch kurze Content-Einheiten eine Vielzahl an Nutzern aufgrund ihrer viralen Eigenschaften zu erreichen. Der Unterhaltungswert ist hierbei ein entscheidender Faktor. Um die Reichweit zu steigern, ist dies demnach eine gute Möglichkeit.
Quellen:
https://www.textbroker.de/snackable-content
https://www.seokratie.de/snackable-content/
Snapchat
Snapchat ist ein Instant-Messaging-Dienst mit dem User Fotos und Videos mit ihren Freunden teilen können. Die App wurde für mobile Endgeräte entwickelt und bietet die Möglichkeit mit Kontakten zu chatten oder sie via Sprach- und Videoanruf zu erreichen. Snapchat ist seit 2011 für die mobile Nutzung auf iOS und Android-Geräten erhältlich und hat mittlerweile mehr als 150 Millionen Daily Active Users. Mehr als die Hälfte der Nutzer ist zwischen 16 und 24 Jahre alt.
Geschichte
Der erste Prototyp von Snapchat wurde im Juli 2011 unter dem Namen Picaboo fertiggestellt. Er später änderten die Entwickler Evan Spiegel, Reggie Brown und Bobby Murphy den Namen in Snapchat um.
Ziel war ein Instant-Messaging-Dienst, mit dem sich Freunde Fotos und Videos zuschicken konnten, die sich nach dem Öffnen selber löschen. Das erste Investment folgte im April 2012 in einer Höhe von knapp 500.000 Dollar durch das Unternehmen Lightspeed Venture Partners.
Die App für mobile Endgeräte wurde schnell zum Erfolg. Ende 2012 konnte Snapchat bereits 500.000 Nutzer verzeichnen. Eine Partnerschaft mit Facebook lehnten die Entwickler ab. Facebook entwickelte daraufhin eine ähnliche App, deren Entwicklung aber wegen Misserfolgs kurz darauf wieder eingestellt wurde.
Im Jahr 2016 zählte Snapchat über 150 Millionen User. Im Jahr 2017 ging das Unternehmen Snap Inc. an die Börse und erreichte bereits am ersten Tag einen Börsenwert von 28 Millionen Dollar. Doch bereits einige Monate später zeichnete das Unternehmen größere Verluste auf. Grund dafür ist die starke Konkurrenz durch Facebook und Instagram.
Funktionen
Jeder User, der die App Snapchat nutzt, hat seinen eigenen Channel mit einer Liste an Kontakten. Man hat die Möglichkeit Fotos und Videos aufzunehmen und diese zu bearbeiten. Zu den Bearbeitungsfunktionen zählen:
-
- Emojis
- Text
- Zeichnungen
- Filter & Effekte
Nachdem die Inhalte versendet wurden, bekommen die ausgewählten Kontakte eine Benachrichtigung über den Snap, also den Beitrag. Sie können ihn sich dann bis zu 10 Sekunden lang anschauen, wobei der Absender selber vorher die Sekundenzahl auswählen kann. Wenn die Zeit abgelaufen ist, werden die Snaps automatisch gelöscht. Eine weitere Möglichkeit ist das Bereitstellen von Stories, die erst nach bis zu 24 Stunden gelöscht werden.
Seit 2016 haben können Nutzer mit der Funktion Memories Fotos dauerhaft zu speichern.
Weitere Funktionen sind Sprach- und Videoanrufe, sowie Chats und ein Newsaggregator.
Datenschutz
User sollten sich im klaren darüber sein, dass die Daten zwar von den mobilen Endgeräten gelöscht werden. aber auf Servern in den USA gespeichert werden. Dort gelten andere Bestimmungen als in Deutschland.
Das besondere an Snapchat ist das automatische Löschen der versendeten Snaps. Allerdings können Empfänger Screenshots von Snaps anfertigen. Die Funktion, dass Absender in diesem Fall eine Benachrichtigung erhalten und über den durchgeführten Screenshot informiert werden, mag zwar einige abschrecken, allerdings gibt es Möglichkeiten diese Meldung zu umgehen. User können sich also nie hundertprozentig sicher sein, ob ihr Snap nicht doch auf irgendeine Art konserviert wurde.
Melden sich Nutzer unter 13 Jahren an, erhalten sie ein SnapKidz-Konto. Das heißt ihre Daten werden nicht auf dem Server, sondern ihrem mobilen Endgerät gesichert. Da man über die Foto und Videofunktion viel über sich preisgibt und es in der Vergangenheit bereits Sicherheitslücken bei Snapchat gab, erscheint diese Regelung sinnvoll.
Marketing
Mit Snapchat hat sich eine neue Social Media-Plattform für Online-Marketing ergeben. Aufgrund des großen Erfolgs von Snapchat, haben die Entwickler unterschiedliche Werbeoptionen in die App integriert. Dazu zählen die Snaps Ads Campain, die Geofilter Campain und die Sponsored Lens Campain. Das heißt es können mobile Video Ads geschaltet werden, Veranstaltungen und Standorte via Geofilter beworben oder Marken-Lenses an Freunde geschickt werden. Auf diese Weise können Unternehmen innovativ Werbung auf mobilen Endgeräten schalten. Die App bietet weiterhin den Vorteil für Unternehmen, dass sie kostenlos Werbung via Snaps verschicken kann.
Doch viele Marketer sind skeptisch aufgrund der Kurzlebigkeit von Beiträgen. Doch bieten sich genau hier die Vorteile. Nutzer schauen sich die Inhalte einzeln an. Die Werbe-Snaps stehen nicht in direkter Konkurrenz zueinander. Sie genießen außerdem die volle Aufmerksamkeit der Nutzer.
Quellenangaben
www.zeit.de (10.01.2018)
de.ryte.com (10.01.2018)
blog.hubspot.de (10.01.2018)