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Crowdfunding als ungeahnte Möglichkeit – Schwarmfinanzierung im Startup-Check

Crowdfunding-Einführung: Es war einmal ein kleines Projekt. Das hatte riesiges Potential, um ein richtiger Star zu werden und wie eine Rakete durchzustarten. Aber um ein Star zu werden, bedarf es manchmal einer gewissen Menge Geld. Aber an Geld zu kommen ist gar nicht so einfach. „Ohne Moos nichts los“, so sagt man das doch. Das kleine Projekt war traurig, da es sich ziemlich sicher war, dass e...

Autor Christoph Gärtner
von Christoph Gärtner
14. November 2016

Crowdfunding-Einführung: Es war einmal ein kleines Projekt. Das hatte riesiges Potential, um ein richtiger Star zu werden und wie eine Rakete durchzustarten. Aber um ein Star zu werden, bedarf es manchmal einer gewissen Menge Geld. Aber an Geld zu kommen ist gar nicht so einfach. „Ohne Moos nichts los“, so sagt man das doch. Das kleine Projekt war traurig, da es sich ziemlich sicher war, dass es groß rauskommen könnte, wenn doch nur jemand ihm helfen könnte. Es muss doch eine Möglichkeit geben irgendwie das nötige Geld aufzutreiben und jemanden zu finden, der an das Potential des Projektes glaubt. Oder am besten ganz viele. Na ja und wie du dir denken kannst, erzähle ich diese Geschichte vom kleinen Projekt nur, weil ich die Lösung habe, um ihm zu helfen.
Genug von Personifizierung eines Projektes, werden wir mal wieder realistisch und kommen zum Punkt.

Im übertragenen Sinne möchte ich natürlich dir helfen, wenn du vorhast ein Projekt zu starten und nicht genau weißt, wie du es finanzieren sollst. Oder du dich vielleicht an einem Projekt beteiligen willst, aber nicht weißt, wo man so etwas tun kannst. In diesem Artikel geht es um das sogenannte Crowdfunding.

Oder was ist Crowdfunding eigentlich genau?

Crowdfunding hat sich bereits 2000 im englischsprachigen Raum etabliert. Der Begriff Crowdfunding hat laut Google Suchanfragen ab 2006 hat auch den Weg nach Deutschland gefunden. Besser spät als nie. Bei uns in Deutschland nennt man es auch Schwarmfinanzierung und inzwischen gibt es hier mehr als 70 Crowdfunding-Plattformen.

Generell handelt es sich bei Crowdfunding um die Finanzierung eines Projekts durch eine große Masse, bei der jeder einen verhältnisweise kleinen Anteil des Ganzen finanziell beisteuert. Hierbei rufen Initianten zu Spenden auf, bzw. bitten um die finanzielle Beteiligung an neuen Produkten oder Projekten. Dies geschieht allgemein im Internet, wodurch die Crowd sich aus Internetnutzern zusammensetzt.

Zwar kann Crowdfunding auch auf eigenen Seiten stattfinden, leichter ist es allerdings auf speziellen Plattformen (Am Ende des Artikels habe ich dir hierzu genauere Informationen verlinkt).  Die finanzielle Unternehmung und der Ablauf dieser beim Crowdfunding wird „Aktion“ genannt.

 

Wie läuft eine Aktion ab?

Nach jede Menge Vorbereitung im Bereich Marketing, wird ein Produkt oder Projekt auf einer Crowdfunding-Plattform vorgestellt. Dort wird es dann von seinen Unterstützern, also der Crowd, noch bekannter gemacht. Für jedes Projekt wird ein Mindestkapital festgelegt, welches es in einem bestimmten Zeitraum zu erreichen gilt. Wenn das Projekt realisiert wird, bekommt jeder Investor eine Gegenleistung. Diese Gegenleistung hat materiellen, ideellen oder uneigennützigen Wert.
Kommunikation zwischen Geldnehmer und Geldgeber findet auf den jeweiligen Internet-Plattformen statt. Transaktionen gestalten sich dort leichter, sind sicher und seriös, wodurch Crowdfunding selten auf privaten Seiten stattfindet.
Die 4 Crowdfunding-Modelle im Überblick

Crowdfunding ist nur der gängige Oberbegriff, genauer betrachtet wird in 4 Modellen unterschieden, die in vielen Fällen ein gewisses Mischverhalten aufweisen. Um dir aber erst mal einen Überblick zu verschaffen, zeige ich dir welche 4 Modelle es gibt und wie diese sich jeweils voneinander unterscheiden.

Klassisches Crowdfunding, oder auch „reward-based“ Crowdfunding

Crowdfunding in seiner klassischen Form dient als eine Art „Vorverkauf“ für neue Produktideen. Als Gegenleistung erhält man dann meistens das ausgefertigte Produkt. Durch deine finanzielle Beteiligung „erwirbst“ du quasi eines der ersten Ausfertigungen als „Dankeschön“, wenn das Produkt realisiert wird.
Hierbei wird gleich das Marktpotential getestet, denn wenn die Crowd für das jeweilige Produkt zu wenig Geld zusammenbekommt, kann man davon ausgehen, dass das fertige Produkt auf dem Markt auch keinen Bestand hätte.
Meist genutzt ist dieses Modell von Crowdfunding bei neuen Ideen und im Bereich der Kunst- und Kultur, aber eigentlich lässt es sich für so ziemlich alles anwenden und ist sehr beliebt bei Start-Ups.

 

Crowdinvesting, oder auch „equity-base“ Crowdfunding

Wie das Wort schon sagt, geht es hier vor allem um Investitionen. Die Crowd ist finanziell am Projekterfolg beteiligt, wenn dieses durch Crowdfunding realisiert wird. Die Bank erkennt die beigesteuerten Gelder der Crowd als Eigenkapital des Unternehmers. Mikroinvestoren, Investoren und Anleger erhoffen sich durch die finanzielle Beteiligung, welche typischerweise niedrig ausfällt, eine hohe Rendite. Natürlich besteht für dich als Beteiligter bei dieser Art von Crowdfunding ein hohes Risiko, da bei Misserfolg des Unternehmens dein Geld futsch ist.
Dieses Modell von Crowdfunding wird auch oft von Start-ups genutzt oder von mittelständigen Unternehmen, sowie bei Immobilien und Energie- und Filmprojekten.

 

Crowddonating, oder auch donation-based oder Spenden Crowdfunding

Crowddonating ist immer anlassbezogen und verfolgt ein festes Ziel an Geldeinnahmen. Ganz nach dem „Alles oder nichts“-Prinzip, ist es so, dass wenn die Spenden nicht reichen, um das Projekt auf die Beine zu stellen, es keine andere Möglichkeit gibt, als dieses wieder fallen zu lassen. Die Crowd bekommt ihre Gelder zurück und es ist, als wäre nie was gewesen.
Eine Gegenleistung erfolgt hierbei in ideeller Form, z.B. als Danksagung. Die Crowd setzt sich also aus Personen zusammen, denen an der Umsetzung des Projektes wirklich etwas liegt.
Dementsprechend wird dieses Modell von Crowdfunding bei sozialen, gemeinnützigen Projekten angewendet.

 

Crowdlending, oder auch lending-based Crowdfunding, P2P Kredit oder Crowdkredit

Ja, du kannst es dir durch den Namen mal wieder denken: Hierbei geht es um eine Art Kredit, der von der Crowd über eine feste Laufzeit zu einem vereinbarten Zins gestellt wird. Es handelt sich hierbei also um Fremdkapital und bietet eine Alternative zum Bankkredit. Der Unternehmer leiht sich Geld bei seiner Crowd und verpflichtet sich dazu, dieses zurückzuzahlen.
Geeignet ist dieses Modell des Crowdfunding bei Privatpersonen und Selbstständigen, sowie bei mittelständigen Unternehmen.

 

Übrigens: Falls du mit dem Begriff „mittelständige Unternehmen“ nichts anfangen kannst, das sind einfach Unternehmen, die eine gewisse Grenze in Beschäftigungszahlen, Umsatzerlös oder Bilanzsumme nicht überschreitet und dadurch nicht als Großunternehmen gilt.

 

Was macht Crowdfunding so praktisch und was für Probleme gibt es dabei?

Über beispielsweise Social Media oder Blogs werden verschiedene Internetnutzer auf Crowdfunding aufmerksam bzw. auf das zu finanzierende Projekt. Social Media wird heutzutage immer presenter und bietet in vielen Bereichen teilweise unvorstellbare Möglichkeiten. Du weißt wahrscheinlich, dass gute Inhalte im Internet wahnsinnige Wellen schlagen können.

Ein außergewöhnlicher Beitrag auf Facebook, ein bisschen Glück dazu und du bist bekannt wie ein bunter Hund.
Jetzt stell dir mal vor ein Influencer, also eine einflussreiche Person auf einem Sozial Media Kanal oder wie ich es eben genannt habe „ein bunter Hund“, findet dein Produkt toll, möchte es unterstützen und teilt es anderen mit… und einflussreiche Personen agieren in der Regel auch immer mit anderen einflussreichen Personen… kannst du dir denken, was da für ein Hype über dein Produkt/Projekt entstehen könnte, wenn du Glück hast?
Crowdfunding als Geldbeschaffung ermöglicht vor allem durch diese Möglichkeit, das Realisieren und Aufbauen von Projekten, für die es auf normalem Wege schwer gewesen wäre.

 

Natürlich hat Crowdfunding neben zahlreichen Vorteilen auch ein paar Nachteile, die man ja wenigstens mal gehört haben sollte.
Damit du besser abwägen kannst und beide Seiten der Medaille kennst, informiere ich dich noch einmal zusammenfassend über die positiven und negativen Aspekte.

 

          Vorteile von Crowdfunding:

  • Die Investoren dienen nicht nur als Geldgeber. Sie verfügen häufig über nützliches Wissen über das Produkt/Projekt und sind nicht scheu eine Bewertung abzugeben. Die Crowd verfolgt schließlich ein eigenes Interesse am Erfolg des Produkts. Aus diesem Grund kannst du als Unternehmer von deiner Crowd auch auf Unterstützung zählen und darauf, dass dein Projekt/Produkt fleißig mit der Welt geteilt wird. Das ist vor allem interessant, wenn Einzelpersonen oder sogar Teile deiner Crowd eine große Reichweite besitzen.
  • Für dich als Unternehmer ergibt sich die Möglichkeit dein Image zu pflegen. So vor allem mit gemeinnützigen Projekten, die du alleine nicht finanzieren könntest. Generell ist es so, dass du zu deiner Crowd eine Beziehung entwickelst, bei der du als Person durchaus auch in den Vordergrund rücken kannst.
  • Trotz der durchaus wertvollen Macht deiner Crowd, bleiben alle Entscheidungen allein bei dir als Unternehmer. Du kannst tun und lassen, was du für richtig hältst.
  • Durch die jeweils kleinen Anteile, mit denen sich die Crowd an deinem Projekt/Produkt beteiligt ergibt sich eine vorteilhafte Flexibilität. Sollte jemand aus deiner Crowd einen Rückzieher machen und seine Gelder zurückziehen, ist das leicht zu organisieren und du bemerkst den Verlust kaum. Bei großen Investitionen wäre das schon deutlich folgenschwerer.
  • Ein positiver Nebeneffekt von Crowdfunding ist der gewisse Testcharakter – ist dein Projekt/Produkt Mist, merkst du es ziemlich schnell. Aber wenn dein Produkt/Projekt genial ist, wirst du das daran merken, dass deine Crowd die Scheine regnen lässt.

    Nachteile von Crowdfunding:

  • Ein Produkt/Projekt, das durch Crowdfunding realisiert werden soll, ist in den meisten Fällen mit einem gewissen Risiko belastet. Du als Unternehmer musst also immer damit rechnen, dass es komplett in die Hose geht und du viel zu wenig oder sogar keinerlei Gelder zusammenbekommst.
  • Crowdfunding erfordert eine aktive Beteiligung der Crowd. Dementsprechend muss sich jeder Investor auch eine Strategie überlegen, also in was er wie viel investieren möchte. Bei schwierigeren Entscheidungen diesbezüglich, also gerade bei Crowdinvesting, fehlt bei den meisten Personen die nötige Erfahrung, wodurch es teilweise schwierig werden kann, genug Investoren zu gewinnen. Schließlich setzt sich eine Crowd aus „einfachen“ Internetnutzern zusammen, wodurch es leider auch sein kann, dass in diesem Fall nicht die „richtigen“ Nutzer auf dich aufmerksam werden.

 

Du willst eine Crowdfunding-Kampagne starten? – Was gilt es hierbei zu beachten?

Das A und O bei Crowdfunding ist wie so oft auch die Vorbereitung. Das heißt, dass dein Projekt/Produkt gut vermarktet werden muss, bevor du von deiner Crowd finanzielle Unterstützung erwarten kannst. Das ist, denke ich, auch nachvollziehbar, denn schließlich will deine Crowd ihr Geld auch nicht in Quatsch investieren. Also: Marketing ist der erste Schritt zum Erfolg.

Dementsprechend solltest du dein Produkt ausreichend beleuchten, sodass deine Crowd genau weiß, womit sie es zu tun hat. Hierbei ist es von Vorteil, wenn dein Produkt/Projekt die Crowd auf eine emotionale Ebene erreicht und innovativ ist. Hierbei stellt sich dir auch die Frage, welche Zielgruppe du mit deinem Produkt/Projekt ansprechen willst. Und dann ist es an dir, dein eben von mir Gelerntes anzuwenden und dein geeignetes Modell zu wählen. Außerdem musst du noch entscheiden, auf welcher Plattform du dein Projekt/Produkt veröffentlichen möchtest.

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